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Neugeborenes Delfinbaby im Zoo Duisburg gestorben: PETA fordert Schließung des Delfinariums

Stand Januar 2016
Duisburg / Stuttgart, 4. Januar 2016 – Todesrate bleibt hoch: Eines der beiden in den vergangenen zwei Wochen geborenen Delfinbabys im Duisburger Zoo ist am gestrigen Sonntag bereits gestorben. Delfinmutter Daisy brachte das Kalb zwei Tage vor Weihnachten zur Welt. PETA Deutschland e.V. fordert nach dem wiederholten Todesfall ein Zuchtverbot und die Schließung des Duisburger Delfinariums. Die noch lebenden Delfine könnten in betreuten Meeresbuchten weitgehend tiergerecht untergebracht werden. Die Tierrechtsorganisation kritisiert vor allem die mangelhaften Haltungsbedingungen, denen immer wieder Tiere zum Opfer fallen. Da es in Duisburg seit 1965 mindestens 60 Todesfälle bei den intelligenten Meeressäugern gab, sind Nachzuchten aus Sicht des Tierschutzes unverantwortlich. PETA ruft zudem alle Bürger und Besucher der Stadt Duisburg dazu auf, sich für alternative, tierleidfreie Freizeitmöglichkeiten zu entscheiden.

„Die Zooverantwortlichen sprechen von einer kritischen Lebensphase und suggerieren, dass ein Überleben des Tieres in den ersten Wochen ein Glücksfall sei. Das trifft lediglich auf das Delfinarium Duisburg zu – in der Natur ist ein Überleben der Normalfall“, so Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA Deutschland e.V. „Wir trauern mit der Delfinmutter, für die die Gefangenschaft und der Tod ihres Kindes ein Albtraum sein muss.“

Auch wenn das zweite, an Heiligabend geborene Delfinbaby überleben sollte: Es wird nie kennenlernen, was das Leben eines Delfins in Freiheit ausmacht: In den Ozeanen leben Meeressäuger in großen Sozialverbänden, schwimmen pro Tag bis zu 150 Kilometer weit und tauchen in Tiefen von bis zu 300 Metern. Im Delfinarium hingegen können sie weder mit Artgenossen in den Wellen spielen, noch in der Strömung treiben oder stundenlang gemeinsam jagen.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/DelfinarienDeutschland
PETA.de/Duisburg
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de