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PETA zum Welt-Schildkröten-Tag: Anspruchsvolle Pfleglinge niemals im Handel erwerben

 
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Tiere können tödliche Salmonellen übertragen

Stand Mai 2013
Gerlingen, 22. Mai 2013 – Zum morgigen Welt-Schildkröten-Tag appelliert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. an alle Verbraucher, Reptilien nicht im Handel zu erwerben. Recherchen der Organisation –- unter anderem bei dem US-Unternehmen U.S. Global Exotics (USGE) – haben belegt, dass in vielen Zoohandlungen weniger als die Grundbedürfnisse der Tiere erfüllt werden und eine tierärztliche Versorgung ausbleibt. Anders als von der Zuchtindustrie suggeriert, sind Schildkröten keine einfachen Pfleglinge. Ein Großteil der Tiere in Privathand stirbt frühzeitig an den Folgen falscher Haltung oder Ernährung. Zudem übertragen Schildkröten häufig Salmonellenerreger und können damit insbesondere für Kinder, alte Menschen und Immungeschwächte zu einer Gefahr werden.

„Viele Händler stellen den Profit über die Tiergesundheit und bewerben Schildkröten als ‚pflegeleicht‘ - damit werden sie den Tieren nicht gerecht“, so Nadja Kutscher, Kampagnenleiterin bei PETA. „Es gibt viele unterschiedliche Schildkröten-Arten und jede hat ihre eigenen Bedürfnisse. Viele in Gefangenschaft gehaltene Schildkröten sterben vorzeitig an Haltungsfehlern.“

Eine Übertragung des Salmonellen-Erregers von Schildkröten auf den Menschen kann insbesondere für Kinder gefährliche oder lebensbedrohliche Folgen haben. Der Ansteckung muss dabei kein Direktkontakt zu Exoten vorausgehen - es kann die Berührung mit einer Person genügen, die zuvor Kontakt zu einem salmonellenbelasteten Tier hatte. Das Robert-Koch-Institut bestätigt, dass kleine Schildkröten lange Zeit als wichtigste Infektionsquelle für Salmonellenerkrankungen bei Kindern galten. Daraufhin wurde der Handel und Vertrieb von Schildkröten mit einer Panzerlänge von unter zehn Zentimetern ab 1975 in den USA verboten, was zu einem vorübergehenden Rückgang der Infektionen führte.

Tierfreunde, die sich der Verantwortung einer Schildkrötenhaltung bewusst sind, sollten Tiere aus dem Tierheim oder einer Reptilien-Auffangstation aufnehmen und niemals den Handel mit den empfindlichen Wildtieren zu unterstützen – sei es vom Züchter, Börsen, aus dem Zoohandel oder Internet.

Schildkröte auf der Terraristika in Hamm / © PETA

Weitere Informationen:
PETA.de/USGE

Kontakt:
Judith Stich, 030 6832666-04, JudithS@peta.de