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PETA fordert: kein Königsfischen in Starnberg / Wettangeln verstößt gegen das Tierschutzgesetz

 
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Stand Mai 2014
Starnberg / Gerlingen, 16. Mai 2014 – Sie zappeln am Haken, ringen nach Luft und kämpfen um ihr Leben – vergeblich: Zahlreiche Fische sollen am kommenden Sonntag beim diesjährigen Königsfischen des Kreisfischereivereins Starnberg e.V. getötet werden. PETA Deutschland e.V. erhielt einen anonymen Brief, dem ein Handzettel über die Einladung zu der Veranstaltung beigelegt war. "Als Königsfisch wird der größte Einzelfisch gewertet", steht in dem Schreiben. Die Tierrechtsorganisation sieht in der Veranstaltung einen Verstoß gegen § 17 Nr. 1 des Tierschutzgesetzes, denn die Tötung der Tiere erfolgt ohne einen gerechtfertigten Grund im Sinne des Gesetzes. Laut Kommentar zum Tierschutzgesetz muss der alleinige Grund des Angelns im Nahrungserwerb liegen. Aus diesem Anlass hat PETA das Starnberger Veterinäramt angeschrieben und es dazu aufgefordert, die Wettangelveranstaltung abzusagen. In ihrem Schreiben verwies die Tierrechtsorganisation auf eine aktuelle Verfügung der Staatsanwaltschaft Münster vom 19.03.2014 Az.: 540 Js 1433/13, in der ebenfalls ausdrücklich festgestellt wird, dass es sich beim Wettfischen um eine strafbare Handlung handelt – und zwar selbst dann, wenn der Fisch anschließend verzehrt wird.

„Könnten Fische ihre Schmerzen durch laute Schreie ausdrücken, würde niemand mehr behaupten, Angeln sei eine Beschäftigung, die der Entspannung und Erholung dient“, so Dr. Tanja Breining, Kampagnenleiterin für Fische und Meerestiere bei PETA Deutschland e.V. „Das Töten von Fischen als ‚Freizeitbeschäftigung‘ oder als ‚Sportveranstaltung‘ zu klassifizieren ist herzlos und ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.“

PETA veranschaulicht das Leid der Tiere in der „Sport“-Fischerei mit folgendem Beispiel: „Stellen Sie sich vor, man bohrt einen Metallhaken durch Ihren Mund und zieht Sie, mit Ihrem ganzen Körpergewicht an diesem Haken hängend, aus der Luft in eine für Sie fremde Atmosphäre, in der Sie nicht mehr atmen können.“ Genau diese Qual erleiden Fische, die erwiesenermaßen auch im Mundbereich Schmerzen empfinden [1], beim Angeln. PETA spricht sich generell gegen das Angeln und den Fischfang aus und klärt in der Kampagne „Rettet die Fische!" über das Leid der feinfühligen Flossentiere auf.

[1] Segner, 2013; Sneddon, 2011; Braithwaite, 2010 u. a

Weitere Informationen:
PETA.de/Fische
Fischen-tut-weh.de

Kontakt:
Judith Stich, 030 6832666-04, JudithS@peta.de