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„Rassenwahn“ bei der ANIMAL-Messe in Stuttgart

 
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PETA fordert grundsätzliches Umdenken im Umgang mit Tieren

Stand November 2012
Stuttgart / Gerlingen, 16. November 2012 – Rassenwahn? Falsch bei Menschen, falsch bei Tieren! Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. kritisiert die an diesem Wochenende in Stuttgart stattfindende Heimtiermesse ANIMAL. Im Rahmen der Messe zeigt sich die deutsche Zuchtindustrie bei der „Internationalen Rassekatzenausstellung“, die fortlaufend Nachkommen „produziert“, um angeblich perfekte Tiere zu züchten. Zugleich müssen tausende ausgesetzte oder abgegebene Katzen, Hunde & Co in deutschen Tierheimen auf ein neues Zuhause warten.

„Die Ziele der Zuchtindustrie, Katzen oder andere Tiere wegen eines bestimmten Merkmals zu züchten oder zu kaufen, müssen gestoppt werden“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Katzen sind keine Legosteine, die nach Form und Farbe beliebig zusammengebaut werden können. Die Verformungen ihrer Körper nach Maßgaben der Verbände bedeuten für die Tiere mitunter lebenslanges körperliches Leiden.“

PETA weist darauf hin, dass zahlreiche „Rassen“ unter zuchtbedingten Gesundheitsproblemen leiden. Perserkatzen etwa haben aufgrund ihrer Stupsnase häufig Atembeschwerden. Verschiedene weiße oder vorwiegend weiße Katzen leiden unter Hör- und Sehstörungen oder gar völliger Taub- und Blindheit.

„Heimtiere“ sind ein gewinnbringendes Geschäft: Nach Angaben des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) leben in deutschen Haushalten rund 31 Millionen Tiere („Zierfische“ und „Terrarientiere“ ausgenommen). Der wachsende Gesamtumsatz der Heimtierbranche in Deutschland belief sich nach Angaben des ZZF im Jahr 2010 auf 3,7 Milliarden Euro.

Die Tiere bleiben bei der Massenvermarktung auf der Strecke. Jedes Jahr werden über 300.000 Katzen, Hunde, Kaninchen und andere Tiere in deutschen Tierheimen abgegeben oder einfach ausgesetzt. Die Verweildauer von Hunden und Katzen hat sich in den vergangenen Jahren dramatisch erhöht: 25 bis 30 Prozent der Tiere bleiben ein Jahr oder länger im Tierheim.

Wer die Möglichkeit hat und bereit dazu ist, einen tierischen Begleiter bei sich aufzunehmen, sollte das örtliche Tierheim besuchen.

„Rassenwahn? Falsch bei Menschen. Falsch bei Katzen.“ © PETA

Motiv in druckfähiger Auflösung:
PETA.de/Rassenwahn

Weitere Informationen:
PETA.de/Zoohandel
PETA.de/Tierheim
PETA.de/Rassenwahn

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de