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Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus - Ausführliche Chronik

Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus ist der größte Zirkus in den USA. Er konnte noch nicht einmal die staatlichen US-Mindeststandards für die Haltung und Pflege von Tieren im Zirkus, die im amerikanischen Tierschutzgesetz (AWA) festgelegt sind, erfüllen. Im November 2011 wurde bekannt, dass die Muttergesellschaft von Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus eine Rekordstrafe von 270.000 US-Dollar wegen etlicher mutmaßlicher Verstöße gegen das US-amerikanische Tierschutzgesetz zahlen muss.

Ringling musste außerdem bereits 20.000 US-Dollar an das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) zahlen, da der Zirkus einem sterbenden Babyelefanten keine tierärztliche Versorgung zukommen ließ. Die USDA lud Ringling außerdem vor, da das Unternehmen keine tierärztlichen Aufzeichnungen vorlegen konnte, Tieren nicht genügend Platz und Bewegung zugestanden wurde und vom Aussterben bedrohte Tiger beinahe in einem Transportwagen bei lebendigem Leib gegrillt worden wären, da der Käfig nicht ausreichend ausgestattet war.

2009 hatte PETA Deutschland eine geplante Deutschland-Tournee des Ringling-Zirkus verhindert.

Zahlreiche weitere Verstöße gegen das amerikanische Tierschutzgesetz, Todesfälle und Ausbrüche von Tieren sowie kriminelle Delikte von Zirkusmitarbeitern sind nachfolgend aufgelistet.

Weitere aktuelle Informationen erhalten Sie auf www.ringlingbeatsanimals.com

 

Todesfälle

20. Juni 2011: Siam – ein 60-jähriges asiatisches Elefantenweibchen, das 1954 in der Wildnis gefangen und als Jungtier an den Zirkus verschifft wurde, wird euthanasiert.

26. April 2011: Ringling euthanasiert Lutzi, eine 61-jährige asiatische Elefantendame, die 56 Jahre ihres Lebens im Zirkus verbrachte. Während einer Verhandlung im Jahr 2009, bei der Ringling auf Vorwürfe reagiert, dass der Umgang mit den Elefanten im Zirkus das Bundesgesetz zu bedrohten Arten verletze, räumt der Geschäftsführer des Ringling Zentrum für Elefantenschutz unter Eid ein, dass Lutzi und andere Elefanten mit zwei angeketteten Beinen für 16 Stunden am Tag auf einem Betonfußboden stehen mussten.

19. März 2010: Das Zebra Lima, das aus dem Zirkus ausgebrach und für mehr als 40 Minuten durch Atlanta lief, wird wegen der Verletzungen, die es sich auf der Flucht zuzog, euthanasiert.

8. Januar 2010: Ringling euthanasiert Josky, ein 43-jähriges asiatisches Elefantenweibchen, das 1967 in freier Natur gefangen wurde.

18. Juli 2008: Kalkutta – ein 62-jähriger asiatischer Elefant, der wild in Indien gefangen und als Jungtier an US-Zirkusse verkauft wurde, wird vom Zirkus euthanasiert.

11. September 2006: Ein im Bestand (i.B.) gefährdeter asiatischer Elefant stirbt aus ungeklärten Gründen. Der Zirkus gibt den Todesfall nicht bekannt.

12. September 2005: PETA bestätigt den Tod eines Jungelefanten, der wahrscheinlich ein paar Monate alt war und Bertha hieß. Der Zirkus gibt weder Geburt noch Tod bekannt.

31. August 2005: Der i.B. gefährdete asiatische Elefant Gildah stirbt. Gildah wurde in der Wildnis gefangen und bei Siegfried & Roys Casino-Auftritten genutzt. Im Hotel und Casino Mirage in Las Vegas wird sie allein gehalten. Feld Entertainment weigerte sich, auf Anraten der USDA eine Obuduktion bei Gildah durchführen zu lassen.

9. Oktober 2004: Eine 44-jährige i.B. gefährdete asiatische Elefantendame namens Roma wird wegen Arthrose euthanasiert. Der Zirkus gibt den Tod nicht bekannt. Eine Autopsie zeigt, dass Roma Tuberkulose hatte.

5. August 2004: Ein acht Monate alter Elefant namens Riccardo wird getötet, nachdem er schwerwiegende und irreparable Brüche an beiden Hinterbeinen erlitt, als er von einem Zirkuspodest fiel. Riccardo war bei seiner Geburt im Dezember 2003 zu klein und ist der Sohn von Shirley, einem Ringling Elefant. Anstatt zu warten, bis Shirley 18 Jahre alt und somit physisch und emotional in der Lage ist, Junge aufzuziehen, züchtet Ringling mit ihr, als Shirley erst 7 Jahre alt ist (siehe „Tierpflege“, 5. Dezember 2003). Es ist möglich, dass Riccardo eine Knochenstörung, verursacht durch schlechte Ernährung hatte, da seine Mutter nicht in der Lage war, ihn zu stillen.

13. Juli 2004: Einer eidesstattlichen Erklärung des früheren Ringling Löwentrainers Frank Hagan zufolge, starb der zweijährige Löwe Clyde durch extreme Hitze während der Fahrt durch die Mojave Wüste in einem schlecht belüfteten Transportfahrtzeug. Mitarbeiter sahen nicht nach ihm und gaben ihm kein Wasser. Scheinbar starb das Tier an einem Herzschlag oder an Dehydrierung.

1. Juli 2004: Ein i.B. gefährdeter asiatischer Elefant stirbt an einem Aortenaneurysma. Der Zirkus gibt den Tod nicht bekannt.

11. Mai 2004: Zwei Ringling Pferde werden von einem Frachtzug angefahren, als sie in der Nähe von Dayton, Ohio, von den Zirkuswägen abgeladen werden. Ein Pferd stirbt sofort, das andere wird noch vor Ort euthanasiert.

24. Januar 2003: Ein i.B. gefährdeter asiatischer Elefant wird wegen Arthrose euthanasiert. Der Zirkus gibt seinen Tod nicht bekannt.

22. Dezember 2002: Ein 57-jähriger i.B. gefährdeter asiatischer Elefant namens King Tusk wird wegen Arthrose euthanasiert. Durch die Gefangenschaft verursachte Fußprobleme und Arthrose sind die Hauptgründe, wenn Elefanten in Gefangenschaft euthanasiert werden.

1. Juni 2001: Ein 7 Jahre alter, i.B. gefährdeter bengalischer Tiger mit dem Namen Jasmine wird wegen einer chronischen Nierenkrankheit euthanasiert. Der Zirkus gibt den Tod nicht bekannt.

25. Mai 2001: Ein 34-jähriger i.B. gefährdeter asiatischer Elefant namens Birka, der in Ringlings Zuchtstation “lagert”, wird wegen Neolapsien im Unterleib euthanasiert. Der Zirkus gibt den Tod nicht bekannt.

30. April 2001: Ein i.B. gefährdeter asiatischer Elefant wird wegen Arthrose euthanasiert. Durch die Gefangenschaft verursachte Fußprobleme und Arthrose sind die Hauptgründe, wenn Elefanten in Gefangenschaft euthanasiert werden. Der Zirkus hat den Tod nicht bekannt gegeben.

12. April 2001: Ein i.B. gefährdeter asiatischer Elefant wird wegen chronischer Arthrose euthanasiert. Der Zirkus gibt seinen Tod nicht bekannt.

7. März 2001: Ein bengalischer Tiger wird wegen Tumoren in Gehörgang und Nebenhöhlen euthanasiert. Der Zirkus gibt den Tod nicht bekannt.

5. August 2000: Ein i.B. gefährdeter asiatischer Elefant wird wegen degenerativer Arthrose euthanasiert. Durch die Gefangenschaft verursachte Fußprobleme und Arthrose sind die Hauptgründe, wenn Elefanten in Gefangenschaft euthanasiert werden. Der Zirkus hat den Tod nicht bekannt gegeben.

1. August 2000: Ein bengalischer Tiger wird wegen degenerativer Arthrose euthanasiert. Der Zirkus gibt den Tod nicht bekannt.

28. Oktober 1999: Ein 52-jähriger i.B. gefährdeter asiatischer Elefant namens Teetchie wird euthanasiert, weil mehrere Gelenke von Arthrose befallen sind und eine M. Tuberkulose Infektion der Lunge vorliegt. Durch die Gefangenschaft verursachte Fußprobleme und Arthrose sind die Hauptgründe, wenn Elefanten in Gefangenschaft euthanasiert werden. Der Zirkus hat den Tod nicht bekannt gegeben.

26. Juli 1999: Benjamin, ein vier Jahre alter Babyelefant, den man seiner Mutter weggenommen hatte, noch bevor sie ihm beibringen konnte, wie man schwimmt, ertrinkt, als er während der Durchreise des Zirkus durch Texas in einen Teich geht. Benjamin ertrank, weil er versuchte, dem Trainer zu entkommen, der ihn mit einem Elefantenhaken stach. Dem Asian Elephant Studbook zufolge, das von der American Zoological and Aquarium Association herausgegeben wird, wurde Benjamin bereits mit einem Jahr von seiner Mutter getrennt.

