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Pflanzliche Ernährung für ein Halleluja

PETA appelliert an Kloster und Orden, tierfreie Kost zu servieren

Stand November 2012
Gerlingen, 5. November 2012 – Wer einem Orden beitritt, entscheidet sich für ein friedliches Leben voller Nächstenliebe, ganz im Sinne des Schöpfers. Und weil dabei ein respektvolles Miteinander zwischen allen Lebewesen unabdingbar ist, hat die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun Kloster und Orden in ganz Deutschland angeschrieben, mit der Bitte, künftig rein pflanzliche Gerichte zu servieren. Denn für unseren Fleischkonsum müssen zum einen Millionen Menschen in Entwicklungsländern hungern, zum anderen werden allein in Deutschland jedes Jahr über drei Milliarden Tiere in der Nahrungsmittelindustrie getötet.

„In der Abtei Maria Frieden in Dahlem kommt kein Fleisch auf den Tisch, das begrüßen wir sehr!“, so Sabine Weick, Ernährungswissenschaftlerin und Kampagnenleiterin bei PETA. „Wir hoffen, dass die pflanzliche Ernährung auch in anderen Klöstern und Ordensgemeinschaften zu einem festen Bestandteil der gelebten Nächstenliebe wird.“

PETA macht darauf aufmerksam, dass Milliarden Tiere in Deutschland ihr gesamtes Leben eingepfercht in Ställen oder Käfigen der Fleisch-, Milch- und Eierproduktion ausharren müssen, bevor sie getötet werden. Ohne Betäubung werden Rindern die Hörner abgesägt, Küken die Schnäbel gekürzt, Ferkeln die Eckzähne abgebrochen und die Schwänze abgeschnitten, noch bevor sie das erste Mal Tageslicht zu Gesicht bekommen.

Statt Nahrungsmittel für die eigene Bevölkerung zu produzieren, werden in vielen Entwicklungsländern Futtermittel angebaut, um die „Nutztiere“ der Industrieländer zu ernähren. Etwa 50 Prozent der Ernten landen nicht auf dem Teller, sondern im Trog. Jedes Jahr importiert die Europäische Union Futtermittel, die auf einer Fläche – so groß wie Deutschland – angebaut werden. Diese Pflanzen sind für die menschliche Ernährung geeignet und sollten lieber im Kampf gegen den Hunger in der Welt eingesetzt werden als für die Zucht von Tieren.

PETA gibt zu bedenken, dass die Kirche und andere religiöse Einrichtungen, die dafür stehen, aktiv Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, den entscheidenden Schritt nicht vergessen sollten: das eigene Konsum- und Essverhalten. Mit ihrem Verhalten tragen sie unmittelbar dazu bei, ob Menschen und Tiere weiter leiden oder nicht.

Tipps und Rezepte für eine abwechslungsreiche und leckere rein pflanzliche Ernährung gibt es auf GoVeggie.de.

Das Schreiben ist auf Anfrage erhältlich.

Während Fleisch bedenkenlos verzehrt wird, müssen Menschen hungern / © PETA

Weitere Informationen:
GoVeggie.de

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de