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PETAs Wissenschaftskonsortium spendet Versuchslaboren ScitoVation und Vito entscheidende Geräte

 
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Hochmoderne Systeme ersparen Tieren schmerzhafte Inhalationstests

Stand Juni 2017
London, 13. Juni 2017 – Das PETA International Science Consortium Ltd. (PISC) hat Geräte zur Inhalationsexposition an Versuchslaboratorien vergeben. Die Einrichtungen arbeiten an für den Menschen relevanten Alternativmethoden zur Nutzung von Tieren in Inhalationstoxizitätstests. Die Geräte von VITROCELL Systems haben einen Wert von über 200.000 Dollar.
 
Bei den bisher üblichen Inhalationstests werden Tiere in enge Röhren gezwungen und müssen unterschiedliche Substanzen einatmen. Mit dem Expositionsystem von VITROCELL kann die Toxizität in Lungenzellen des Menschen nach der Einwirkung von Pestiziden, Nanomaterialien, (E-)Zigarettenrauch und anderen luftgetragenen Materialien analysiert werden.
 
Die Zellen werden auf einer Seite dem Testmaterial in der Luft ausgesetzt, auf der anderen Seite erhalten sie Nährstoffe aus einer blutähnlichen Flüssigkeit. Dies ahmt die Physiologie der menschlichen Lunge nach. Das System kann die gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen besser prognostizieren, als es mit Tierversuchen möglich ist.
 
Nun werden Expertinnen und Experten für zellbasierte Methoden und Computermethoden von ScitoVation in North Carolina die gespendeten Geräte nutzen. Sie testen damit die Auswirkungen von krebsauslösenden Verbindungen auf das menschliche Lungengewebe. „Wenn wir uns in der chemischen Risikobewertung von Tierversuchen wegbewegen möchten, müssen in dem Bereich auch weiterhin zweckgerichtete In-vitro-Untersuchungen entwickelt werden. Damit können Zellmodelle geprüft werden, die die relevante Biologie des In-vitro-Systems, in dem die Auswirkungen auftreten, genau reflektieren. Die Partnerschaft mit dem PETA International Science Consortium Ltd. ermöglicht es ScitoVation, diese Mission fortzusetzen und verschiedenen Sponsoren die Relevanz von In-vitro-Systemen an menschlichen Lungenzellen aufzuzeigen“, so der ScitoVation-Vorsitzende John Cline.
 
Auch Wissenschaftler der Forschungsorganisation VITO NV mit Sitz in Belgien werden die Geräte einsetzen. Sie können damit die Auswirkungen von Nanomaterialien auf menschliches Lungengewebe testen. „Dank dieser Geräte können wir alle Versuchsanforderungen erfüllen, ohne Tiere einsetzen zu müssen“, so Dr. Sandra Verstraelen von VITO NV.
 
„Das PETA International Science Consortium freut sich sehr, führenden Wissenschaftlern solch entscheidende Geräte an die Hand geben zu können“, erklärt Dr. Christopher Faßbender, wissenschaftlicher Berater des Konsortiums. „Diese Zuerkennung wird die Art und Weise, wie gefährliche Materialien getestet werden, verbessern und Tiere vor völlig irrelevanten Versuchen bewahren.“
 
Das PETA International Science Consortium Ltd. setzt sich für die Entwicklung, Validierung und globale Umsetzung tierfreier Wissenschaft ein. Es wurde im Jahr 2012 gegründet, um die wissenschaftliche und rechtliche Expertise seiner Mitglieder zu koordinieren: PETA UK, PETA USA, PETA France, PETA Deutschland e.V., PETA India, PETA Netherlands, PETA Asia und PETA Australia. Das Konsortium und seine Mitglieder haben bisher bereits über 3 Millionen US-Dollar gespendet, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Nutzung von Tieren zu reduzieren und völlig einzustellen.
 
ScitoVation entwickelt innovative zellbasierte In-vitro-Tests und Computermodelle  und beurteilt so die möglichen gesundheitlichen Folgen von Medikamenten und Chemikalien. Herkömmliche Ansätze arbeiten mit kosten- und zeitintensiven Tierversuchen. Die Methoden von ScitoVation hingegen helfen den Kunden dabei, 1. Stoffe schneller und kosteneffektiver zu testen, 2. die Entwicklung neuer Produkte zu beschleunigen, und 3. bessere Prognosewerkzeuge zur Bewertung von Sicherheit und Effizient von Arzneimitteln, Lebensmittelinhaltsstoffen, Chemikalien und Verbrauchsgütern zu schaffen.
 
VITO NV: Das Flämische Institut für Technologische Forschung ist eine unabhängige Forschungsorganisation, die der Industrie sowie Behörden technologische Lösungen bereitstellt. Zudem bietet sie wissenschaftliche Beratung und Unterstützung in den Forschungsbereichen Energie, Materialien, Chemie, Landnutzung und Gesundheit an, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die Forschung der Gesundheitsabteilung bewegt sich in den Bereichen nachhaltige Gesundheit und Krankheitsprävention und konzentriert sich auf sichere, effektive und/oder individualisierte Technologieinnovationen. Die Sicherheitsbewertung von Nanomaterialien stellt einen wesentlichen Bestandteil der Technologieentwicklung und des Vertragsforschungsprogramms von VITO-Health dar. Dreh- und Angelpunkt dieser Aktivitäten sind die Risikobewertung entlang des Lebenszyklus von Nanoprodukten als Teil eines per Design sicheren Ansatzes sowie integrierte Teststrategien.
 
VITROCELL® Systems verfügt über einen umfangreichen Erfahrungsschatz in der Entwicklung, der Produktion und Installation von auf den Kunden abgestimmten Expositionssystemen, die sich für spezifische Forschungsanforderungen eignen. Vitrocell bietet eine ganze Reihe von Modulen an, mit denen Substanzen in zellbasierten Systemen getestet werden können.

Weitere Informationen:
PISC.org/Vitrocell-Prize

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de