22. Februar 1999: Ein Pferd kollabiert und stirbt während Ringlings Tiermarsch zum Scope Convention Center in Norfolk, Virginia. Ein PETA Mitarbeiter konnte den Kampf des kollabierenden Pferdes auf Video aufnehmen, obwohl Ringling Angestellte versuchten, die Aufnahmen zu verhindern. Obwohl Ringling angibt, dass den Tieren 24 Stunden am Tag ein Tierarzt zur Verfügung steht, hatte kein Tierarzt Dienst, als das Pferd dringend medizinische Hilfe gebraucht hätte. Der Autopsie zufolge wusste Ringling über den schlechten Zustand des Tieres bescheid und nahm trotzdem mit zu dem Umzug.

3. September 1998: Dem Asian Elephant Studbook der American Zoological and Aquarium Association zufFolge, stirbt ein 40-jähriger Elefant namens Dolly. Ringling gibt den Tod nicht bekannt.

31. August 1998: Ein 12 Jahre alter wild gefangener Seelöwe namens Gypsy wird tot in seinem Transportbehälter in Moline, Illinois, aufgefunden. In freier Wildbahn können Seelöwen bis zu 20 Jahre alt werden.

24. Januar 1998: Ein 3-jähriger Babyelefant namens Kenny wird gezwungen, in zwei Shows aufzutreten, als der Zirkus in Jacksonville, Florida, gastiert, obwohl er klare Krankheitsanzeichen aufweist. Dem Tierpflegebuch des Zirkus zufolge, hat Kenny „nichts gegessen und getrunken“ und „blutete aus dem Rektum… hatte Probleme zu stehen, war wackelig auf den Beinen, ging sehr langsam“ und „eine beträchtliche Menge Blut kam aus seinem Rektum“. Die Aufzeichnung von 23:30 lautet: „Der Elefant war tot.“

7. Januar 1998: Ringling Trainer Graham Chipperfield schießt fünfmal auf den bengalischen Tiger Arnie, während dieser in seinem Käfig eingesperrt ist. Er tötet ihn aus Rache nach einem Angriff von Arnie auf Grahams Bruder Richard während Fotoaufnahmen.

22. Mai 1996: Ein Elefant namens Seetna wird wegen Dystokie (erschwerter Geburtenvorgang) euthanasiert. Dem Asian Elephant Studbook zufolge, das von der American Zoological and Aquarium Association herausgegeben wird, war Seetna zum Zeitpunkt ihres Todes 30 Jahre alt. Bei Elefanten bedeutet Dystokie häufig, dass der Fötus tot ist und im Uterus verwest. Der Zirkus hat den Tod nicht bekannt gegeben.

1995: Dem Asian Elephant Studbook zufolge, das von der American Zoological and Aquarium Association herausgegeben wird, sind folgende Ringling Elefanten gestorben: Cita (53 Jahre alt), Ranni (53), Rhani (45) und Karnaudi (34). Der Zirkus gab diese Todesfälle nicht bekannt.

8. August 1994: Dem Asian Elephant Studbook zufolge, das von der American Zoological and Aquarium Association herausgegeben wird, stirbt eine 41-jährige Elefantenkuh namens Jenny. Ringling gibt diesen Todesfall nicht bekannt.

1992: Dem Asian Elephant Studbook zufolge, das von der American Zoological and Aquarium Association herausgegeben wird, starben folgende Ringling Elefanten: Petely (26 Jahre alt), Nelly (50) und Mia (50).

 

Verstöße gegen regionale und nationale Tierschutzgesetze

10. Juni 2011: Ringling wird von der USDA zum wiederholten Mal vorgeladen, weil keine adäquate tierärztliche Versorgung der Elefantendame Sarah sichergestellt wurde. Zirkustierärzte berichteten, Sarah könnte unter abgestorbenen Tumoren in den Fortpflanzungsorganen oder der Krankheit Pyometra leiden, einer bakteriellen Infektion, bei der sich die Gebärmutter mit Eiter füllt. Sarah hatte Berichten zufolge eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen, was auf eine Infektion hindeutet, und Ringling räumte ein, dass sie eine chronische Fistel (eine abnormale Verbindung) zwischen ihrem Rektum und ihrer Vagina hatte. Der Kontrolleur stellte Diskrepanzen zwischen Sarahs medizinischen Akten, den Aussagen des Zirkustierarztes und der Behandlung fest, die Sarah von den Pflegern bekam. Darüber hinaus wird Ringling, ebenfalls zum wiederholten Mal, vorgeladen, weil die Hauptgehege für den Transport nicht so gewartet wurden, dass Verletzungen der Tiere verhindert werden konnten.

18. November 2010: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil keine adäquate tierärztliche Versorgung für einen jungen Elefanten bereitgestellt wurde, der chronisch lahmte. Der Kontrolleur schrieb, dass „der Lizenznehmer weder eine angemessene Diagnostik durchgeführt noch einen angemessenen Behandlungsplan entwickelt oder sichergestellt hat, damit der Elefant die verschriebene Behandlung bekommen würde.“ Die USDA lädt Ringling ebenfalls vor, weil die Hauptgehege für den Transport nicht so gewartet wurde, dass Verletzungen der Tiere verhindert werden konnten und weil die Untersuchung über eine Stunde lang behindert wurde, da man dem USDA-Personal den Zutritt zu den Bereichen verweigerte, wo die Tiere inspiziert werden konnten.

4. November 2010: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil keine angemessene tierärztliche Versorgung aufrechterhalten wurde. Verfallene Medikamente wurden weiterhin vorrätig gehalten und für andere Arzneimittel war kein Verfallsdatum angegeben.

17. August 2010: Die USDA lädt Ringling vor, weil Futtermittel nicht auf eine Weise gelagert wurden, die vor Verderb oder Kontamination schützte, nachdem man herausgefunden hatte, dass beschädigte Isolierungspanele aus Fiberglas in der Heuscheune des Trainingszentrums in Polk City, Florida „in Richtung des darunter liegenden Heus herabhingen“. Der Bericht fuhr fort: „Das Heu könnte mit Fiberglas kontaminiert werden und das Wohlbefinden der Tiere gefährden.“

19. Februar 2010: Die USDA lädt Ringling vor, weil ein Elefant nicht unter der direkten Kontrolle eines Pflegers gehalten wurde. Der Vorfall ereignete sich, während das Tier für eine Pre-Show in Greenville, South Carolina, in die Manege geführt wurde. In der Vorladung der USDA wird geschrieben: „Diese Zuwiderhandlung stellt für das Tier, die Pfleger und das Publikum ein Sicherheitsrisiko dar“ (siehe auch „Gefahren“, 7. Februar 2010). Ringling wird ebenfalls vorgeladen, weil kein geeigneter äußerer Begrenzungszaun für die Huftiere vorhanden war, nachdem ein Zebra am 18. Februar 2010 in Atlanta, Georgia „vor einem Pfleger geflohen“ war (siehe: „Todesfälle“, 19. März 2010, und „Gefahren“, 19. Februar 2010).

28. Juli 2009: Die USDA veröffentlicht ein Statement hinsichtlich PETAs Anschuldigungen, Angestellte von Ringling hätten während einer mehrmonatigen verdeckten Vermittlung Elefanten und Tiger missbraucht. Die Behörde sagt aus, „die Inspektionsbehörde für die Gesundheit von Tieren und Pflanzen der USDA hat eine gründliche Ermittlung zu den Vorwürfen eingeleitet.“

12. März 2009: Die USDA lädt Ringling wegen Versäumnis der Instandhaltung des Hauptgeheges der Elefanten und Großkatzen in der Einrichtung des Zirkus in Williston, Florida, vor. Die Einrichtungen befanden sich Aussagen zufolge nicht in einem Zustand, der Unfälle verhindern könnte. Außerdem wird Ringling vorgeladen, weil sich in einem Futterraum Rattenausscheidungen befanden und weil ein Einfassungszaun hinter einem Tigergehege nicht ordnungsgemäß instandgehalten wurde.

11. März 2009: Die USDA lädt Ringling vor, weil ein beschädigter Zaun des Elefantengeheges im Zuchtzentrum des Zirkus nicht repariert wurde. Der Inspekteur schrieb hierzu, der Zaun hätte „Fußspuren kleiner Säugetiere und Pfade an Stellen aufgewiesen, wo das Loch so groß war, dass ein Mensch hätte unter dem Zaun durchkriechen können.“

10. April 2008: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil mit zwei Zebras des Zirkus‘ nicht auf eine Art und Weise umgegangen wurde, die potentielle körperliche oder geistige Schäden verhindern würde. Dies geschah nachdem die Tiere bei einem Auftritt in Baltimore, Maryland, entkommen waren.

