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PETA kritisiert Vogelausstellungen in Libbenichen und Ronneburg

 
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Tiere dürfen nicht zu Prestigeobjekten degradiert werden

Stand Oktober 2012
Gerlingen, 5. Oktober 2012 – Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. rät eindringlich von einem Besuch der „Ostthüringer Vogelschau“ in Ronneburg sowie der „Oderländer Exotenschau“ in Libbenichen an diesem Wochenende ab. Veranstaltungen wie diese widersprechen dem Tierschutz und degradieren Tiere zu Prestigeobjekten. Die Vögel sind enormem Stress ausgesetzt. PETA fordert ein Umdenken im Umgang mit Tieren und ein Verbot von Vogelausstellungen und Vogelbörsen. Weiterhin bittet PETA die Stadt Ronneburg auf, ihre Gebäude nicht mehr für derartige Veranstaltungen zur Nutzung zu überlassen.

„Vogelausstellungen sind nicht zeitgemäß“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Wie im Mittelalter werden die Tiere den Besuchern wie Ware und Prestigeobjekte präsentiert. Nach einem belastenden Transport über teils weite Strecken, häufig ohne Nahrung und Wasser, werden die sensiblen Vögel in enge Käfige gezwängt und unter unwürdigen Bedingungen zur Schau gestellt. Tierschauen bedeuten für die Vögel erhebliches Leid und haben mit Tierliebe nichts zu tun.“

PETA-Ermittler konnten auf zahlreichen Vogelbörsen und -ausstellungen, darunter die Internationale Vogelbörse Straubing und die Meisterschaft des Deutschen Kanarien- und Vogelzüchterbundes, eindeutige Verstöße gegen den Tierschutz dokumentieren. Die Missstände sind keine Ausnahmen sondern treten systembedingt auf allen Vogelschauen auf.

Grundsätzlich bemängelt PETA den Transportstress für die Tiere sowie die winzigen Käfige und mangelnde Rückzugsmöglichkeiten auf den Börsen. Auf den Veranstaltungen werden immer wieder werden verletze und kranke Vögel präsentiert. Vogelausstellungen tragen nicht zum Schutz der Tiere bei sondern vermitteln ein völlig falsches Bild über den tiergerechten Umgang mit Vögeln und die Haltung. Die Schwarmtiere dürfen keinesfalls einzeln gehalten werden. Um ihre Flügel benutzen zu können, sollten geräumige und gut gesicherte Außenvolieren vorhanden sein.

Eine Kontrolle von Vogelbörsen und -ausstellungen ist nicht möglich, da sie rechtlich nicht geregelt sind. Es existieren lediglich Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten, die dem Tierschutzgedanken jedoch nicht genügen und zudem explizit nicht rechtsverbindlich sind.

PETA appelliert an die Bevölkerung, Veranstaltungen dieser Art zu meiden.

Schauspieler Jacob Weigert gegen Käfigleid / © Marc Rehbeck für PETA

Fotos in druckfähiger Auflösung:
Fotos.peta.de/categories.php?cat_id=103

Motiv in druckfähiger Qualität:
PETA.de/Weigert

Videomaterial:
PETA.de/Videoportal

Weitere Informationen:
PETA.de/Vogelleid
PETA.de/Vogelhaltung

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de