Spenden
 »  »  » PETA Science Consortium finanziert tierfreie Antitoxinforschung

PETA Science Consortium finanziert tierfreie Antitoxinforschung

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

Deutsche Universität wird Forschungsprojekt zur Entwicklung von tierfreiem Antitoxin durchführen

Stand November 2016
London / Stuttgart, 23. November 2016 – Das PETA International Science Consortium Ltd. finanziert ein bahnbrechendes Forschungsprojekt, das tausende Pferde vor der quälerischen Produktion von Diphtherieantitoxin bewahren wird. Diphtherie ist eine ernsthafte Erkrankung, die zu Atemnot sowie schweren Schäden der Nieren, des Nervensystems und des Herzens führen kann.
 
Zum einen wird diese Forschung die ethischen Hintergründe der Antitoxinproduktion mit Pferden beleuchten. Daneben ist die Entwicklung dieser und anderer rekombinanter menschlicher Antitoxine auch von höchster Bedeutung für den Menschen: Die Serumkrankheit tritt häufig in Zusammenhang mit von Pferden gewonnenen Antitoxinen auf und wäre hierdurch vermeidbar. Zudem könnte der weltweiten Knappheit an Diphtherieantitoxin entgegengewirkt werden.
 
Das Science Consortium stellt dem Institut für Biochemie, Biotechnologie und Bioinformatik der Technischen Universität Braunschweig (TUBS) 134.000 Euro zur Verfügung und setzt auf die Sachkenntnis von Forschungsleiter Prof. Michael Hust im Bereich der Entwicklung menschlicher Antitoxine.
 
Jahr für Jahr werden tausende Pferde als lebende Produktionsmaschinen von Antitoxinen eingesetzt. Die Antitoxine werden aus dem Blut der Pferde isoliert, nachdem den Tieren wiederholt Giftstoffe wie das Diphtheriegift injiziert wurden. Viele dieser Pferde werden auf indischen Farmen gehalten. Im Rahmen kürzlich durchgeführter Überprüfungen vor Ort wurde jüngst festgestellt, dass die Tiere grob vernachlässigt waren und nicht ausreichend medizinisch versorgt wurden. Die Pferde wiesen Anzeichen von Lahmheit, Blutarmut, Hufkrankheiten, Augenauffälligkeiten sowie Unterernährung auf. Schwerkranke und ältere Pferde wurden in engem Kontakt zu anderen Tieren gehalten und die Verantwortlichen ließen sie langsam sterben, anstatt sie einzuschläfern. Die auf diesen Farmen produzierten Antitoxine werden in die ganze Welt exportiert und entsprechend genutzt.
 
Das geplante Forschungsprojekt wird rekombinante menschliche Antikörper entwickeln, die das krankheitsauslösende Diphtheriegift blockieren und ohne den Einsatz von Pferden im Labor hergestellt werden können.
 
„Das Konsortium freut sich sehr, die unerlässliche Arbeit der Technischen Universität Braunschweig zur Herstellung von Humanmedikamenten zu unterstützen, die sicherer und effektiver sein werden und in ihrer Entwicklung ohne die Nutzung von Pferden auskommen", so Toxikologie-Experte Dr. Christopher Faßbender des Konsortiummitglieds PETA Deutschland e.V.
 
Zum PETA International Science Consortium Ltd.: Das PETA International Science Consortium wurde 2012 gegründet, um die wissenschaftliche und regulatorische Expertise von PETA UK, PETA USA, PETA France, PETA Deutschland e.V., PETA India, PETA Netherlands, PETA Asia, und PETA Australia zu koordinieren. Das Science Consortium möchte mit seiner Arbeit die Entwicklung, Validierung und die globale Umsetzung von Alternativen zu Tierversuchen vorantreiben und finanzieren.
 

Jedes Jahr werden zahlreiche Pferde als Lebendspender von Gegengiften, sogenannten Antitoxinen, missbraucht / ©PETA India
Diese und weitere Fotos sind hier verfügbar.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Pferdeleid-Indien
PISCLtd.org.uk.
 
Kontakt:
Dr. Christopher Faßbender, +49 (0)711 860591-130, ChristopherF@peta.de