9. April 2008: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil die Transportkäfige der Tiger nicht ausreichend in Stand gehalten waren, die Transportfahrzeuge für Tiger nicht gesäubert und repariert wurden, Futter und Einstreu falsch eingelagert war, die Zubereitungsstelle für das Futter unsauber war und nicht hygienische Fütterungspraktiken angewandt wurden.

20. Februar 2008: Die USDA lädt Ringling vor, weil zwei Tiger nicht angemessen eingezäunt waren (was bei potentiell gefährlichen Tieren erforderlich ist).

11. Januar 2008: Die USDA lädt Ringling wegen einer tierschutzwidrigen Unterbringung von 6 Dackeln vor und führte auf, dass die Hunde in der damaligen Unterbringung nicht sicher und geschützt vor anderen Tieren waren.

11. Dezember 2007: Die USDA lädt Ringling wegen fehlender Aufzeichnungen zur Beschaffung und Veräußerung von Tigern vor.

19. September 2006: Ringling wird von der USDA wegen eines fehlenden Sicherheitszaunes von 8 Fuß für gefährliche Tiere vorgeladen, den es auf Ringlings Grundstück in Williston hätte geben müssen. Eine ähnliche Vorladung erfolgte auf dem gleichen Gelände im Jahr 2003.

11. Juli 2006: Die USDA lädt Ringling während der unsachgemäßen Handhabung gefährlicher Tiere vor, da es das Unternehmen versäumte, Sicherheit zu gewähren, wenn der Zug mit den Tieren auf den Schienen hielt. Der Inspekteur schrieb hierzu: „Drei APHIS Angestellte… konnten ungehindert auf die offenen Türen der Elefantenwägen zugehen“; er betonte, dass „unter diesen Umständen auch eine andere Person hätte in die Wägen laufen, sich den Tieren nähern und so die eigene Sicherheit gefährden hätte können oder auf der anderen Seite Dinge in den Wagen bringen können, die das Wohlbefinden der Tiere gefährden würden.“

24. Mai 2006: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil einem Elefanten namens Jewel keine adäquate tierärztliche Versorgung entgegengebracht wurde. Der Elefant hatte einen abnormalen Gang und ein steifes Vorderbein. Der Inspekteur fand heraus, dass Jewels steifer Gang nicht nach einigen Minuten verschwand, wie es Ringlings Tierarzt ausgedrückt hatte.

18. Mai 2006: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil abgelaufene Medikamente nicht entsorgt wurden.

3. Mai 2006: Eine Vorladung der USDA erfolgt für Ringling, weil einem Elefanten mit geschwollenen Hinterbein keine tierärztliche Hilfe zukommt und keine medizinischen Aufzeichnungen geführt werden. Ringling führte die verschriebenen Medikamente nicht mit sich und Mitarbeiter wussten nicht, dass dieses Medikament verabreicht werden musste.

31. März 2006: Die USDA lädt Ringling wegen des Versagens, das Zebra-Gehege ordentlich in Stand zu halten vor.

15. Februar 2006: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil einem Kamel mit zwei blutenden Wunden keine tierärztliche Versorgung zukommt.

6. &17. Januar 2006: Die USDA lädt Ringling vor, weil zwei Elefanten Traumata, Verhaltensdruck, physischer Schmerz und unnötige Belastung zugefügt wurde. Die Elefanten, Rudy und Angelica, trugen Schnitte und Schrammen von Sitzen in der Arena davon, als sie ein bellender Hund beim Auftritt in Puerto Rico erschreckte. Ringling wurde ebenfalls vorgeladen, weil keine Sicherheitsbeschränkung zwischen den Elefanten und der Öffentlichkeit aufgebaut war.

5. Oktober 2005: Die USDA lädt Ringling vor, weil keine medizinischen Aufzeichnungen “für alle Elefanten und insbesondere Gunther“ vorlagen. Für Gunther, der seit mindestens 5 Monaten an einer Wunde litt, gab es keinen Behandlungsplan.

7. September 2005: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil abgelaufene Tuberkulose Medikamente nicht entsorgt wurden. Der Inspekteur deutet an, dass Ringling einen Elefanten namens Siam von dem Standort in Williston in die Zuchteinrichtung überstellte. Die mit Tuberkulose infizierten Elefanten von Ringling werden in Williston gehalten. Siam wurde 1999 positiv auf Tuberkulose getestet (siehe „Elefantentuberkulose“, 16. April 2001).

6. September 2005: Die USDA lädt Ringling vor, weil einem Elefanten namens Doc in einem offenen Gehege in der Zuchtstation von Ringling in Polk City, Florida, kein Schatten oder ein Unterschlupf zur Verfügung stand.

6. January 2005: Ein USDA Inspekteur vermerkt in einem Inspektionsbericht, dass die Elefanten Gunther und Angelica (7 Jahre alt) Nagelverletzungen haben. Durch die Gefangenschaft verursachte Fußprobleme und Arthrose sind die Hauptgründe, wenn Elefanten in Gefangenschaft euthanasiert werden.

13. Juli 2004: Die USDA leitet eine offizielle Ermittlung zum Tod eines zweijährigen Löwens namens Clyde ein. Einem früheren Ringling Angestellten zufolge, starb Clyde, nachdem er in einer schlecht belüfteten Transportbox bei extremer Hitze durch die Mojave Wüste transportiert worden war.

20. Februar 2003: Die USDA lädt Ringling wegen eines fehlenden Sicherheitszaunes für gefährliche Tiere auf dem Gelände in Williston vor.

16. Dezember 2002: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil der Zirkus Alpakas und Ziegen auf einem Gelände mit angesammeltem Schutt, einschließlich Holz mit spitzen herausragenden Nägeln, hält.

5. Dezember 2002: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil ein ausreichender Sicherheitszaun für gefährliche Tiere im Winterquartier fehlt.

7. November 2002: Die USDA lädt Ringling vor, weil vier Elefanten nicht auf Tuberkulose getestet wurden und Futter nicht auf eine Art und Weise eingelagert war, die vor Verschmutzung schützt.

21. Februar 2002: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil abgelaufene Medikamente nicht entsorgt wurden, die Fütterung nicht angemessen war und schlechte Hygienebedingungen vorherrschten.

25. August 2001: Kalifornische Tierschutzbeamte werfen Mark Oliver Gebel, dem Sohn von Tiertrainer Gunther Gebel-Williams, Tierquälerei vor, da er einen gefährdeten asiatischen Elefanten mit einem spitzen metallenen Elefantenhaken geschlagen und verwundet hatte. Gebel misshandelte den Elefanten (Asia) scheinbar, als dieser vor Eintreten in die Arena im Compaq Center in San Jose, Kalifornien, zögerte.

24. August 2001: Ringling erhält von der Stadt San Jose in Kalifornien eine 200,00 Dollar Geldstrafe, weil ein Yak frei herum lief und zum öffentlichen Ärgernis wurde.

20. August 2001: Die USDA lädt Ringling vor, weil Inspekteuren in der Station für gealterte und pensionierte Tiere kein Zugang zu Tieren, Aufzeichnungen und dem Gelände gewährt wurde.

3. Mai 2001: Die USDA lädt Ringling während unsachgemäßer Futtereinlagerung vor.

20. Februar 2001: Die USDA lädt Ringling während unsachgemäßer Futtereinlagerung vor.

7. September 2000: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil keine angemessene tierärztliche Hilfe gestellt wurde. Der Inspekteur schrieb: „Es gibt keine geführten Dokumente zu Elefanten mit leichteren Verletzungen, Narben oder Abschürfungen… Zu dem Kamel gab es keine medizinischen Aufzeichnungen, obwohl es sich kurz zuvor beide Hinterfüße in Eisenbahnschienen eingeklemmt hatte.“ Außerdem wurde Ringling vorgeladen, weil das Tierfutter in der Nähe von toxischen Substanzen gelagert wurde und keine Transportgehege mitgeführt wurden, die ordentlich gesäubert und desinfiziert werden konnten.

12. Juli 2000: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil keine ausreichende Pflege während der Überstellung gewährleistet war, den Tieren kein Trinkwasser zur Verfügung stand und die Transportgehege nicht in Stand gehalten wurden. Der Inspekteur schrieb: „Mindestens alle 4 Stunden müssen die Tiere persönlich überprüft werden… Das Transportbehältniss der Tiger ist unzugänglich, wenn der Zug in Bewegung ist… Es ist nicht klar, ob die Möglichkeit besteht,, den Tigern alle 12 Stunden Wasser zu verabreichen… Die Transportmöglichkeit der Tiger lässt extrem hohe Temperaturen zu beim normalen Transport. … Ein Ausfall des Belüftungssystems brachte die Temperaturen auf einen Anstieg, der eine unmittelbare Gefahr für die Tiere bedeutete.“
5. Juli 2000: Die USDA lädt Ringling vor, weil keine angemessene Struktur der Tigergehege eingehalten wird. Zwei Tiger wurden verletzt, als sie versuchten, aus Käfigen zu entkommen, in denen die Temperaturen extrem angestiegen waren, nachdem die kaputten Ventilatorenklappen zugefallen waren. Ein Tiger riss die Führung aus der Tür und brach sich einen Zahn ab. Ein Tiger in einem anderen Gehege erlitt eine Verletzung über dem Auge, verursacht durch das gleiche Belüftungsproblem.

