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„Rassenwahn“ in Ludwigshafen – PETA kritisiert VDH Hundeausstellung

 
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Stand August 2014
Ludwigshafen / Stuttgart, 15. August 2014 – „Rassenwahn? Falsch bei Menschen, falsch bei Hunden!“ – So lautet die Kritik der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. an der an diesem Wochenende in Ludwigshafen stattfindenden Internationalen Rassehunde-Ausstellung des VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen). Obgleich Tausende ausgesetzte und abgegebene Vierbeiner in deutschen Tierheimen auf ein neues Zuhause warten, produziert die Zuchtindustrie fortlaufend Nachschub, um die Nachfrage nach bestimmten „Rassen“, die gerade in Mode sind, zu befriedigen. PETA betont, dass Hunde sensible Lebewesen sind, die nicht zu Prestigeobjekten degradiert werden dürfen.

„Dem Rassenwahn, der dazu führt, dass Hunde, Katzen und andere Tiere wegen eines bestimmten Merkmals gezüchtet oder gekauft werden, muss endlich ein Ende gesetzt werden“, so Peter Höffken, Fachreferent bei PETA Deutschland e.V. „Hunde sind keine Legosteine, die nach Form und Farbe beliebig zusammengebaut werden können. Die absurden Verformungen ihrer Körper nach Maßgaben der Verbände bedeuten für die Tiere mitunter lebenslanges körperliches Leiden.“

Mit alarmierenden Bildern konnte PETA wiederholt dokumentieren, wie es hinter den Kulissen der Zuchtindustrie zugeht: Hündinnen werden als „Gebärmaschinen“ ausgebeutet; viele Tiere fristen bei den Tiervermehrern ein trauriges Dasein in Einzelhaft. Doch auch Züchter, die ihre Hunde in das eigene Familienleben integrieren und gut versorgen, handeln nicht immer tierfreundlich. Zahlreiche „Rassen“ leiden unter Gesundheitsproblemen, die durch übertriebene Zuchtmerkmale bedingt sind. So kommt es zum Beispiel bei Schäferhunden häufig zu gesundheitlichen Problemen wie Hüftgelenksdysplasien. Möpse leiden aufgrund ihrer verkürzten Nase an Schluck- und Atembeschwerden und Bernhardiner, Cocker Spaniel und Bluthunde an chronischer Bindehautentzündung.
In deutschen Haushalten leben bereits knapp sieben Millionen Hunde. Züchter und Vermehrer produzieren weiterhin reichlich Nachwuchs, obwohl jedes Jahr etwa 300.000 Tiere in deutschen Tierheimen abgegeben oder einfach ausgesetzt werden. Zudem hat sich die Verweildauer von Hunden und Katzen in den Auffangstationen seit 2005 dramatisch erhöht: Heute bleiben 25 bis 30 Prozent der Tiere ein Jahr oder länger im Tierheim. PETA appelliert daher an alle Hundefreunde, die Zucht nicht zu unterstützen und stattdessen einem treuen Begleiter aus dem Tierheim ein Zuhause zu schenken.


Weitere Informationen:
PETA.de/Rassenwahn
PETA.de/Tierheim
PETA.de/VDH
PETA.de/Zoohandel
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de