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Öflingen: Pferderipper verletzt Stute schwer – PETA setzt 1.000 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
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Tierrechtsorganisation weist auf weitere Fälle in der Region hin

Stand Dezember 2016
Öflingen / Stuttgart, 8. Dezember 2016 – Suche nach Pferderipper: Einer Polizeimeldung zufolge verletzte ein bislang unbekannter Täter eine 17-jährige Stute in einem Offenstall in der Schweizergasse in Öflingen im Zeitraum zwischen vergangenem Samstag, etwa 16 Uhr, bis Sonntag, circa 11 Uhr, an beiden Hinterbeinen, am Geschlechtsteil und am Euter schwer. Die Stute hatte großflächige blutende Fellabschürfungen und verhielt sich apathisch. Zwei weitere Pferde, die im selben Offenstall standen, blieben unverletzt. Der Arbeitsbereich Gewerbe und Umwelt der Polizei in Waldshut-Tiengen ermittelt und bittet unter der Telefonnummer 07741 83 16 0 um Zeugenhinweise. Auch der Polizeiposten Wehr nimmt entsprechende Hinweise unter der Telefonnummer 07762 80 78 0 entgegen. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen. Zeugen, die Informationen beisteuern können, haben ebenso die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail bei PETA zu melden – auch anonym. Möglicherweise waren mehrere Täter an der Tierquälerei beteiligt. PETA weist darauf hin, dass es in den vergangenen Jahren in der Region bereits mehrere Anschläge auf Pferde gab. So fügten beispielsweise im August 2016 unbekannte Täter Pferden auf einer Koppel in Hohentengen mit Zigaretten Brandwunden zu. Ebenfalls im August 2016 schändete ein Tierquäler eine schwangere Stute in Rickenbach. In Murg wurde einer Pony-Stute im August 2015 eine Birne in den Geburtskanal eingeführt.
 
„Immer wieder werden PETA Gewalttaten gegenüber Pferden gemeldet“, so Judith Pein im Namen von PETA. „Weitere Vorfälle in der Region sollten umgehend angezeigt werden, um mögliche Tatzusammenhänge aufzuzeigen. Sadistische Täter belassen es häufig nicht bei Tierquälerei und vergehen sich später unter Umständen auch an Menschen.“
 
PETA weist darauf hin, dass insbesondere Taten, die von sogenannten „Pferderippern“ begangen werden, als Indikator für eine mögliche Vorstufe schwerer Sexual- oder Gewaltdelikte gelten. Zahlreiche Mörder vergingen sich zunächst an Tieren, bevor ihnen Menschen zum Opfer fielen. So ließ der als „Rhein-Ruhr-Ripper“ bekannte Serienmörder Frank Gust seine perversen Fantasien zunächst an Pferden, Schafen und Rindern aus, bevor er vier Frauen auf exakt dieselbe Weise tötete wie zuvor die Tiere. Bereits in den 1990er Jahren erschütterte eine Serie von „Pferderipper“-Taten die Republik: Damals wurden über 100 Pferde, vorzugsweise in Niedersachsen, gepeinigt.

Die Tierrechtsorganisation rät Pferdehaltern daher zur besonderen Aufmerksamkeit, wenn ein „Pferderipper“ umgeht. Die Tiere sollten – sofern möglich – nachts nicht auf der Koppel stehen, sondern in einer sicheren, bestenfalls mit Videokameras ausgestatteten Stallung untergebracht werden. Alle Zugänge sollten gesichert und abgesperrt sein. Zudem werden die Kontrollgänge nach Möglichkeit zu unregelmäßigen Zeiten durchgeführt. Aus Sicherheitsgründen ist es dabei ratsam, diese mit mindestens zwei Personen auszuführen und Mobiltelefone bei sich zu tragen. Verdächtig erscheinende Personen in der Umgebung sollten unbedingt der nächsten Polizeidienststelle gemeldet werden, ebenso wie Personen, die bereits in der Vergangenheit durch ihr Verhalten aufgefallen sind.
 
Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.
 
Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/Staatsanwalt
VEGANBLOG.de/2015/01/Pferderipper-Norddeutschland-gefasst/
VEGANBLOG.de/2013/05/Tierqualerei-Armbrustschutze-aus-Thuringen-gefasst/

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de