Spenden
 »  »  » PETA-Studien unterstützen internationales Abkommen zur tierversuchsfreien Chemikalienprüfung Untertitel: Qualvolle und unzuverlässige Tests an Kaninch

PETA-Studien unterstützen internationales Abkommen zur tierversuchsfreien Chemikalienprüfung

Qualvolle und unzuverlässige Tests an Kaninchen stehen vor dem Aus

Stand August 2010
Paris / Gerlingen, 3. August 2010 – Nach mehr als zehn Jahren wissenschaftlicher Forschung, Verhandlungen und Lobbyarbeit von Tierschutzorganisationen hat die in Paris ansässige OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) jetzt neue, tierversuchsfreie Prüfmethoden zur Untersuchung der hautreizenden Wirkung von chemischen Stoffen anerkannt. Die Tierrechtsorganisation PETA UK finanzierte strenge wissenschaftliche Studien zum Nachweis der Wirksamkeit von „EpiDerm“, einer der tierversuchsfreien Testmethoden der neuen OECD-Richtlinien. PETAs Studien führten als wissenschaftliche Untermauerung letztlich zur Anerkennung der Verwendung der tierversuchsfreien Prüfmethode durch die OECD. Die neuen OECD-Richtlinien werden künftig als weltweite Leitlinien für Prüfmethoden in Hautreizungstests dienen und ersetzen schmerzhafte Tierversuche an Kaninchen. Die OECD legt Richtlinien für Sicherheitsprüfungen für ihre mehr als 30 Länder umfassenden Mitgliedsstaaten fest, zu denen die meisten der weltweit wichtigsten Wirtschaftsnationen gehören. Neben den Schmerzen und dem Leid, das Tierversuche bei Kaninchen verursachen, berücksichtigte die OECD zudem Dokumentationsmaterial, das nachweist, dass der Tierversuch eine mögliche hautreizende Wirkung von Stoffen auf menschlicher Haut nicht akkurat nachweisen kann.

„Tiere mit giftigen Substanzen zu vergiften ist nicht nur aus ethischer Sicht verwerflich, sondern liefert zudem unzureichende wissenschaftliche Ergebnisse“, so Christine Esch, Tierärztin und Kampagnenleiterin bei PETA Deutschland e. V. „Hochmoderne tierversuchsfreie Prüfmethoden hingegen stehen für eine Zukunft mit sichereren Produkten für den Verbraucher und ohne die Qual von Tieren.“ Zu den tierfreundlichen Prüfverfahren gehören In-vitro-Methoden, d. h. Untersuchungsmethoden, die im Reagenzglas durchgeführt werden, labortechnisch rekonstruierte Modelle der menschlichen Haut und Computermodelle. Obgleich tierversuchsfreie Prüfmethoden in der Vergangenheit bereits zur Prüfung der verätzenden Wirkung von Fremdstoffen an der Haut eingesetzt wurden, sind die neuen Prüfverfahren die ersten ihrer Art, die die hautreizende Wirkung von Stoffen hinreichend feststellen und somit eine umfassende Bewertung der Auswirkungen von Substanzen auf die menschliche Haut ohne den Einsatz von Tieren bieten. In den neuen, von der OECD anerkannten Prüfmethoden kommen rekonstruierte Modelle der menschlichen Haut zum Einsatz, die die Auswirkung von Stoffen beim Hautkontakt erfolgreich aufzeigen. Somit lässt sich eine zuverlässige und akkurate Einstufung der schädlichen Wirkung auf die Haut erzielen, und zwar auf eine Weise, wie sie beim Einsatz von Chemikalien auf der geschorenen und nackten Haut von Kaninchen nicht möglich ist.

Weitere Informationen: www.stoptierversuche.de
Interviewkontakt: Christine Esch, Tel. 07156 / 17828-58, ChristineE@peta.de
Druckfähige Fotos von Tieren in Versuchslaboren: http://www.fotos.peta.de/categories.php?cat_id=20
PETA-Anzeigen mit Prominenten, die sich gegen Tierversuche einsetzen: http://www.peta.de/web/home.cfm?p=57