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PETAs internationales Wissenschaftskonsortium gibt 130.000 US-Dollar Prämierung für die Entwicklung eines In-vitro-Lungentests zur Toxizitätsprüfung inhalierter Nanomaterialien bekannt

 
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In-vitro-Lungentest soll menschliche Gesundheit schützen und Tierversuche ersetzen

Stand September 2015
London / Stuttgart, 8. September 2015 – Das PETA International Science Consortium Ltd. mit Sitz in London hat die Gewinner eines Preisgeldes von 130.000 US-Dollar für den Entwurf eines In-vitro-Tests zur Prognose der Entwicklung einer Lungenfibrose beim Menschen bekanntgegeben, wie sie nach dem Kontakt mit Nanomaterialien wie mehrwandigen Kohlenstoffnanoröhren entstehen kann. Professorin Barbara Rothen-Rutishauser vom Adolphe-Merkle-Institut der Universität Freiburg in der Schweiz und Professorin Vicki Stone von der School of Life Sciences der Heriot-Watt University of Edinburgh werden die Testmethode gemeinsam entwickeln. Rothen-Rutishauser ist Co-Vorsitzende der BioNanomaterials-Forschungsgruppe am Adolphe-Merkle- Institut und konzentriert sich in ihrer Forschungsarbeit auf die Studie von Nanozellen-Interaktionen in der Lunge mittels dreidimensionaler Zellmodelle. Stone ist Direktorin der Nano Safety Research Group an der Heriot-Watt University und Direktorin der Toxikologie bei SAFENANO.  
 
„PETAs internationales Wissenschaftskonsortium freut sich sehr darüber, die Entwicklung einer In-vitro-Methode fördern zu können, mittels derer die menschliche Gesundheit geschützt und der Einsatz von Ratten in 90-tägigen Inhalationstoxizitätstests ersetzt werden kann“, so Dr. Christopher Faßbender, Mitarbeiter des PETA-Wissenschaftskonsortiums. „Die Labore, die diesen Test entwickeln werden, sind die Vorreiter innovativer Forschung in diesem Bereich, und wir sind glücklich, mit ihnen an diesem Projekt arbeiten zu dürfen.“
 
Das Wissenschaftskonsortium finanziert zudem die MatTek Corporation im Hinblick auf die Entwicklung eines dreidimensional rekonstruierten Modells menschlichen Lungengewebes, welches für die Arbeit der Professorinnen Rothen-Rutishauser und Stone eingesetzt werden soll. Die MatTek Corporation verfügt über umfassende Fachkenntnisse in der Anfertigung auf menschlichen Zellen basierender, organotypischer In-vitro-Modelle, wie sie in regulatorischen Tests und der Grundlagenforschung zum Einsatz kommen. Die Arbeiten von MatTek werden unter der Leitung von Dr. Patrick Hayden, Vizepräsident der Wissenschaftsabteilung sowie Dr. Anna Maione, Leiterin der MatTek-Forschungsgruppe im Bereich Atemwege, stattfinden.
 
Die drei Labore wurden aufgrund ihrer fachlichen Qualifikation im Hinblick auf das Studiendesign ausgewählt. Diesbezügliche Empfehlungen wurden in einem Meeting einer Expertenarbeitsgruppe erarbeitet, welches von PETAs internationalem Wissenschaftskonsortium und dem NTP (National Toxicology Program) Interagency Center for the Evaluation of Alternative Toxicological Methods organisiert wurde. Das Meeting fand im Februar 2015 im Hauptsitz der US Environmental Protection Agency in Washington DC. statt und brachte internationale Experten aus Regierungskreisen, der Industrie, der akademischen Forschung sowie Non-Profit-Organisationen zusammen.
 
Das langfristige Ziel ist dabei die Entwicklung weiterer In-vitro-Analysen und Computermodelle, die in Kombination eingesetzt werden können, um die Inhalationstoxizität von Nanomaterialien abzuschätzen.
 
Weitere Informationen:
PISCLTD.org.uk
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de