Spenden
 »  »  » Putenmastskandal Grotelüschen: PETA veröffentlicht neue Undercover-Recherche

Putenmastskandal Grotelüschen: PETA veröffentlicht neue Undercover-Recherche

Stand September 2010
Update Dezember 2010:
Die niedersächsische Landwirtschaftsministerium Astrid Grotelüschen tritt nach nur wenigen Monaten im Amt zurück. Zu diesem Rücktritt hat auch die Undercover-Ermittlung von PETA Deutschland e.V. beiogetragen.


Update Dezember 2012:
Die niedersächsische Landwirtschaftsministerium Astrid Grotelüschen tritt nach nur wenigen Monaten im Amt zurück. Zu diesem Rücktritt hat auch die Undercover-Ermittlung von PETA Deutschland e.V. beiogetragen.
Update Dezember 2012: Putenmäster Kops, der auch eine unzutreffende Eidesstattliche Versicherung abgegeben hatte, die die Landwirtschaftsministerin A. Grotelüschen dann verbreitete, wurde rechtskräftig wegen Tierquälerei zu einer Geldstrafe von 2500 Euro rechtskräftig verurteilt. Im Verfahren fanden heftigste Auseinandersetzungen statt, die dann auf Weisung der Generalstaatsanwaltschaft Rostock letztlich zur Verurteilung führte (Aktenzeichen des rechtskräftigen Strafbefehls v. 8.10.2012: 15 Cs 702/12 – 552 Js 16794/10 Amtsgericht/Staatsanwaltschaft Stralsund, Aktenzeichen des Generalstaatsanwalts Rostock: 2 Zs 715/10).
 

Die Pressemitteilung vom September 2010


Gerlingen / Hannover - Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. stellte heute in Hannover ihre brandneue Undercover-Recherche auf einer Putenmastanlage im Landkreis Cloppenburg vor. Die Videoaufnahmen zeigen erhebliche Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und das Seuchenrecht: Verletzte und kranke Tiere, zum Teil mit enorm großen Brustblasen, vegetieren über Tage qualvoll dahin. Sie werden nicht tierärztlich versorgt. Tote Tiere liegen zwischen den lebenden. Die Halle stinkt nach Ammoniak, es herrscht 24-Stunden-Dauerbeleuchtung. Allen Puten wurde der Schnabel gestutzt. Bei den Puten handelt es sich um die Qualzucht-Rasse „BUT Big 6“, die einzig auf hohe Muskelmasse gezüchtet wird – bis zu 97 Prozent der Puten sind nachweislich am Ende der Mastperiode nicht mehr gehfähig.

Haupt-Abnehmer der Puten: Wiesenhof.
Haupt-Lieferant der Küken: die Mastputenbrüterei Ahlhorn.
Astrid Grotelüschen war bei der Mastkükenbrüterei bis zu ihrem Amtsantritt als Landwirtschaftsministerin im April 2010 tätig. Seitdem ist sie als Ministerin auch für den Tierschutz in Niedersachsen zuständig. Die Mastkükenbrüterei Ahlhorn ist der Betrieb ihres Mannes Garlich Grotelüschen. Mit falschen Eidesstattlichen Versicherungen, verbreitet über das Landwirtschaftsministerium Niedersachsen, wurden die Öffentlichkeit, die Medien, die Gremien, die Parteifreunde und andere von Grotelüschen belogen und betrogen. „Die Ministerin stilisierte sich durch einen quasi erfundenen Brandanschlag sogar zum Opfer. Es bleibt abzuwarten, welche Lügen nunmehr aufgetischt werden“, so der wissenschaftliche Berater von PETA, Dr. Edmund Haferbeck.
„Wir fordern nachdrücklich den Rücktritt von Frau Grotelüschen, sowie die Einführung eines unabhängigen Tierschutzministeriums.“

Kontakt:
Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater, Mobil 0171 / 4317387
Stefan Bröckling, PETA-Ermittler, Mobil 0172 / 2433544
Weitere Informationen: www.peta.de/grotelueschen
Sendefähige Videoaufnahmen: www.videoportal.peta.de