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Reptilien auf Achse: PETA veröffentlicht Ausbruchs-Chronik 2013

 
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Stand Januar 2014
Gerlingen, 10. Januar 2014 – Ausbruchs-Chronik 2013: 26 Pythons, 7 Boas, 18 Schildkröten, 39 Nattern und 6 Leguane – dies ist nur ein Auszug, der insgesamt 108 im Freien aufgefundenen und gemeldeten Reptilien des vergangenen Jahres. Insbesondere in den Sommermonaten werden immer wieder exotische Tiere, teils auch giftige, entdeckt oder von Haltern als vermisst gemeldet. Ursächlich dafür ist einerseits die vermehrte Aktivität der wechselwarmen Tiere in der heißen Jahreszeit, andererseits werden im Sommer verstärkt Tiere ausgesetzt. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. hat einschlägige Fälle des Jahres 2013 in einer Chronik zusammengefasst – die Dunkelziffer ist dabei wesentlich höher – und fordert gleichzeitig ein Haltungsverbot von Wildtieren wie Reptilien und Amphibien in Privathaushalten.

„Ob ausgebrochen oder ausgesetzt, die Chronik ist ein Protokoll verantwortungsloser Tierhaltung“, so Ines Hofer, Zoologin bei PETA. „Viele Menschen sind mit den hochkomplexen Lebewesen überfordert, Wildtiere gehören nicht in Gefangenschaft.“

Obwohl die Pflege von Reptilien aufwendig und äußerst kostenintensiv ist, werden selbst giftige Tiere häufig kostengünstig und unter tierschutzwidrigen Umständen von nicht sachkundigen Impulskäufern angeschafft. Im Sommer werden verstärkt Reptilien ausgesetzt, da viele Halter davon ausgehen, dass die Tiere bei den Temperaturen auch langfristig in Deutschland überleben können – dies trifft jedoch nur auf wenige Arten zu. Und gerade diese stellen wiederum eine Gefahr für die heimische Natur dar.

Das Aussetzen von Tieren ist nach § 3 des Tierschutzgesetzes verboten. Wer ein exotisches Tier findet und nicht sachkundig ist, sollte es auf keinen Fall anfassen und umgehend die Polizei oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren. Die Zahl der Reptilien in Tierheimen wächst stetig, und auch Aufnahmestationen sind immer häufiger überfüllt. Daher sollten Tierfreunde, die sich vorab intensiv mit den Bedürfnissen der jeweiligen Tierart auseinandergesetzt haben und trotzdem ein Reptil halten möchten, einem Tier aus dem Tierheim oder einer Auffangstation eine Chance geben, anstatt bei Händlern oder auf Messen zu kaufen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Reptilienchronik
PETA.de/Exotenboersen
PETA.de/Reptilien

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de