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PETAs Statement zur ersten Abstimmung im Europaparlament
Bezüglich der vorgeschlagenen Richtlinie zum Schutz von Tieren, die zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt werden

Themenschwerpunkt
 
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Stand Mai 2009
Zwar begrüßt PETA einige positive Aspekte, die das Europaparlament in seiner Abstimmung über die Richtlinie zum Schutz von Tieren, die zu wissenschaftlichen Zwecken genutzt werden, aufgegriffen hat, jedoch sind wir zutiefst enttäuscht darüber, dass die Mitglieder des Europaparlaments (MEPs) eine einzigartige Gelegenheit zur ordentlichen Regulierung von Tierversuchen innerhalb der EU nicht genutzt haben. Beinahe alle der progressivsten Aspekte des ursprünglichen Vorschlags der Kommission wurden in der Abstimmung entfernt oder abgeschwächt und das Ergebnis ist ein Gesetzesvorschlag der – würde er durchgesetzt – zwar das Leben von Tieren in Labors in einigen Ländern verbessern, in anderen Ländern, wie auch Deutschland, jedoch die Zeit zurückdrehen würde. Das Parlament stimmt nicht mit der Öffentlichkeit darin überein, den Tierschutz und eine gute Wissenschaft voranzutreiben, denn es stimmte dem ursprünglichen Vorschlag der EU-Kommission nicht zu, der besagte, dass alle Tierversuche im Voraus durch zentrale Behörden genehmigt werden müssen, indem es bestimmte Verbote zur Verwendung nicht-menschlicher Primaten ablehnte und indem es sich von einem Komplettverbot von schwerwiegendem und lang anhaltendem Leid der Tiere abwandte.

Alle, die so hart für diese abgeschwächte Kompromissversion des Vorschlags gekämpft haben, sollten sich schämen. Wir erwarten von der deutschen Regierung nun, dass sie sich ihren rhetorischen, ethischen und wissenschaftlichen Verpflichtungen stellt und bei der Diskussion des Vorschlags im Ministerrat alle Aspekte ablehnt, die derzeitige deutsche Standards untergraben. Besorgte deutsche Bürger erwarten genau das.