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Pferd von Olympiasieger Dirk Schrade stirbt nach Geländeprüfung: PETA übt scharfe Kritik an Pfingstturnier in Wiesbaden

Tierrechtsorganisation fordert Ende des Vielseitigkeitsreitens in Deutschland

Stand Mai 2013
Wiesbaden / Gerlingen, 21. Mai 2013 – Tod beim Pfingstturnier in Wiesbaden: Nachdem Olympiasieger Dirk Schrade am Samstag mit seinem Pferd King Artus den Geländekurs absolvierte, starb der 17-jährige Wallach kurz nach Überqueren der Ziellinie – vermutlich an einem Aortenabriss. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. übt nun scharfe Kritik an dem Wettkampf, denn insbesondere bei Vielseitigkeitsprüfungen ereignen sich häufig schwere Unfälle. Der Geländeritt muss in einer bestimmten Zeit durchlaufen werden – überschreiten Reiter die Zeit, bekommen sie Strafpunkte. Die Tierrechtsorganisation fordert ein Ende des Vielseitigkeitsreitens in Deutschland und appelliert an alle Tierfreunde, vom Besuch derartiger Veranstaltungen abzusehen.

„Der tragische Tod von King Artus zeigt, dass Vielseitigkeitsprüfungen Pferde an die Belastungsgrenze führen“, so PETA-Kampagnenleiterin Jennifer Kirchner. „Pferde sind sensible Lebewesen. Sie unter Zeitdruck über gefährliche Hindernisse zu hetzen, ist Tierquälerei. Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen von Pferd und Reiter.“

Das Vielseitigkeitsreiten, auch Military genannt, kombiniert Prüfungen aus der Dressur, dem Springreiten und einem Geländeritt. Während Pferd und Reiter im Galopp über Natursprünge, feste Holzhindernisse und tiefe Gräben springen, verletzen sich regelmäßig Tiere so schwer, dass sie eingeschläfert werden müssen. Für die Reiter ist das Risiko gleichermaßen hoch. In den vergangenen Jahren kamen weltweit mehrere Sportler bei Reitturnieren ums Leben, darunter zwei Reiterinnen aus Deutschland.

Weitere Informationen:
PETA.de/FaktenPferdesport

Kontakt:
Judith Stich, 030 68326660-4, JudithS@peta.de