16. Juni 2000: Jim Rogers, Sprecher der USDA, teilt dem Austin American-Statesman mit, dass die Behörde zwei Ermittlungen gegen Ringling Bros. wegen möglicher Verstöße gegen das Tierschutzgesetz führt.

22. Februar 2000: Ringling wird vorgeladen, weil ein Transportkäfig der Tiger ein Loch im Boden hat. Die USDA lud Ringling außerdem vor, weil den Hunden nicht das Minimum an Platz zur Verfügung stand und Hunde und Katzen keine USDA Erkennungsmarken hatten.

9. November 1999: Die USDA lädt Ringling vor (zum zweiten Mal), weil Tigerkäfige nicht repariert wurden. Der Inspekteur notierte sich einen Elefanten mit chronischer Arthritis, der dauerhaft auf Beton untergebracht war, anstatt auf einer bequemeren Oberfläche für große Huftiere, wie Gummi, stehen zu dürfen. Ein weiblicher Elefant namens Teetchie, der schon früher sehr dünn war und am 11. September 1999 positiv auf Tuberkulose getestet wurde, wird am 28. Oktober 1999 euthanasiert.

23. August 1999: Einer Inspektion der South Bay Animal Control Services, hatten 7 Elefanten von Ringling zahlreiche Schnittwunden. Ein Zooveterinär, der Bilder dieser und anderer Verletzungen sah, schrieb: „Die Mehrheit der Wunden, die auf diesen Bildern zu sehen sind, sind frisch, wässernde Einstichwunden, verursacht durch einen Ankus oder einen Haken.“

27. Mai 1999: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil Tigerkäfige und Schlossmechanismen nicht repariert wurden. Außerdem wurden Medikamente nicht entsorgt, die teilweise schon im Februar 1996 abgelaufen waren.

11. Mai 1999: In einem Brief an Ringling Bros. schreibt der stellvertretende Leiter der USDA, Ron DeHaven: „Wir haben unsere Begutachtung der Wunden an den beiden jungen Elefanten Doc und Angelica während unserer Inspektion des Center for Elephant Conservation in Polk City, Florida, am 9. Februar 1999 abgeschlossen. … Wir fanden heraus, dass der Umgang mit diesen Elefanten nicht dem Tierschutzgesetz entspricht… Wir sind der Ansicht, dass es genügend Beweise gibt, die bestätigen, dass der Umgang mit diesen Tieren unnötige Verletzungen, Stress, physischen Schaden und Unwohlsein auslöst.“

9. Februar 1999: Ein Bericht der USDA erwähnt Wunden an den Beinen der Babyelefanten, die von der Trennung von der Mutter herrühren. Darin ist zu lesen: „Sowohl Doc als auch Angelica (die Jungtiere) hatten große sichtbare Wunden an den Hinterbeinen. Als wir nach dem Grund dieser Verletzungen fragten, wurde uns durch Herrn Jim Williams und Herrn Gary Jacobson mitgeteilt, dass „die Narben durch Brandwunden von Seilen herrührten, die entstanden, als die Tiere am 6. Januar 1999 von den Müttern getrennt wurden.“ Angelica hatte eine rosa, gerade 15cm lange und 2,5cm breite Narbe am rechten Hinterbein. Das linke Hinterbein wies ebenfalls eine Narbe direkt unter der Beinfixierung auf. Scheinbar wurden beide Wunden mit einer Jodsalbe behandelt. Angelica hatte ebenfalls 2 heilende Narben auf der Rückseite des rechten Hinterbeines. Doc hatte eine rosa Narbe in der Mitte des rechten Hinterbeins.“ (Beide Jungtiere waren gerade erst 2 Jahre alt, als sie ihren Müttern weggenommen wurden. In freier Wildbahn bleiben weibliche Elefanten ihr Leben lang bei ihren Müttern und männliche Tiere bis zu 15 Jahre). Es konnten keine Tuberkulosetests für einen Elefanten eingesehen werden. Ein anderer Elefant mit Tuberkulose wurde nicht behandelt.

9. Dezember 1998: Ein Inspekteur der USDA notiert in einem Inspektionsbericht, dass ein Elefant mit bestätigter Tuberkulose eingeschläfert wurde. Er schreibt außerdem, dass drei weiteren Elefanten kein Schatten zur Verfügung stand und dass ein Elefant namens Congo zeitweise lahmte und scheinbar Hyperkeratose (eine Hautkrankheit) hatte.

7. Oktober 1998: Eine USDA Insepektion findet bei Ringling drei lahmende Elefanten und einen Elefanten mit Wunden an der Stirn.

1. Oktober 1998: Die USDA lädt Ringling wegen eines kaputten Transportgeheges für Nilpferde vor.

11. September 1998: Ein USDA Inspekteur schreibt in einem Inspektionsbericht, dass drei Elefanten (Lechamee, 32; Sofie, 28; Mini, 42) schon seit mindestens 12 Jahren unter Arthritis leiden.

28. August 1998: Ringling wird von der USDA wegen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz angeklagt; Kenny, ein gefährdeter asiatischer Babyelefant starb, weil er gezwungen wurde, in Jacksonville, Florida, aufzutreten, obwohl er krank war. Die USDA beschuldigte den Zirkus, da Kenny nicht tierärztlich versorgt wurde und Ringling zahlte $20.000, um den Fall außergerichtlich zu beenden.

9. Juni 1998: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil keine tierärztlichen Aufzeichnungen für einen Elefanten namens Seetna geführt wurden. Seetna wurde wegen langfristiger Dystokie (erschwerter Geburtenvorgang) euthanasiert.

26. März 1998: Die USDA lässt Ringling eine “deutliche Warnung” wegen der Tötung von Arnie, eine bengalischen Tiger zukommen. Ein wütender Trainer schoss fünf Mal mit einer Schusswaffe auf die bedrohte Art, während Arnie in seinem Käfig eingesperrt war.

5. September 1997: Ringling wird von der USDA (zum zweiten Mal) wegen unzulänglicher Futtermittelaufbewahrung vorgeladen. Der Inspekteur merkt an, dass die Beschwerde über einen lahmenden Elefanten nicht verifiziert werden konnte, da der „Zirkus die Elefanten nicht frei herumlaufen lassen konnte.“

24. Juli 1997: Die USDA lädt Ringling wegen unhygienischer Futterlagerung vor.

3. Februar 1997: Der Zirkus wird vorgeladen, weil ein früherer Verstoß der unhygienischen Futterlagerung nicht behoben wurde.

21. Januar 1997: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil Tierfutter unsachgemäß eingelagert war.

20. Dezember 1996: Die USDA lädt Ringling wegen fehlendem Beschäftigungsmaterial für Primaten vor. „Es gibt keinen Verbesserungsplan. Die Primaten zeigen Anzeichen von Stereotypien (monotones hin- und herschaukeln, weben, zittern, kauen und lecken am Gitter). Alle Primaten sind einzeln untergebracht. Die Käfige haben keine Beschäftigungsmaterialien.“ Außerdem wird Ringling vorgeladen, weil ein Pavian nicht angemessen untergebracht ist. Weiterhin lädt der Inspekteur Ringling vor, weil einem Nilpferd kein ausreichender Unterschlupf gestellt wird. Er schreibt: „Das Nilpferd ist länger als die Nilpferdwanne breit ist.“

14. August 1996: Die USDA lädt Ringling vor, weil die Elefanten nicht auf Tetanus geimpft und entwurmt wurden und keine Kotproben genommen worden waren.

7. Dezember 1995: Die USDA lädt Ringling vor, weil Tigerkäfige nicht ordentlich geführt wurden, keine Aufzeichnungen über 10 Elefanten bestanden, die sich nicht mehr auf dem Gelände befanden und Futter nicht angemessen eingelagert war.

5. Dezember 1995: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil das Unternehmen einem Tierschutzbeauftragten keinen Zugang zum Gelände gestattete.

20. September 1995: Die USDA lädt Ringling vor, weil kein tierärztliches Programm geführt wird. Es gab keine Aufzeichnungen über Tetanusimpfungen.

8. Juni 1995: Ringling wird von der USDA wegen unsachgemäßer Futtereinlagerung vorgeladen.

14. Februar 1995: Die USDA lädt Ringling vor, weil es kein Bewegungsprogramm für die Tiere gibt und Tiergehege nicht repariert wurden.

