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„Rassenwahn“ in Bremen – PETA kritisiert VDH Hundeausstellung

 
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Stand August 2014
Bremen / Stuttgart, 1. August 2014 – „Rassenwahn? Falsch bei Menschen, falsch bei Hunden, falsch bei Katzen!“ – So lautet die Kritik der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. an der an diesem Wochenende in Bremen stattfindenden Internationalen und Nationalen Rassehunde-Ausstellung des VDH-Landesverband Weser-Ems (Verband für das Deutsche Hundewesen). Obgleich Tausende ausgesetzte und abgegebene Vierbeiner in deutschen Tierheimen auf ein neues Zuhause warten, produziert die Zuchtindustrie fortlaufend Nachschub, um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“, die gerade in Mode sind, zu befriedigen.

„Dem Rassenwahn, der dazu führt, dass Hunde, Katzen und andere Tiere wegen eines bestimmten Merkmals gezüchtet oder gekauft werden, muss endlich ein Ende gesetzt werden“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin bei PETA Deutschland e.V. „Hunde und Katzen sind keine Legosteine, die nach Form und Farbe beliebig zusammengebaut werden können. Die absurden Verformungen ihrer Körper nach Maßgaben der Verbände bedeuten für die Tiere mitunter lebenslanges körperliches Leiden.“

Mit alarmierenden Bildern konnte PETA wiederholt dokumentieren, wie es hinter den Kulissen der Zuchtindustrie zugeht: Hündinnen werden als „Gebärmaschinen“ ausgebeutet; viele Tiere fristen bei den Tiervermehrern ein trauriges Dasein in Einzelhaft. Doch auch Züchter, die ihre Hunde in das eigene Familienleben integrieren und gut versorgen, handeln nicht immer tierfreundlich. Zahlreiche „Rassen“ leiden unter Gesundheitsproblemen, die durch übertriebene Zuchtmerkmale bedingt sind. So kommt es zum Beispiel bei Schäferhunden häufig zu gesundheitlichen Problemen wie Hüftgelenksdysplasien. Möpse leiden aufgrund ihrer verkürzten Nase an Schluck- und Atembeschwerden und Bernhardiner, Cocker Spaniel und Bluthunde an chronischer Bindehautentzündung.

Die „Heimtierhaltung“ ist ein gewinnbringendes Geschäft: Nach Angaben des Zentralverbandes Zoologischer Fachbetriebe Deutschlands e.V. (ZZF) leben in deutschen Haushalten rund 28 Millionen „Heimtiere“ (Zierfische und Reptilien ausgenommen). Der wachsende Gesamtumsatz der Heimtierbranche in Deutschland belief sich nach Angaben des ZZF im Jahr 2011/2012 auf 3,7 Milliarden Euro.

Die Tiere jedoch bleiben bei der Massenvermarktung auf der Strecke. Jedes Jahr werden über 300.000 Tiere in deutschen Tierheimen abgegeben oder einfach ausgesetzt. Zudem hat sich die Verweildauer von Hunden und Katzen in den Auffangstationen seit 2005 dramatisch erhöht: Heute bleiben 25 bis 30 Prozent der Tiere ein Jahr oder länger im Tierheim.


Weitere Informationen:
PETA.de/Rassenwahn
PETA.de/Tierheim
PETA.de/VDH
PETA.de/Zoohandel
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de