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PETA kritisiert „Wellensittich Europachampionat 2012“ in Karlsruhe

 
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Tiere dürfen nicht zu Gaffobjekten degradiert werden

Stand August 2012
Karlsruhe / Gerlingen, 24. August 2012 – Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. rät eindringlich von einem Besuch des „Wellensittich Europachampionats 2012“ in Karlsruhe an diesem Wochenende ab. Veranstaltungen wie diese widersprechen nicht nur dem Tierschutz, sondern degradieren Tiere zu Prestigeobjekten und Experimentiermaterial. Die Vögel werden in enge Käfige gepfercht und enormem Stress ausgesetzt – ihre Bedürfnisse sind den Züchtern augenscheinlich gleichgültig. PETA fordert die Stadt dazu auf, ihrer Vorbildfunktion nachzukommen und ihre Messehallen nicht mehr für diese systemimmanent tierquälerischen Veranstaltungen bereitzustellen.

„Vogelausstellungen sind der Spielplatz, auf dem sich größenwahnsinnige Züchter austoben können“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Völlig ungeniert werden Qualzuchten ausgestellt, also Tiere, die aufgrund von bestimmten Zuchtzielen lebenslang leiden. Dabei ist der ‚Rassenwahn‘ prinzipiell falsch – bei Menschen ebenso wie bei Vögeln!“
PETA-Ermittler konnten auf zahlreichen Vogelbörsen und -ausstellungen, darunter die im vergangenen Jahr stattfindende Europaschau in Karlsruhe oder die „Internationale Vogelbörse Straubing“, eindeutige Verstöße gegen den Tierschutz dokumentieren.
Bei Veranstaltungen dieser Art gehört die Präsentation von Qualzuchten zur Regel. Verantwortungslose Züchter experimentieren mit fühlenden Tieren. Eine auf Größen- und Massenzunahme von Wellensittichen zielende Zucht führt zu Verhaltensveränderungen: Haubenwellensittiche weisen häufig Gehirnvergrößerungen auf, viele Nachzuchten sterben daran. Wellensittiche und andere Vögel leiden unter völlig überzogenen Zuchtidealen der Verbände.
Die Ausstellungen widersprechen dem Tierschutz: Bereits der Transport ist mit enormem Stress für die sensiblen und intelligenten Vögel verbunden. Während der Veranstaltungen werden sie dem Publikum in winzigen Käfigen präsentiert und können weder entkommen noch sich verstecken. Auch verletzte und kranke Vögel werden in dieser extremen Stresssituation dargeboten – für die betroffenen Tiere kann das tödlich enden und der Verbreitung von Krankheitserregern werden Tür und Tor geöffnet. Bei einigen Krankheiten kann auch eine Übertragung auf Menschen nicht ausgeschlossen werden. Durch potenzielle Infektionen besteht eine mögliche) Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung.

Die Kontrolle von Vogelbörsen und -ausstellungen ist nicht möglich, da sie rechtlich nicht geregelt sind. Es existieren lediglich Leitlinien zur Ausrichtung von Tierbörsen unter Tierschutzgesichtspunkten, die dem Tierschutzgedanken jedoch nicht genügen und zudem explizit nicht rechtsverbindlich sind.

PETA appelliert an die Bevölkerung, Veranstaltungen dieser Art zu meiden.

Rassenwahn: Falsch bei Menschen, falsch bei Tieren / Vögel zu Gaffobjekten degradiert © PETA

Motiv in druckfähiger Auflösung:
PETA.de/anzeigen

Foto in druckfähiger Auflösung:

Fotos.peta.de/details.php?image_id=2915

Weitere Informationen:
PETA.de/vogelleid
PETA.de/vogelhaltung

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de