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PETA erstattet Anzeige gegen Klosterfischer am Laacher See: Lebende Fische ersticken qualvoll auf Eis

 
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Stand Juli 2016
Lahnstein / Stuttgart, 20. Juli 2016 – Sie zappeln im Eis, versuchen zu entkommen, doch ersticken langsam und qualvoll: Weil der Klosterfischer Ansgar H. seine im Laacher See gefangenen Fische nicht vorschriftsmäßig in Wasserbehältern transportiert und betäubt, bevor er sie tötet, hat die Tierrechtsorganisation PETA nun Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Koblenz erstattet. Der Vorwurf: Verdacht des Verstoßes gegen die Tierschutzschlachtverordnung und gegen das Tierschutzgesetz. Laut § 17 Abs. 2 des TierSchG ist es verboten, Wirbeltieren unnötiges, länger andauerndes Leiden zuzufügen. Fische müssen betäubt werden, bevor man sie tötet.
 
Der Laacher See ist Eigentum der Benediktinerabtei Maria Laach. Wie eine am 10. Juli 2016 ausgestrahlte Dokumentation im SWR zeigte, werden die gefangenen Fische von Ansgar H., Inhaber des Klosterfischereibetriebs Maria Laach, direkt nach ihrem Fang aus den Netzen geholt, in trockene Kisten gelegt und mit Eis zugeschüttet. Der Film zeigt ganz deutlich, wie die Fische um ihr Leben kämpfen und verzweifelt nach Sauerstoff schnappen: Sie winden sich im Eis und versuchen, zu entkommen. Doch der Fischer kennt kein Mitgefühl: Statt sie ins Wasser zu legen, schüttet er eine neue Schicht Eis über die Fische und lässt sie qualvoll ersticken. Auch frühere Videos zeigen, dass Ansgar H. die gefangenen Fische immer in den Eimern ersticken lässt. Beide Videos wurden an die Staatsanwaltschaft übermittelt. PETA weist zudem darauf hin, dass es sich bei dem See um ein Naturschutzgebiet handelt, und fordert die Benediktiner auf, Mitgefühl mit Fischen zu zeigen und ein Fischereiverbot am Laacher See auszusprechen.
 
„Fische fühlen Angst und Schmerz wie wir Menschen auch“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Eine solche Tierquälerei sollten die Mönche nicht länger unterstützen.“
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 
Quellen:
Braithwaite, V. A. (2010) Do Fish Feel Pain? Oxford University Press.

Braithwaite, V. A. & Boulcott, P. (2007) Pain perception and fear in fish. Diseases in Aquatic Organisms 75: 131-138.
Sneddon, L . U. (2003): The evidence for pain in fish: the use of morphine as an analgesic. Applied Animal Bebehaviour Science, 83(2), 153-162.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Fische
 
Kontakt:
Kristin Graf, +49 (0)711 860591-529, KristinG@peta.de