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„Rassenwahn“ in Leipzig

 
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PETA spricht sich gegen internationale Hundeschau aus

Stand August 2010
Leipzig / Gerlingen, 16. August 2010 – Anlässlich der internationalen Rassehunde-Ausstellung des Verbands für das deutsche Hundewesen (VDH) vom 21.-22. August in Leipzig veröffentlicht die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) ein neues Plakatmotiv. Das Bild zeigt einen Rassehund, bei dem mit einem kleinen schwarzen Kamm ein Schnurbart angedeutet wird. Der Slogan dazu lautet „Rassenwahn? Falsch bei Menschen. Falsch bei Hunden.“ PETA will mit dem Motiv darauf aufmerksam machen, dass die Zuchtlobby den „perfekten Hund“ erschaffen möchte und so fortlaufend für Nachschub an Tieren sorgt, obwohl zeitgleich tausende Vierbeiner in deutschen Tierheimen sitzen und teils vergeblich auf ein neues Zuhause warten.

„Hunden ist es egal, was in ihren Papieren steht oder wer ihre Vorfahren sind“, so Kampagnenleiterin Nadja Kutscher von PETA. „Jeder Hund verdient ein schönes Leben! Nur weil manche Hunde ein bestimmtes „Schönheitsideal“ nicht erfüllen, werden diese diskriminiert.“ Jährlich landen über 80.000 Hunde in deutschen Tierheimen. Die Zucht ist schon allein aus diesem Grund – egal in welchem Umfang – verantwortungslos und überflüssig. Wie es häufig hinter den Kulissen der Zuchtindustrie aussieht, konnte PETA immer wieder aufzeigen. Über zwei grausame Fälle von Tiermissbrauch können Sie sich unter www.peta.de/biggi und www.peta.de/erfurthunde informieren. Hündinnen werden oftmals als „Zuchtmaschinen“ ausgebeutet, zudem müssen viele Hunde in der Zuchtindustrie ein trauriges Dasein in Einzelhaft verbringen. Immer wieder ist innerhalb Züchterkreise die Rede davon, wie wichtig es sei, einen „guten Züchter“ zu finden: Doch auch Züchter, die ihre Hunde in das Familienleben integrieren und gut versorgen, handeln nicht verantwortungsbewusst und dem Tierschutz entsprechend. Tausende Tiere werden Jahr für Jahr in deutschen Tierheimen abgegeben, unzählige ausgesetzt oder sogar grausam getötet. „Angesichts dieser Situation brauchen wir nicht mehr, sondern weniger Hunde“, fordert Kutscher. Hinzu kommt, dass zahlreiche „Rassen“ unter angezüchteten Gesundheitsproblemen leiden. So ist für den Schäferhund die Hüftdysplasie ein großes Problem, Dogge und Dobermann leiden oftmals unter Herzerkrankungen und Labrador und Golden Retriever erkranken häufig an Arthritis. PETA bittet jeden wahren Tierfreund, nicht nur das Äußere eines Hundes zu sehen, sondern seinen Charakter. Wer die Möglichkeit hat und bereit ist, einen tierischen Begleiter bei sich aufzunehmen, sollte das örtliche Tierheim besuchen.


Interviewkontakt: Nadja Kutscher, NadjaK@peta.de, Tel. 07156 / 17828-25
Druckfähiges Motiv: http://www.peta.de/web/home.cfml?viewfile=1&fn=85989AEB46F9&mod=get