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Protest mit „gequältem Affen“: Demonstranten übergeben Europäischer Kommission Petition gegen Primatenversuche

 
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PETA UK fordert mit über 160.000 Unterschriften ein Ende grausamer Versuche an Primaten

Stand Februar 2017
Brüssel, 13. Februar 2017 – Unterstützt von einem lebensechten „verstümmelten Affen“ versammelten sich heute mehrere Vertreter der Tierrechtsorganisation PETA UK vor dem Gebäude der Europäischen Kommission. Sie übergaben eine Petition mit der Forderung, keine Tierversuche mehr an Primaten durchzuführen. Die Petition wurde von über 160.000 Menschen unterzeichnet. Fast 16.000 Unterschriften davon kamen aus Deutschland. Sie war auch die Reaktion auf eine wissenschaftliche Stellungnahme der Kommission zu Tierversuchen an Primaten, die diese befürwortet. Die Initiatoren der Bittschrift weisen darauf hin, dass sich Versuche an nicht-menschlichen Primaten häufig nicht auf den Menschen übertragen lassen und sie mit anderen hochmodernen Forschungsmethoden nicht mithalten können. Zudem handelt es sich um Tierquälerei, da Tiere eingesperrt, unter Medikamenteneinfluss gesetzt, aufgeschnitten und mit tödlichen Krankheiten infiziert werden.
 
„Affen einzusperren, sie zu verstümmeln und zu vergiften, ist nicht wissenschaftlich, sondern sadistisch“, so Dr. Julia Baines, Science Policy Adviser bei PETA UK. „Wir müssen schnellstmöglich auf effektive Forschungsmethoden umsteigen; diese ersparen den sensiblen, intelligenten Primaten unsagbares Leid und erhöhen zudem die Wahrscheinlichkeit, wahre medizinische Durchbrüche für den Menschen zu erzielen.“
 
Der wissenschaftliche Ausschuss „Gesundheitsrisiken, Umweltrisiken und neu auftretende Risiken“ der Europäischen Kommission zieht Affenversuche noch immer hochmodernen tierfreien Methoden, die in anderen Ländern bereits erfolgreich zum Einsatz kommen, vor. Damit fungiert der Ausschuss wie ein Branchenverband für Tierexperimentatoren, Käfig- und Ausrüstungslieferanten und andere Sonderinteressen. Die Empfehlungen des Ausschusses verdammen Primaten zu einem leidvollen Leben: Die Tiere durchleiden Krankheiten, die sie normalerweise nie bekämen, werden mit Medikamenten vollgepumpt oder in nutzlosen psychologischen Studien gequält. Wenngleich Affen genau wie der Mensch Schmerz und Angst empfinden, gibt es doch fundamentale Unterschiede zwischen uns, die einen Affenkörper anders reagieren lassen als einen Menschenkörper. Deshalb ist es auch möglich, dass im Tierversuch als sicher eingestufte Medikamente ernsthafte Nebenwirkungen, ja sogar Todesfälle, unter menschlichen Tieren nach sich ziehen können.
 
PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren. Die Organisation weist darauf hin, dass die Niederlande bereits einen Antrag ins Parlament eingebracht haben, Primatenversuche im größten europäischen Primatenlabor, dem Biomedical Primate Research Centre, auslaufen zu lassen. Diesen Schritt sollte nun auch endlich der Rest der Europäischen Union gehen.

Tausende Menschen haben sich gegen Versuche an Primaten ausgesprochen: Vertreter von PETA UK übergaben eine entsprechende Petition an die EU-Kommission. / © PETA UK
 
Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierversuche
PETA.de/Primatenversuche

Kontakt:
Denis Schimmelpfennig, +49 (0)711 860591-528, DenisS@peta.de