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PETA findet schönes Zuhause für Bremens Affen in Holland

 
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Professor Kreiter muss die Tiere bei Versuchsverbot nicht töten

Stand November 2008
Kontakt: Dr. Tanja Breining

Bremen – Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat für die Bremer Makaken, die in Professor Kreiters Labor an der Universität Bremen für Gehirnversuche gequält werden, einen Platz bei der niederländischen Auffangstation gefunden und dies bereits auch Professor Kreiter und dem Bremer Senat mitgeteilt. Einzige Bedingung von AAP: Es dürfen keine Affen nachgekauft werden. Die Fragebögen wurden von PETA an die Uni Bremen weitergeleitet. Professor Kreiter hatte in einem Interview mit dem Spiegel bekannt gegeben, dass man bei einem Versuchsverbot die Tiere töten müsse und dies eine Katastrophe wäre.

AAP ist eine Auffangstation für exotische Tiere aus ganz Europa (www.aap.nl). AAP wurde in 1972 gegründet und befindet sich seit 1996 in Almere in den Niederlanden.
Die Tiere, die hier ein neues Zuhause finden, kommen aus dem illegalen Tierhandel, aus Tierversuchslaboratorien, Zirkussen und heruntergekommenen Zoos oder direkt von Privatpersonen. Hier leben vor allem Affen und kleine exotische Säugetiere.

„Hier könnten die 24 Makaken, die extrem traumatische und grausame Erlebnisse hinter sich haben, einen schönen Lebensabend genießen“, so Dr. Tanja Breining von PETA.

Die Affen haben Schreckliches erlebt. Durch Trinkentzug zwingt man sie stundenlang in einem Stuhl festgebunden, still zu sitzen, anschließend bohrt man ihnen den Schädel auf und führt Elektroden in das Gehirn ein. Ein Metallbolzen wird auf den Schädelknochen geschraubt, so dass der Kopf der Tiere an einem Gestell festgeschraubt werden kann. Die fixierten Tiere müssen auf einen Bildschirm schauen und dabei Aufgaben erledigen, z.B. bei bestimmten Bildern einen Hebel bedienen.

Die Tierrechtsorganisation bezeichnet den vom Bremer Senat verhängten Versuchsstopp als vorbildlich, fortschrittlich und als ethisch einzig richtige Entscheidung und hofft, dass auch die Gerichte dieses Verbot untermauern werden. In der Zwischenzeit appelliert die Organisation auch an andere Landesregierungen, ein Verbot dieser Versuche auszusprechen. Gehirnversuche an Affen seien nicht nur grausam sondern auch unnötig, denn moderne Technologien erlauben Einblick in das Gehirn, z. B. mit modernen Verfahren wie Magnetresonanz- oder der Positronen Emissionen-Tomographie. Hier kann die Verarbeitung von Nervenreizen im Gehirn von Freiwilligen untersucht werden und liefert Ergebnisse um Patienten, die an Alzheimer, Parkinson oder anderen neurologischen Erkrankungen leiden, zu helfen.

Weitere Informationen finden Sie unter www.peta.de.