10. November 1994: Die USDA entdeckt, dass Ringling Tierfutter auf eine unhygienische Art und Weise einlagert.

18. Oktober 1994: Während einer Routineinspektion der USDA wird ein Elefant von einem Ringling Trainer geschlagen. Der Inspekteur schreibt: „Als ich das Gelände betrat, hörte ich ein Schreien und ein Geräusch, als würde jemand auf etwas schlagen. Ich sah einen Elefantentrainer, der einen Elefanten mit dem hölzernen Ende seines Stocks schlug, um ihn zum Aufstehen zu bewegen.“ Ein USDA Inspekteur lädt Ringling vor, weil Tiere nicht auf eine Art und Weise gehandhabt wurden, von der kein Risiko für die Tiere und die Öffentlichkeit ausgeht. Zusätzlich schreibt der Inspekteur: „Tiere wurden mit anderen Tierarten untergebracht, die ihrer Gesundheit schaden und Stress auslösen können.“

21. Januar 1994: Ein USDA Inspekteur lädt Ringling vor, weil Elektrokabel in einem Löwenkäfig hingen, was zu Verletzungen oder zum Tod des Tieres hätte führen können.

29. Dezember 1993: Die USDA lädt Ringling vor, weil Hunden nicht ausreichend Platz zur Verfügung stand und innerhalb des Geheges keine angebrachten Lichtverhältnisse herrschten. Die Boxen waren zu klein, als das sich die „meisten Hunde darin ungehemmt hätten stellen, hinsetzen und –legen oder umdrehen können.“ Ringling wird vorgeladen, weil alte Verstöße nicht behoben wurden, z.B. Bären die minimale Gehegegröße zuzugestehen (ein Bär hatte Schürfmale), die Löwenkäfige zu reparieren und das Futter angemessen einzulagern.

14. Dezember 1993: Ringling wird von der USDA vorgeladen, weil Bären nicht der durch das amerikanische Tierschutzgesetz geregelte minimale Platz zur Verfügung stand. Auch stellte Ringling kein Bewegungsprogramm.

 

Tierpflege

8. Februar 2011: Ringlings Mutterkonzern Feld Entertainment kündigt in einer Pressemitteilung an, dass der 2-jährige Elefant Barack nicht mehr mit dem Zirkus reisen würde, nachdem Tierärzte bei ihm frühe Symptome des tödlichen Elefantenherpes bemerkt und ihn positiv auf das Virus getestet hatten. Dies war das zweite Mal, dass das Virus in Baracks Blut nachgewiesen wurde; er erholte sich von der ersten Diagnose im Jahr davor (siehe „Tierpflege“, 3. Februar 2010). Das Virus ist eine der Hauptbedrohungen für junge Elefanten in Gefangenschaft, hängt mit Stress zusammen und „führt normalerweise innerhalb einer Woche nach Beginn der Symptome zum Tod“.

17. Dezember 2010: Eine E-Mail von Dr. Dennis Schmitt, Vorsitzender von Ringlings Abteilung für tierärztliche Betreuung und Leiter der Abteilung Forschung und Naturschutz, an einen Beamten der Tennessee Wildlife Resources Agency enthüllt, dass eine Elefantendame namens Karen, die mit dem Zirkus reiste, positiv auf Tuberkulose getestet wurde. Der U.S. „Animal Health Association“ zufolge wird angenommen, dass Karen mit der tödlichen Krankheit infiziert ist und ihr daraufhin die Einfahrt in den Bundesstaat Tennessee verweigert wurde.

3. Februar 2010: PETA bestätigt, dass der junge Elefant Barack nicht mehr mit dem Zirkus reisen würde, da er mit dem tödlichen Elefantenherpes infiziert war. Es wird angenommen, dass Stress ein Faktor für die Entstehung der Infektion mit dem Herpesvirus ist. Barack war noch kein Jahr alt, als Ringling ihn im Dezember von dem Trainingszentrum in Polk City, Florida, zum Florida-State-Jahrmarkt in Tampa transportierte. Am 26. Januar kündigte der Zirkus an, dass Barack nach Auftritten in Orlando und Jacksonville nicht mehr mit dem Zirkus unterwegs sein würde.

22. Juli 2009: PETA veröffentlicht die Ergebnisse einer mehrere Monate andauernden Ermittlung bei Ringling und dokumentierte duzende Vorfälle, in denen Angestellte von Ringling – unter anderem ein Tieraufseher und ein leitender Elefantentrainer – Elefanten mit Elefantenhaken auf Kopf, Rüssel und Ohren schlugen. Ein Tigertrainer peitschte und schlug die Tiger des Zirkus. PETA reichte Strafanträge beim USDA (US-Landwirtschaftsministerium), dem Fish and Wildlife Service und den Behörden in Connecticut, New Jersey, New York, Rhode Island, Pennsylvania, Alabama und Virginia ein. Die Aufnahmen der Ermittlung können unter RinglingBeatsAnimals.com eingesehen werden – darauf ist unter anderem zu sehen, wie Trainer die Elefanten kurz vor ihrem Auftritt hinter der Bühne schlugen und die Tiger während der Trainingseinheiten peitschten. In einer Szene flucht ein Pfleger von Ringling „Fick dich, du Fettarsch“ bevor er einen Elefanten auf den Rüssel schlägt.

18. März 2009: Während eines staatlichen Gerichtsverfahrens zu der Frage, ob der Missbrauch der asiatischen Elefanten bei Ringling gegen den Endangered Species Act verstößt, werden Beweise vorgelegt, die zeigen, dass Elefanten im Durchschnitt über 26 Stunden angekettet sind – manchmal sogar zwischen 60 und 100 Stunden am Stück. Außerdem wird bewiesen, dass der Geschäftsführer von Feld Entertainment – wozu auch Ringling gehört – Pfleger dabei gesehen hat, wie sie Elefanten mit Elefantenhaken schlugen; dass Ringlings eigener Verhaltensforscher sah, wie in der Manege Blut aus einer Wunde eines Elefanten tropfte, der zuvor mit einem Elefantenhaken eschlagen worden war; dass ein veterinärmedizinischer Assistent von Ringling in einer E-Mail schrieb: „Nach dem Bad heute morgen, kamen mindestens vier der Elefanten mit mehreren Schürf- und Schnittwunden, verursacht durch Elefantenhaken, zurück. … Die Wunden waren gut sichtbar. … Ein Pfleger trug vor der Vorführung Wonder Dust auf“; und dass ein interner Bericht dokumentiert, dass Troy Metzler, der schon sehr lange als Elefantentrainer bei Ringling arbeitet, die asiatische Elefantendame Angelica drei bis fünf Mal vor dem Abladen schlug und sie dann mit einem Elektroschocker traktierte.

11. November 2008: PETA fordert Ringlings Mutterkonzern, Feld Entertainment, in einem Brief auf, keine Tiger mehr von Lance Ramos, auch bekannt als Lancelot Kollmann, zu mieten. Die USDA hatte einen ausgemergelten 21-jährigen Elefanten von dem Trainer konfisziert. Er hatte ca. 1 Tonne Untergewicht und war so schlecht genährt, dass seine Rippen, die Wirbelsäule und die Schulterblätter hervorragten.

21. Mai 2008: Die Associated Press berichtet über die Unterlagen verschiedener Tierschutzgruppen hinsichtlich einer Rechtsstreits aus dem Jahr 2000: „In einigen in Washington eingereichten Gerichtspapieren schreiben die Gruppen, dass Ringlings eigene Zugunterlagen zeigen, dass die asiatischen Elefanten während einer Tournee im Durchschnitt über 26 Stunden am Stück in den Transportwägen angekettet sind, oft sogar 60 bis 70 Stunden. In einigen Fällen waren die Elefanten 90 bis 100 Stunden lang in den Zügen angekettet.“

15. Januar 2008: The Zeitung Miami New Times berichtet über eine Meldung von Ringling Bros., in der der Zirkus berichtet, dass Elefantentrainer Joe Frisco Jr. „leichte Verletzungen“ erlitt, „nachdem er hingefallen war, als er gerade einen Jungelefanten durch das Elefantenhaus in Miami führte“. PETA waren jedoch Informationen zugespielt worden, dass Frisco in Wahrheit von einem Elefanten namens P.T. angegriffen worden war und so schwere Verletzungen erlitten hatte, dass er ins Krankenhaus musste. Joe Frisco Jr. Ist der Bruder von Elefantentrainer Tim Frisco. Er ist auf Videoaufnahmen zu sehen, wie er Elefanten im Zirkus Carson & Barnes brutal mit dem Elefantenhaken schlägt und sie mit Elektroschockern traktiert.

