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 »  »  » Gravierende Tierschutzmissstände auf Schau-Bauernhof „Prickingshof“

Tierquälerei auf dem Prickingshof

 
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Tote und kranke Tiere auf einem Schau-Bauernhof in Nordrhein-Westfalen

Stand Juni 2012
Der Prickingshof in Haltern am See (NRW) ist ein beliebtes Ausflugsziel und soll als „Schau-Bauernhof“ fungieren, um den Besuchern das Landleben nahezubringen. Was man jedoch vorfand, sind kranke und tote Tiere sowie grobe Missstände in der Tierhaltung.

 

Update März 2014
Das Landesamt für Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen kontrollierte zwei Mal auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Essen den Prickingshof, da u.a. diverse Mängel auch nach der ersten Überprüfung 2011 nicht behoben worden waren. Zusätzlich fanden mehrere Kontrollen durch das zuständige Veterinäramt statt. Es wurde auf alle Kritikpunkte von PETA eingegangen. So wurde unter anderem festgestellt, dass die Huf- und Klauenpflege teils mangelhaft war, Ziegen aufgrund von Parasitenbefall verstorben waren, Verletzungsgefahr bestand und einiges mehr. Zudem wurden mehrere Verbesserungen angewiesen, wie z.B. die Beseitigung von möglichen Verletzungsquellen, das Säubern von Gehegen, tierärztliche Behandlung von Tieren, Anpassung der Haltungsbedingungen einiger Tiere an tierschutzrechtliche Vorgaben und das Bereitstellen von Beschäftigungsmaterial für Schweine. Die auf dem Prickingshof vorgefundenen Missstände spiegeln nur einen Bruchteil dessen wieder, was den Tieren in der konventionellen Landwirtschaft angetan wird. Wenn Sie Zeuge von Tiermissbrauch werden, melden Sie sich umgehend bei den Behörden oder bei PETA!

 

 

Schweine auf dem Prickingshof
Das Konzept des Prickingshofes ist unterteilt in die Themengebiete „Streichelzoo und bäuerliche Tierhaltung“ und „Massentierhaltung“. Gravierende Tierschutzprobleme herrschen in beiden Teilen. Hier nur ein kleiner Einblick, was unsere Ermittler vorfanden:



Schweine in den strukturlosen Gehegen der Massentierhaltung zeigen teils grobe Verhaltensstörungen. Tote Ferkel liegen neben sterbenden und noch lebenden Tieren. Ein Ferkel hat einen Enddarm-Vorfall.
  • Ein abgemagertes und schwaches Eselfohlen, das vermutlich verkürzte Sehnen an den Hinterläufen hat, kann nicht laufen oder auch nur aufstehen. Trotz seines Zustandes wurde es allem Anschein nach eine Woche lang auf der Wiese liegen gelassen.
  • Esel mit sogenannten Schnabelhufen – diese entstehen oft durch eine Stoffwechselerkrankung der Hufe, ausgelöst u.a. durch falsche Fütterung. Sie verursacht den Tieren große Schmerzen und kann bis zum Tod führen.
  • Hühner werden in kahlen Betonboxen gehalten, ohne jegliche Rückzugsmöglichkeit. Natürliches Verhalten wie Scharren, Picken oder Staubbaden ist unmöglich.
  • In einem Gehege werden Störche gehalten. Die Tiere sind stark verschmutzt, die Anlage stinkt. Die Storchenpaare haben bereits mit dem Nestbau begonnen, doch finden sie kaum Nistmaterial. Fliegen können sie in ihrem Gefängnis nur stark begrenzt.
  • Rinder mit schlimmen, offenbar ansteckenden Hautkrankheiten. Die Tiere versuchen, sich zu kratzen und wunde Stellen zu lecken, oft vergeblich. Die Anlage ist voller Schlamm und die trockene Liegefläche reicht nicht für alle Tiere aus. Ein Liegeplatz ist jedoch für die Gesundheit der Tiere essenziell, da sie sich hierhin zurückziehen, um ca. zehn Stunden am Tag wiederzukäuen. Viele wirkten abgemagert und durch fehlende Rückzugsmöglichkeiten gestresst.
  • Auch die Schafe in der benachbarten Anlage haben eine Hautkrankheit. Es ist nicht auszuschließen, dass diese bereits von einer Tierart auf die andere übertragen wurde. Hygienemängel könnten der Auslöser sein. Auch besteht hier die Gefahr eine Zoonose, d.h. die Krankheiten könnten unter Umständen auf den Menschen übertragbar sein. Dies hat somit auch seuchenhygienische Relevanz.
  • Die Ställe sind teils heruntergekommen und bieten z.B. durch lose, spitz abstehende Drahtgeflechte eine hohe Verletzungsgefahr.
  • Mehrere Ziegen schienen eine einseitige Gesichtslähmung zu haben, möglicherweise zurückzuführen auf eine frühere Erkrankung. Der behandelnde Tierarzt sagte auf Nachfrage, die Tiere litten unter einer toxikologischen Reaktion, zwei seien bereits euthanasiert worden.
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    Eine Kuh auf dem Prickingshof
    Was auf dem Prickingshof gezeigt wird, spiegelt nicht nur das tägliche Grauen der Massentierhaltung wider, sondern verstößt zudem vielfach gegen Tierschutzbestimmungen. Das Veterinäramt wurde umgehend eingeschaltet.

     

    Helfen Sie mit!

    Erzählen Sie Ihren Freunden von den Missständen auf dem Prickingshof. Wenn Sie jemanden kennen, der eine Fahrt dorthin plant, machen Sie der Person klar, welches Tierleid sie damit unterstützt.

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