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Neue PETA USA Recherche enthüllt, wie Strauße für Birkin Bags und Prada-Handtaschen ihr Leben lassen müssen

Junge Strauße werden mit Elektroschocks bearbeitet, geschlagen, getötet, gerupft und anschließend gehäutet

Stand Februar 2016
Westkap (Südafrika) / Stuttgart, 26. Februar 2016 – Gestern Abend veröffentlichte PETA USA den allerersten Enthüllungsbericht über die streng geheime Industrie der Straußenschlachtung – die jungen Strauße werden für „Luxus“-Handtaschen, -Schuhe und -Gürtel von Hermès, LVMH, Prada und anderen angesehenen europäischen Modehäusern qualvoll getötet. Das Videomaterial wurde in südafrikanischen Schlachthäusern aufgenommen, die von den zwei größten Straußenzüchtern der Welt betrieben werden – von ihnen stammen bis zu 85 Prozent aller Straußenprodukte weltweit. Das Video zeigt, wie frisch geschlüpfte Straußenbabys, die für gewöhnlich mehrere Jahre bei ihren Eltern bleiben würden, in kargen, schmutzigen Mastplätzen gehalten werden, bevor sie in die Schlachthäuser kommen. Dort werden die einjährigen Tiere kopfüber in einen Schlachtschussapparat gehängt und anschließend ausgeworfen, damit ihnen die Kehlen aufgeschlitzt werden können. Danach werden den Straußen die Federn ausgerupft – dabei entsteht die genoppte Struktur, die für Birkin Bags, Prada-Handtaschen und andere „Luxusgüter“ verwendet wird.
 
„Kluge, sensible und neugierige junge Strauße werden wie Opfer eines Horrorfilms behandelt, nur weil jemand eine genoppte Birkin Bag oder eine genarbte Prada-Handtasche haben möchte“, so Harald Ullmann, 2. Vorsitzender von PETA Deutschland e.V. „PETA fordert alle Käufer auf, Leder liegen zu lassen und sich an die luxuriösen, topmodischen und tierfreundlichen veganen Accessoires auf dem Markt zu halten.“
 
Im Rahmen des Enthüllungsberichts fordert die Tierrechtsorganisation ‒ deren Motto in Teilen lautet „Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie anziehen“ ‒ Hermès, Prada und alle anderen Händler dazu auf, Straußenleder und andere exotische Tierhäute aus ihren Sortimenten zu nehmen. Auch die Konsumenten werden gebeten, keines dieser Produkte zu kaufen.
 
In freier Wildbahn teilen sich Strauße die elterlichen Pflichten und die Babys bleiben bis zu drei Jahre lang bei ihren Müttern und Vätern. Auf Straußenfarmen hingegen lernen die Küken ihre Eltern nicht einmal kennen. Einige Vögel werden festgebunden, damit man ihnen bei lebendigem Leib die Federn für Staubwedel und Federboas ausreißen kann. Das Fleisch der Vögel wird für den menschlichen Verzehr verkauft. Wildlebende Strauße können bis zu 40 Jahre alt werden – in der Straußenindustrie werden sie jedoch mit nur einem Jahr getötet.
 
Es handelt sich um PETA USAs zweiten Enthüllungsbericht über Hermès Lieferanten von exotischen Lederarten und einen ersten Einblick in das Vorgehen der Lieferanten von Prada. Die Gruppe hat zuletzt aufgedeckt, dass lebende Alligatoren für Uhrenarmbänder von Hermès zerhackt und Krokodile für Birkin Bags in überfüllten Betongruben gehalten werden.
 

Bild 1: Getötete und gerupfte Strauße in südafrikanischem Schlachthaus. / © PETA USA
Bild 2: Vermeintliche „Luxus“-Taschen Birkin Bags aus Straußenleder. / © PETA USA
 
Sendefähiges Videomaterial steht hier zum Download, die druckfähigen Motive können hier und hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Straussenleder
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.d