3. November 2006: Die früheren Ringling Angestellten Bob Tom und Archele Hundley stellen PETA unterschriebene Aussagen, die den routinemäßigen Missbrauch von Tieren beschreiben. Zu den Aussagen gehörten: ein Elefant wurde in seinem eigenen Blut liegengelassen, nachdem er mindestens 30 Minuten lang geschlagen worden war; ein Pferd wurde 10 Minuten lang mit einer Leine mit Metallverschluss am Ende geschlagen und brach sich dabei einen Zahn ab; ein Minipferd wurde bewusstlos geschlagen, als ihm der Trainer immer wieder so stark mit der Faust ins Gesicht schlug, dass man das Geräusch noch aus 6 Meter Entfernung hören konnte und Elefanten waren gezwungen, während des Transports in ganzen Bergen stinkender Ausscheidungen zu stehen.

12. April 2006: PETA lässt der USDA Filmaufnahmen zukommen, die den Elefantentrainer Troy Metzler zeigen, wie er Elefanten mit dem Elefantenhaken quält, Elefanten trotz hinderlicher Arthritis mitreisen müssen und Elefanten, die unter schmerzhaften Druckwunden leiden. Zwei Elefantenexperten bestätigen, dass Metzlers Nutzung des Hakens eindeutig als Tierquälerei zu werten sind und dass die lahmenden Elefanten nicht reisen oder auftreten hätten sollen.

2. März 2006: Die professionelle Tänzerin Jodey Eliseo, die in den 1980er Jahren zwei Jahre mit Ringling Bros. auf Tour war, schreibt an einen Stadtratsabgeordneten in Chicago und spricht sich für einen Gesetzesentwurf aus, der Elefantenhaken verbieten würde. Eliseo schreibt, dass sie mit ansehen musste, wie ein Elefant gezwungen wurde, trotz einer riesigen infizierten Eiterbeule, die schon das halbe Bein bedeckte, aufzutreten; wie Ringling Tierpfleger einen Elefanten schlugen, weil er während des Auftritts gestolpert war; wie die heranwachsende Elefantendame Sophie von Wunden durch Elefantenhaken durch die ständigen Schläge schon ganz übersäht war und wie ein Babyelefant brutal geschlagen wurde, nachdem er Amok gelaufen und durch die Wand eines Verwaltungszentrums gebrochen war.

16. November 2005: Die East Valley Tribune schrieb: “Reba und Sheena kamen vom Ringling Brothers Barnum and Bailey Center for Elephant Conservation in den Zoo von Phoenix, nachdem sie jahrelang im Zirkus aufgetreten waren, so Zoosprecher. Negative Bestärkung in Form von Schlägen und Stichen, in Kombination mit der jahrelangen Aufführung unnatürlicher Tricks, hat die Elefanten aggressiv und gefährlich gemacht… Reba (die schon einmal einen Zirkustrainer getötet hatte) zog an ihren eigenen beiden Zitzen und Sheena war zornig und zurückgezogen. Beide haben die Zoopfleger und sich untereinander bedroht.“ … „Wenn man über diese Tiere nachdenkt, hatten sie sicherlich ein traumatisches Leben“, so Geoff Hall, Vizevorsitzender des Zoos von Phoenix zuständig für die Unterbringung der Tiere.

6. September 2005: Bei einer Begutachtung bestätigt die USDA, dass ein 3-jähriger Elefant namens Gunther, der mit Ringlings Home Edition (Gold Unit) auf Tour war, unter Lahmheit litt.

25. August 2004: Der Oakland Tribune zufolge beschrieb die Elefantenverantwortliche des Zoos von Oakland, Colleen Kinzley, ein Video, auf dem ein Tierpfleger von Ringling einen Elefanten ganz klar missbraucht indem er ihn schlägt und stößt. Kinzley kommentierte außerdem ein Video, das einen angeketteten Elefanten zeigt, der neurotisch webt, mit den Worten: „Das so ein junges Tier bereits so große Verhaltensstörungen aufzeigt, ist einfach tragisch.“

31. Juli 2004: Einer eidesstattlichen Erklärung des früheren Angestellten von Ringling, Frank Hagan, zufolge, sah man den Elefantentrainer Troy Metzler (Spitzname “Captain Hook” – von engl. Bull hook – Elefantenhaken) häufig dabei, wie er Elefanten, einschließlich Babys, mit dem spitzen metallenen Ende seines Elefantenhakens traktierte.

5. Dezember 2003: Eine Elfantendame namens Shirley, die von Ringling schon mit 7 Jahren zur Zucht eingesetzt wurde, bringt ein zu kleines Kalb zur Welt. In freier Wildbahn paaren sich Elefanten ab einem Alter von 18 Jahren. Studien haben gezeigt, dass Elefanten, mit denen schon unter 12 Jahren gezüchtet wird, eine kürzere Lebenserwartung haben.

12. Dezember 2003: Ringlings Mutterkonzern Feld Entertainment weigert sich auch nach mehreren Aufforderungen, einschließlich der Bitte von Sängerin PINK, seinen Elefanten Gildah in eine Auffangstation zu geben. Gildah wurde in freier Wildbahn gefangen und für Siegfried & Roys Casinoshows eingesetzt. Mit 56 Jahren lebt Gildah noch immer ein Leben in Einsamkeit und Einzelhaltung im Hotel &Casino Mirage in Las Vegas.

6. Oktober 2002: Die Tierärztin Gretchen Steininger, angestellt von Ringling zur medizinischen Versorgung und um die Verwendung von Tieren zu rechtfertigen, wird laut Macomb Daily während des Gastspiels in Michigan zu einer Geldstrafe von $500 verurteilt und vom Michigan Department of Consumer & Industry Services am 22. Juni 2002 ermahnt.

6. Mai 2001: Ringling setzte einen hochschwangeren Tiger den stressvollen Bedingungen des Transports aus. Vier Tigerbabys wurden während der Fahrt geboren, als Ringling in Columbus, Ohio, auftrat.

8. April 2001: Der New York Times zufolge, gab ein Ringling Sprecher zu, dass ein Trainer, der auf Video aufgezeichnet wurde, wie er Elefanten schickanierte, noch immer dort zuständig war.

2001: Ringling leiht sich fünf Elefanten, einschließlich den Star – einen männlichen Elefanten namens Bo – vom George Carden Circus. Am 1. Mai 2001 berichtet die Canadian Broadcasting Corp., dass sich zwei Angestellte des George Carden Circus wegen Tiermissbrauch am Gericht von St. Johns, Neufundland, schuldig erklärt hatten und dass beide eine Strafe von $200 zahlen mussten. Die Anklage wurde erhoben, nachdem Ermittler Bären in dreckigen, zu kleinen Käfigen vorgefunden hatten, wo sie 23 Stunden am Tag gehalten wurden. Der Richter gab an, dass er sich wünsche, die Gesetze seien strenger, so dass er die Angeklagten härter bestrafen hätte können und rät den Menschen, sich von dem Zirkus fernzuhalten.

13. Juni 2000: Tom Rider, der als Stallangestellter bei Ringling arbeitete, gab folgende eidesstattliche Erklärung ab: “Die Elefanten sind eingesperrt und werden die ganze Zeit geschlagen, wenn sie ihre Übungen nicht ordentlich machen… Als ich mich negativ über die Behandlung der Elefanten, die dauernden Schläge, einschließlich des Schlagens des Babys Benjamin, äußerte, sagte man mir, dass sei „Disziplin“.

22. Mai 2000: Als ein Pferd auf der Fahrt durch Pennsylvania eine lebensbedrohliche Kolik erlitt, muss es drei Stunden auf seine Behandlung warten, da die Angestellten keinen Tierarzt für Großtiere fanden.

17. April 2000: Ringling reichte bei der USDA Kommentare gegen folgende Festlegung der Richtlinien zum Training und der Handhabung potentiell gefährlicher Tiere der USDA ein: „Elektroschocker, Schockhalsbänder oder Schockgurte sollten zum Training oder der Handhabung der Tiere während der Ausstellung nicht benutzt werden und eine derartige Verwendung wird eingehend überprüft werden. Ein Elefantenstab darf nicht auf eine Art und Weise eingesetzt werden, dass er Wunden oder Verletzungen hinterlässt.“

1992: Ringling gibt 5 Tiger ab, die dem Zirkus nicht mehr von Nutzen sind. Sie gehen an Joan Byron-Marasek in New Jersey, die eine schlecht geführte Privatmenagerie unterhält. Einer der Ringling Tiger tötete 4 andere Tiger in der Einrichtung. Byron-Marasek wurde von der USDA bereits angeklagt, weil keine ausreichende tierärztliche Versorgung gewährleistet war und keine Programme zur Krankheitsbekämpfung und –vorsorge der Tiger geführt wurden. Außerdem wurde sie von einer bundesstaatlichen Behörde wegen überfüllter Unterbringungsbedingungen angeklagt.

