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Prügel für Elefantenbaby: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Zoo Wuppertal

PETA appelliert an Verbandschef Dr. Junhold, systematische Elefantenquälerei in deutschen Zoos zu beenden

Stand Dezember 2012
Gerlingen, 19. Dezember 2012 – Die Staatsanwaltschaft ermittelt derzeit gegen Verantwortliche des Zoo Wuppertal, nachdem Augenzeugen beobachteten, wie zwei Zoo-Mitarbeiter ein Elefantenbaby mehrmals mit einem massiven Stab auf Füße und Körper geschlagen haben. Mehr als die Hälfte der Zoos in Deutschland, so auch der Zoo Wuppertal, hält Elefanten noch immer im sogenannten Direkten Kontakt. Bei dieser überholten Haltungsform werden die Tiere von klein auf geschlagen, gedemütigt und stundenlang fixiert, um sie für den Zoobetrieb gefügig zu machen. Mit Hinblick auf den erneuten Prügel-Vorfall hat PETA den Leipziger Zoodirektor und Chef des Weltzooverbandes WAZA, Dr. Jörg Junhold, nun aufgefordert, diese systembedingt tierquälerische Haltungsform zu verbieten und für alle angeschlossenen Zoos verbindlich auf die Haltungsform „Geschützter Kontakt“ umzustellen. Dies würde garantieren, dass Zoowärter und Elefanten stets durch Gitterwände voneinander getrennt sind. Auf ihrer Internetseite veröffentlicht die Tierrechtsorganisation PETA heute Hintergrundinformationen sowie Bild- und Videomaterial über die systematischen Misshandlungen, denen Elefanten in deutschen Zoos ausgesetzt sind.

„Diese brutale und tierquälerische Form der Elefantenhaltung muss sofort verboten werden“, so Diplom-Zoologe Peter Höffken, Wildtierexperte bei PETA. „Nicht nur die Elefanten sind die Leidtragenden. Allein zwischen 2009 und 2011 wurden vier Zoowärter in deutschen Zoos durch Elefanten schwer verletzt, weil die Elefanten im quälerischen ,Direkten Kontakt´ gehalten wurden und sich rächten.“

Wegen der damit einhergehenden Tierquälerei und den Gefahren für die Zoowärter verlangt der US-amerikanische Zooverband AZA von seinen Mitgliedzoos, den „Direkten Kontakt“ bis September 2014 zu beenden und auf die Haltungsform des „Geschützten Kontakts“ umzustellen. PETA forderte Dr. Jörg Junhold auf, mit seinen US-Kollegen gleichzuziehen. Außerdem plädiert die Organisation für ein sofortiges Verbot des sogenannten Elefantenhakens. Der Stock, mit einem spitzen Metallwiderhaken versehen, wird benutzt, um Elefanten im Zoo oder Zirkus auf schmerzhafte Weise zu unterwerfen.

Aktenzeichen: 70 UJs 38/12

Exemplarisch: Elefanten-Misshandlung im Zoo (Dresden, 2007)

Weitere Informationen:
PETA.de/Zooelefanten
PETA.de/Zoo

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de