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PETA lobt C&A für Boykott grausam hergestellter australischer Wolle

 
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Modeunternehmen will keine Verstümmelung von Lämmern unterstützen

Stand Mai 2008
Kontakt: Harald Ullmann, 07156/1782826

Gerlingen/Düsseldorf – Das in Düsseldorf angesiedelte internationale Moderunternehmen C&A hat sich entschlossen, jegliche Wolle von Zulieferern, die entweder die standardmäßigen „Mulesing“ Verstümmelungen oder das neue – und ebenso schmerzhafte – „Clip Mulesing“ vornehmen, zu boykottieren. Diese Entscheidung folgte auf Diskussionen mit PETA die bis 2005 zurückreichen. Im letzten Monat hatten die Unternehmen Perry Ellis International und HUGO BOSS ähnliches angekündigt.

Das sogenannte „Mulesing“ ist eine grausame Prozedur, bei der Bauern ihren Lämmern in dem fehlgeleiteten Versuch, Madenbefall zu vermeiden, riesige Fleisch- und Hautstücken mit Scheren vom Hinterteil schneiden. Die Bauern arbeiten mit dieser grausamen Prozedur, obwohl es bereits effektive und humane Methoden gibt, wie zum Beispiel das Züchten von Schafrassen, die kein Fell am Hinterteil haben.

Im Jahr 2004 kündigte PETA einen internationalen Boykott australischer Wollproduzenten an, die das „Mulesing“ durchführen oder in den grausamen Export lebender Schafe involviert sind. Daraufhin versprach die australische Wollindustrie öffentlich, das „Mulesing“ bis zum Jahr 2010 auslaufen zu lassen. Doch nun wendet die Industrie einfach eine andere, furchtbare Methode des „Mulesing“ an, bei der Klammern am Hinterteil des Lamms befestigt werden, was dazu führt, dass die Haut und das Fleisch abstirbt und abfällt. Doch C&A – ein Unternehmen, das über 1000 Läden in 16 europäischen Ländern, Lateinamerika und China führt – will sich mir dieser neuen Mulesing Technik nicht abfinden.

Auf seiner Website gibt C&A an, dass es „die Praxis des Mulesing an australischen Schafen strikt ablehnt… Wir haben uns bereits nach alternativen Quellen von Wolle umgesehen, die nicht ge“mulesed“ wurde und werden unsere Materialien in Zukunft daher beziehen“. In einer E-Mail an PETA fügte Frank Hoendervangers, Vertreter der Abteilung Social Affairs bei C&A, hinzu: „Unsere Entscheidung, in Zukunft keine derartig gewonnene Wolle zu beziehen, schließt die Wolle von Schafen, die dem „Clip Mulesing“ unterzogen wurden, mit ein. Diese Methode ist für uns gleichermaßen inakzeptabel.“

„Man kann C&A für diesen Schritt, sich dem wachsenden Druck auf Australien, wo sanften Lämmer derart verstümmelt werden, nur Lob aussprechen”, so PETA Vorsitzende Ingrid Newkirk.

Bitte besuchen Sie für weitere Informationen PETAs Website www.rettet-die-schafe.de