 

Gefahren

19. Februar 2010: Berichten von Associated Press zufolge riss sich Zebra Lima in Atlanta „von seinen Trainern los, stieß gegen einen Zaun und entkam dann durch eine Öffnung.“ Dann „galoppierte das Tier an der stark befahrenen Autobahn entlang“. 40 Minuten lang wurde Lima von der Polizei und seinen Trainern durch die Stadt gejagt, bevor er eingefangen werden konnte. Ein vom fliehenden Zebra alarmierter Mann erzählte dem Atlanta Journal-Constitution: „Plötzlich kam ein verdammtes Zebra wie ein Auto die Straße heruntergerannt.“ „Fünf oder sechs Polizeiwagen lieferten sich mit ihm eine Verfolgungsjagd. Und ein paar Beamte zu Fuß.“ Das Zebra wurde später aufgrund der Verletzungen von der Flucht euthanasiert.

7. Februar 2010: Nach einem Bericht von The State „lief ein verschreckter Elefant hinter der Bühne in die falsche Richtung und brach durch das Haupttor der Colonial Life Arena während einer nachmittäglichen Pre-Show des Ringling Bros. und Barnum & Bailey Zirkus aus. (…) Ungefähr 100 Zuschauer sahen den Elefanten durch das Tor auf sie zulaufen und nur wenige Meter von ihnen entfernt durch die Vorführungsarena poltern.“ Die Pre-Show wurde wegen dieses Vorfalls abgebrochen.

22. März 2008: Die Associated Press berichtet, dass die drei Zebras Mali, Giza und Lima aus der 1st Mariner Arena in der Innenstadt von Balitmore, Maryland, entkamen und geradewegs in den Verkehr rannten. Die gleichen drei Zebras waren im Juni 2007 beim Gastspiel in Colorado weggelaufen.

16. Juni 2007: Der Associated Press zufolge erschraken sich vier Zebras und drei Pferde, als sie gerade in die Arena geführt wurden. Die Tiere rannten 30 Minuten lang an einer Straße nahe der vielbefahrenen Autobahn entlang, als der Zirkus in Colorado Springs, Colorado, gastierte.

13. April 2005: Der Elefantenpfleger David Mannes wurde per Hubschrauber in zu einem medizinischen Versorgungszentrum gebracht, nachdem er eine Beckenfraktur und eine Wunde am Arm erlitten hatte, als er von einem Elefanten namens Tova während der Fütterung der Elefanten in der Ringling Zuchtstation in Polk City, Florida, umgeworfen und getreten wurde.

13. Juni 2000: Tom Rider, ein früherer Angestellter bei Ringling sagt vor dem Kongress aus, dass die Elefantendame Karen als “Killer” bekannt war: “Obwohl sie der gefährlichste Elefant der Gruppe war, wurde gerade sie in einer Nummer eingesetzt, bei der die Zuschauer ohne Sicherheitsnetz oder anderen Schutz um den Elefanten herum stehen. Karen war bekannt dafür, jeden umzuwerfen, der ihr in die Quere kam und trotzdem durfte sie Kontakt mit dem Publikum haben.“

September 1999: Zwei verängstigte und zusammengebundene Zebras liefen ihrem Pfleger zwei Mal davon und rannten auf eine Hauptstraße zu, nachdem sie zwischen ihren Auftritten in San Jose, Kalifornien, aus der Arena gebracht wurden.

November 1998: Drei Tiger fliehen aus ihren Käfigen auf einem Parkplatz in Chicago. Ein Pfleger von Ringling wurde mit ernsthaften Bisswunden am ganzen Körper in ein Krankenhaus gebracht, als ihn einer seiner Tiger angriff.

30. September 1995: Ein Löwe von Ringling beißt einer 31-jährigen Zirkusbesucherin den Zeigefinger ab.

6. Mai 1993: Ein Elefant von Ringling tötet in Gainesville, Florida, seine Trainerin. Der Elefant warf den 51-jährigen Trainer zu Boden und trat auf seine Brust.

 

Ausstehende Ermittlungen

24. August 2004: Die Associated Press berichtet, dass sich Ringlings Mutterkonzern, Feld Entertainment, zweier Vorladungen der USDA entzog. Feld hätte ein Video vom 3. Oktober 2003 vorlegen sollen, das den Tigerangriff auf Roy Horn zeigte, um zu den Ermittlungen der Behörde beizutragen.

13. Juli 2004: Eine eidesstattlichen Erklärung des früheren Ringling Löwentrainers Frank Hagan zufolge, wurden Angestellte, die über den Tod des Löwen Clyde (er starb aufgrund der extremen Hitze auf der Durchreise durch die Mojave Wüste in einer schlecht belüfteten Transportbox) Bescheid wussten angewiesen, nicht mit den Inspekteuren der USDA zu sprechen, die zu seinem Tod ermittelten. Noch bevor die Beamten der USDA die Box sichten konnten, hat Ringling ein spezielles Kühlsystem (Vernebelung) eingebaut.

26. März 2001: In einem internen USDA Dokument ist folgendes zu lesen: “Ich setze mich hiermit für eine Vorladung zur Zeugenaussage und dem Vorlegen von Dokumenten unter dem Tierschutzgesetz ein. … Ich ging in meiner Ermittlung Vorwürfen des Elefantenmissbrauchs und des Ausstellens von Elefanten mit TB durch Ringling Brothers Circus nach. … Die Ermittlungen waren sehr frustrierend, da Feld Entertainment nicht kooperierte und der USDA keine medizinischen Aufzeichnungen zu den Elefanten bereitstellte. Außerdem kooperieren die Hauptzeugen nicht, da sie eine gerichtliche Vereinbarung mit Feld Entertainment haben, die besagt, dass sie mit niemandem über Zirkusthemen sprechen dürfen.“

23. August 1999: Einem Bericht der Humane Society in Santa Clara Valley zufolge, umzingelten Bill Lindsay, der Tierarzt von Ringling, und zwei andere Zirkusangestellte einen Tierschutzinspekteur und drohten ihm, um eine Ermittlung zu blutigen Wunden an mehreren Elefanten zu verhindern.

6. August 1999: Die USDA ist gezwungen, einen Autopsiebericht über den 4-jährigen Elefanten Benjamin im Veterinärlabor der Texas A&M University einzufordern, nachdem Ringling die Anforderungen des Tierschutzgesetzes ignoriert hatte und am 28. Juli bereits zwei Ermittler die Dokumente eingefordert hatten.

25. Februar 1999: Folgendes ist in einem internen USDA Dokument zweier Inspekteure zu lesen, das die Verletzungen an zwei Babyelefanten, entdeckt während einer Inspektion am 9. Februar 1999, beschreibt: „Der Ringling Tierarzt Dr. Lindsay war sehr verärgert und fragte uns immer wieder, warum wir nicht etwas kollegialer seien und ihm vor unseren Besuchen Bescheid gäben. Ich erklärte ihm, dass all unsere Inspektionen unangekündigt seien. … Alle Mitarbeiter ließen uns nur widerwillig Bilder von den Seileinschnitten des Kalbes machen.“ Das Personal bei Ringling wird als „belästigend“, „empört“, „feindlich“ und „von einer Abwehrhaltung“ den Inspekteuren gegenüber beschrieben.
Elefantentuberkulose

16. April 2007: Eine Inspektion der Florida Fish and Wildlife Conservation Commission berichtet, dass das Zuchtzentrum von Ringling in Polk City, in dem zu dem Zeitpunkt 30 Elefanten untergebracht waren, noch immer wegen Tuberkuloseverdacht unter Beobachtung steht.

5. September 2006: Zwei Elefanten in Ringlings Zuchteinrichtung in Polk City, Florida, werden positiv auf Mycobacterium tuberculosis (TB), dem menschlichen Tuberkulosebakterium, welches sich vom Elefanten auf den Menschen übertragen kann, getestet und drei weibliche Elefanten werden von der Weiterreise mit dem Zirkus ausgeschlossen, weil sie mit mindestens einem der infizierten Elefanten Kontakt hatten.

7. September 2005: Die USDA lädt Ringling vor, weil abgelaufene und undatierte Tuberkulosemedikamente nicht entsorgt wurden. Der Inspekteur weist auch darauf hin, dass der Elefant Siam von Ringling von der Einrichtung in Williston zur Zuchteinrichtung überstellt wurde. Die mit Tuberkulose infizierten Elefanten von Ringling werden in Williston gehalten. Siam wurde 1999 positiv auf Tuberkulose getestet (siehe 16. April 2001).

9. Oktober 2004: Ein 44-jähriger gefährdeter asiatischer Elefant namens Roma wird wegen Arthrose euthanasiert. Eine Autopsie zeigt, dass Roma Tuberkulose hatte.

