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Python in Osnabrück ausgesetzt – PETA lobt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
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Stand November 2012
Osnabrück / Gerlingen, 1. August 2012 – Nachdem am vergangenen Freitag ein über drei Meter langer Python von Passanten in Osnabrück entdeckt wurde, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Halters führen. Die Organisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren eine Tierquälerei und womöglich einen Straftatbestand darstellt – das gilt ebenso für Misshandlung, nicht artgerechte Unterbringung und Versorgung sowie die bewusste Unterlassung notwendiger Hilfeleistung. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können oder gar wissen, woher die Schlange stammt, wenden sich bitte telefonisch unter 0152 37325400 oder per Mail an PETA oder direkt an das zuständige Polizeirevier.

„Leider werden gerade ‚Modetiere‘ wie Pythons zu Billigpreisen an Jedermann verkauft“, so Nadja Kutscher, Kampagnenleiterin bei PETA. „Viele machen sich vor dem Kauf keinerlei Gedanken über die hohen Ansprüche dieser Tiere und die damit verbundenen Kosten. Der Python ist seinem Halter wohl im wahrsten Sinne über den Kopf gewachsen. PETA weist darauf hin, dass große Würgeschlangen eine ernstzunehmende Gefahr, gerade für Kinder und Heimtiere, darstellen können. Im Jahr 2009 war eine Zweijährige in den USA von einer großen Würgeschlange getötet worden.“

PETA fordert ein Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten. Eine artgerechte Haltung von Reptilien ist in Gefangenschaft nicht möglich. Zudem ist die Haltung nicht nur extrem kostspielig, sie erfordert auch ein umfangreiches Wissen. Ein Großteil der in Deutschland gehaltenen Exoten stirbt frühzeitig, weil die Tiere nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Insbesondere im Sommer entkommen zahlreiche exotische Tiere aus ungesicherten Terrarien, darunter Schlangen, Echsen, Skorpione und Spinnen. Für einige der exotischen Tiere sind die Überlebenschancen in Freiheit in unseren Breitengraden gering, andere wiederum können heimischen Arten Konkurrenz machen. Außerdem können die exotischen Tiere auch zu einer Gefahr für Menschen werden: Wie mehrere Studien belegen, übertragen Reptilien häufig Salmonellen – etwa 90 Prozent der Tiere tragen die gefährlichen Erreger in sich. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern von exotischen Tieren stammt.

PETA macht darauf aufmerksam, dass das Aussetzen von Tieren laut §3 Tierschutzgesetz verboten ist und den Straftatbestand der Tierquälerei nach §17 Tierschutzgesetz erfüllt. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer ein Tier findet und nicht sachkundig ist, sollte es nicht anfassen und umgehend die Polizei oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
PETA.de/tierqual
PETA.de/haustiere
PETA.de/exoten
PETA.de/reptilienchronik
PETA.de/salmonellen
PETA.de/whistleblower
www.terraristika-info.de

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de