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Reinfeld: Schulkinder sollen Karpfen schützen, statt kosten – PETA appelliert an Matthias-Claudius-Schule, Karpfentag tier- und kinderfreundlich zu gestalten

 
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Stand Oktober 2016

Reinfeld / Stuttgart, 7. Oktober 2016 – Falsche Werte: Am kommenden Dienstag findet an der Matthias-Claudius-Grundschule erstmals ein gemeinsam mit Stadt, Gastronomen und Landfrauen veranstalteter Karpfentag statt. Hierbei sollen die Kinder unter anderem auf verschiedene Weise zubereitete Karpfen essen und so „auf den Geschmack gebracht“ werden. Die Tierrechtsorganisation PETA kritisiert die Veranstaltung und fordert die Schulleitung nun in einem Brief dazu auf, die Verkostung vom Programm zu streichen. Stattdessen sollte den Schülern im Rahmen einer tier- und kinderfreundlichen Feier beigebracht werden, wie man Karpfen schützen kann. Auf diese Weise würde ihnen Mitgefühl gegenüber allen Lebewesen vorgelebt und ihre Empathiefähigkeit – auch im Umgang mit Mitschülern und Freunden – gefördert.

 

„Die meisten Kinder empfinden Sympathie und Mitgefühl für Fische. Erwachsene, insbesondere Lehrer, sollten diese Empathie fördern, statt sie systematisch zu unterdrücken“, so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. „Kein Kind möchte, dass ein Karpfen getötet und gegessen wird, wenn es verstanden hat, dass Fische empfindsame Individuen mit eigenen Persönlichkeiten sind, die – genau wie Hunde und Katzen – Freude, Angst und Schmerz spüren und denen ihr eigenes Leben wichtig ist."

 

Karpfen sind neugierige, freundliche und schlaue Wirbeltiere, die Freundschaften schließen, ihre Jungen beschützen und komplexe soziale Beziehungen eingehen. Untersuchungen haben gezeigt, dass viele Karpfen, die einmal am Angelhaken hingen, diese anschließend für viele Monate als Gefahr erkennen und meiden [1]. Neben internationalen wissenschaftlichen Studien, z. B. von den Biologinnen Dr. Lynne Sneddon [2] und Professor Victoria Braithwaite [3], die zeigten, dass Fische Schmerzen spüren, kommt auch das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, in seiner Stellungnahme für die Bundesregierung zu dem Schluss, dass „Fische zur Schmerzwahrnehmung fähig sind und entsprechend als sensible Lebewesen behandelt und geschützt werden sollten.“ [4]

 

PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, für die menschliche Ernährung ausgebeutet zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder in Fischernetzen. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.

Quellen:

[1] Balcombe, J. (2016): What a Fish Knows: The Inner Lives of Our Underwater Cousins.

[2] Sneddon et al. (2003): http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/270/1520/1115.

[3] Braithwaite, V. A. & Droege, P. (2016): Why human pain can’t tell us whether fish feel pain. Animal Sentience. 2016.009.

[4] Stellungnahme des FLI zu den Veröffentlichung von Rose et al. (2012) sowie Arlinghaus und Cyrus (2013) (Berichterstatter: Dr. Michael Marahrens, Dr. Inga Schwarzlose), 2013.

 

Weitere Informationen:

PETA.de/Themen/Fische

 

Kontakt:

Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de