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PETA zeigt Kaufinteresse an der Jeetzel: Flussabschnitt könnte zum Fischrefugium werden

 
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Stand März 2017
Hitzacker / Stuttgart, 16. März 2017 – Friedliche Aussichten für Fische: Der Bund möchte sich von einem 800 Meter langen Abschnitt der Jeetzel trennen, der bis zur Mündung in die Elbe fließt und die Hitzacker Altstadt zur Insel macht. Abgewickelt wird der Verkauf durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Bei dieser hat PETA nun schriftlich Interesse bekundet und präzise Informationen bezüglich der derzeitigen Nutzung des Abschnitts durch Angler und des genauen Kaufpreises erbeten. Sollten die aktuellen Verhandlungen mit der Kommune und dem Land Niedersachsen zu keinem Ergebnis führen, plant die Tierrechtsorganisation, diesen Flussabschnitt zu einem Fischrefugium zu machen, in dem Angeln und jegliche Fischerei verboten sind.

„Mit dem Kauf des Jeetzel-Abschnitts bei Hitzacker und seiner Umwandlung in ein Fischrefugium möchten wir den Tieren einen Zufluchtsort bieten, an dem niemand sie mit Ködern in eine Falle lockt, ihnen einen Haken durch den Mund bohrt, sie erschlägt und aufschneidet“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „In Hitzacker könnten alle Fische künftig friedlich schwimmen, spielen oder sich in Ruhe um ihren Nachwuchs kümmern.“

Die Jeetzel spielt für den Tourismus und die Geschichte der Stadt Hitzacker und des Landkreises eine wichtige Rolle. Als neuer Eigentümer würde sich die Tierrechtsorganisation nicht in die touristischen Belange der Stadt einmischen, solange Einwohner und Touristen nicht die Ruhe von Fischen und anderen Tieren stören würden.

Fische sind neugierige und freundliche Wirbeltiere mit individuellen Persönlichkeiten. Sie haben ein komplexes Sozialleben, kommunizieren auf vielfältige Weise und schließen Freundschaften. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, die bestätigen, dass Fische Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [1]
 
[1] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichungen von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose).
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Fische

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de