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Präparierte Köder in Essen-Horst ausgelegt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Organisation fordert zentrales Melderegister für Anschläge auf Hunde

Stand August 2014
Essen / Stuttgart, 28. August 2014 – Anschläge auf Hunde in Essen-Horst: Ein bislang unbekannter Täter hat in der Grünanlage am Hörsterfeld (Von-Ossietzky-Ring / Dahlhauser Straße) mit Nadeln präparierte Fleischstücke ausgelegt. Die Köder wurden am Donnerstag vergangener Woche in der Nähe des dortigen Spielplatzes entdeckt, als ein Hund auf ihnen kaute. Zwei Tage später, am 23. August, erbrach ein anderer Hund elf Stecknadeln, nachdem er im selben Park spazieren geführt wurde. Die zwei betroffenen Hundehalter erstatteten in den letzten Tagen Strafanzeige bei der Polizei. Die Kripo Essen hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet um Hinweise. Möglicherweise waren mehrere Personen an der Tat beteiligt. Um die Fahndung nach dem oder den Tierquäler(n) zu unterstützen, setzt PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Täters oder der Täter führen. Zeugen, die sachdienliche Hinweise geben können, wenden sich bitte telefonisch unter 01520 73 733 41 oder per E-Mail an die Tierrechtsorganisation oder direkt an die Polizei Essen unter der Telefonnummer 0201 82 90. PETA weist darauf hin, dass die Halter von Hunden, die Opfer von Ködern wurden, in jedem Fall Anzeige bei der Polizei erstatten sollten. Auch weitere Funde von präparierten Ködern sollten umgehend der Polizei gemeldet werden.

„Der Täter muss schnellstmöglich gefasst werden, damit Hunde wieder sorglos ausgeführt werden können“, betont Judith Pein im Namen von PETA Deutschland e.V. „Neben der Gefährdung für Hunde stellen die präparierten Lebensmittel auch eine Gefahr für Kinder und freilebende Tiere dar. Hundehalter sollten bei Spaziergängen jetzt besonders aufmerksam sein und im Falle eines Verdachts auf Verzehr von vergifteten oder mit scharfkantigen Gegenständen präparierten Ködern umgehend einen Tierarzt aufsuchen.“

PETAs Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen: Hat ein Tier einen mit Nadeln, Rasierklingen oder anderen scharfkantigen Gegenständen gespickten Köder gegessen, muss sofort gehandelt und der Tierarzt aufgesucht werden. Es besteht höchste Lebensgefahr, da das Tier an inneren Verletzungen sterben kann. Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, einer gelblichen Verfärbung der Schleimhäute, blassem Zahnfleisch, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen muss ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden – denn Gift wirkt schnell. Der Hund sollte beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen droht. Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose ist es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Grundsätzlich fordert PETA die Einführung eines zentralen Meldesystems für Anschläge dieser Art. Durch eine Registrierung könnte die Bevölkerung frühzeitig über Köderwarnungen und Gefahrenschwerpunkte informiert werden, um Kinder und Tiere somit besser schützen zu können. Zugleich würde durch eine stringente Dokumentation der Fälle deutlich, wie häufig Hunde Opfer von Delikten werden.

Fälle von Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen.

Tierquälerei ist eine Straftat nach § 17 des Tierschutzgesetzes und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierquälerei
PETA.de/ZeugeVonGrausamkeit
PETA.de/Heimtierschutzgesetz

Das Video zur ersten Hilfe beim Hund:
PETA.de/Erste-Hilfe-für-den-Hund

Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de