7. November 2002: Die USDA lädt Ringling vor, weil vier Elefanten nicht auf Tuberkulose getestet wurden. Der Inspekteur schreibt: „TB ist eine Krankheit, die sowohl für den Menschen als auch für die Tiere gefährlich werden kann. Die Tiere müssen in regelmäßigen Abständen zu ihrem eigenen Schutz und dem ihrer Pfleger getestet werden.“

30. August 2001: Einem Artikel auf Salon.com mit dem Titel “The Greatest Vendetta on Earth” zufolge, besagte die eidesstattliche Aussage von Joel Kaplan, einem Privatdetektiv, der 20 Jahre lang für Feld Entertainment Sicherheits- und Abhörmaßnahmen durchgeführt hat folgendes: „Ringling hatte große Probleme mit den Elefanten… Der Zirkustierarzt sagte mir, dass ca. die Hälfte der Elefanten in jeder Show Tuberkulose hätte und dass sich Tuberkulose leicht auf andere, auf Menschen, übertragen würde… Chuck Smith bat mich durch Kenneth Feld, einen Arzt zu finden, der die Leute im Zirkus auf Tuberkulose testen, die Aufzeichnungen aber vernichten und nicht an die Centers for Disease Control and Prevention (Zentren zur Kontrolle und Prävention von Krankheiten) weitergeben würde.“

16. April 2001: Eine eidesstattliche Aussage eines Veterinärs der National Veterinary Services Laboratories zufolge, wurden die Ringling Elefanten Tectchie, Vance, Sabu, Mala, Dolly, Calcutta 2 und Siam positiv auf Tuberkulose getestet.

6. September 2000: Die USDA lädt Ringling vor, weil einem Elefanten namens Tillie, der mit Tuberkulose diagnostiziert worden war, keine tierärztliche Versorgung zukam. Tillie gehört Patricia Zerbini und lebt zusammen mit anderen Elefanten, die sich ebenfalls anstecken könnten, in Ringlings Einrichtung in Willison.

28. Oktober 1999: Ein 52-jähriger gefährdeter asiatischer Elefant namens Teetchie wird wegen mehrerer von Arthrose betroffener Gliedmaßen und einer Infizierung der Lunge mit M. tuberculosis euthanasiert.

16. September 1999: Das Florida Department of Agriculture and Consumer Services stellt die Ringling Einrichtung in Williston, Florida, unter Quarantäne, weil mehrere Elefanten mit Tuberkulose infiziert sind.

9. Februar 1999: Die USDA vermerkt, dass ihnen für einen Elefanten keine Tuberkulose-Tests zur Verfügung gestellt wurden und dass ein anderer Elefant mit Tuberkulose nicht behandelt wurde.

 

Schwindende Popularität

12. Januar 2009: Die Blutspendezentren in Florida versprechen nach Gesprächen mit PETA, keine kostenlosen Eintrittskarten für Ringling mehr an Blutspender zu verteilen.

8. Januar 2009: D’Agostino, eine Supermarktkette in New York, beendet die Promo-Kooperation mit Ringling, nachdem das Unternehmen von PETA angeschrieben wurde. Bis zu dem Zeitpunkt hatte der Supermarkt Gutscheine für verbilligte Eintrittskarten verteilt.

17. November 2008: Die Firma Hanson’s Windows aus Michigan hört nach einem Anschreiben von PETA damit auf, Eintrittskarten zu verteilen.

29. Juli 2008: Ein Gesundheits- und Sportzentrum für Kinder – Fitwize4Kids – nimmt nicht mehr an Ringlings Fitnessprogramm teil, nachdem PETA das Unternehmen auf die Probleme in Ringlings Tierhaltung hingewiesen hat.

15. März 2008: Der Vorsitzende der Supermarktkette Harris Teeter, bestätigt in einer E-Mail an PETA, dass das Unternehmen “ab sofort keine Zirkusse mehr unterstützen wird und ein Angebot bereits abgelehnt wurde.” Der Lebensmittelriese hatte Ringling zuvor in einigen seiner 200 Läden beworben.

1. August 2008: In einem Bericht über die Vorführung des Zirkus in Anaheim, Kalifornien, schreibt Highland Community News: „Überraschenderweise hat die Darbietung der Elefanten und bengalischer Tiger nicht für so viel Aufsehen unter den Zuschauern gesorgt, wie sieben Motorradfahrer, die zur gleichen Zeit in einer Stahlkugel fuhren.“

22. Januar 2008: Lukoil Americas stimmt zu, keine Promotion Veranstaltungen mehr mit Ringling abzuhalten und verspricht, auch in Zukunft nicht mit dem Zirkus an seinen über 2000 Tankstellen zusammenzuarbeiten.

7. Januar 2008: Die Restaurantkette Denny’s bestätigt, dass die Zusammenarbeit mit Ringling im Dezember 2007, nur sechs Monate nach Bekanntgabe gemeinsamer Aktivitäten, beendet wurde. Dieser Schritt erfolgte nach monatelangen PETA Protesten und Beschwerden der Kunden.

8. Dezember 2006: Lucky Brand Jeans nimmt alle T-Shirts mit dem Ringling Logo aus den Regalen und von der Unternehmenswebsite, nachdem PETA die Firma über den Tiermissbrauch des Zirkus aufgeklärt hatte und um ein unbeschwertes Einkaufsvergnügen für Tierfreunde zu gewährleisten.

15. April 2005: Die Philadelphia Daily News schreibt: “Nächste Woche kommen die Zirkuselefanten in die Stadt und bringen mit sich eine veraltete und problematische Form der Unterhaltung für alle Einwohner von Philadelphia. Wir können nur hoffen, dass dies das letzte Jahr sein wird, in dem ein derart antiquarisches Spektakel in unserer Stadt willkommen geheißen wird.“

29. März 2005: The New York Times schreibt: “Noch immer gibt es Menschen, die bengalische Tiger (wunderschön, allerdings etwas dick) mit knallenden Peitschen bearbeiten, sie laufen in Kreisen, brüllen ab und an und rennen in Käfige, die sowieso zu klein für sie scheinen. Der Trainer, Taba, hat sie gar nicht verdient. Doch unser Bewusstsein hat sich verändert. Wir sorgen uns darum, wie die Tiere trainiert und behandelt werden.“

14. Februar 2005: Star-Telegram schreibt: “In weniger als zwei Jahrzehnten hat es das kanadische Unterhaltungsphänomen (der tierfreie Cirque du Soleil) geschafft, an Orten zu spielen, für die Ringling Bros. and Barnum & Bailey über 100 Jahre gebraucht hat.“

20. November 2004: Der Hamilton Spectator (Ontario, Kanada) berichtet: “Produktionsleiter Brian Newman gab an, der Zirkus hätte an Anziehungskraft verloren, was wahrscheinlich auch für die mittelmäßigen Verkaufszahlen der Eintrittskarten für die fünf Shows an diesem Wochenende im Copps Coliseum verantwortlich gemacht werden kann. Organisatoren sagten, keine der Shows in dem Gebäude mit 4000 Sitzen sei ausverkauft… Hinter den Kulissen plagen Ringling Bros. Anschuldigungen, Tiermissbrauch sei in der Elefantenhaltung vorzufinden. … Die Anfrage eines Reporters des Spectators, sich die Elefantenhaltung anzusehen, wurde abgelehnt.“

5. November 2004: Der Daily Herald aus Chicago schreibt: “Zumindest für diejenigen unter uns, die jedes Jahr in den Zirkus gehen, sind die immer wiederkehrenden Auftritte des Zirkus nicht mehr wirklich packend: der Hochseilakt, die einmarschierenden Elefanten, die Motorradfahrer, die ihre Kreise in einer Metallkugel drehen. … Punkte: ½ von 4 Sternen.”

5. März 2004: MasterCard International beendet seine kontroverse finanzielle Unterstützung von Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus. MasterCard tritt somit in die Fußstapfen von Visa und Sears, Roebuck & Co. und wird zum dritten nationalen Sponsoren, der Ringling aufgrund zahlreicher Beschwerden nicht mehr unterstützt.

26. Oktober 2003: The Capital-Journal schreibt: “Der Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus, der schon seit 12 Jahren nicht mehr in Topeka aufgetreten war, hatte düstere Zahlen zu verzeichnen.“

26. März 2002: Die New York Daily News berichtet: “Ich habe mir Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus im Madison Square Garden angesehen. … Die Halle war halb voll. … Die Tiger bewegten sich gerade halb so schnell wie die Beamten der Stadtverwaltung und schienen stärker unter Drogen zu stehen als die Penner, über die ich in der U-Bahnstation auf dem Weg zum Madison Square Garden steigen musste. … Mein Sohn fand von allem das riesige Mistvakuum am besten.“

17. August 2001: Dem Wichita Eagle zufolge, konnte Ringling kein festes Datum mit dem Kansas Coliseum vereinbaren, da die sinkenden Besucherzahlen für Zweifel sorgten.

3. November 2000: Die Chicago Sun-Times schreibt: “Im Jahre 1871 gegründet, bekommt die “beste Show der Welt” nun von künstlerischeren Zirkussen, wie dem Cirque du Soleil, starke Konkurrenz, die sich ehr auf die Kunst, als auf Löwen, Tiger und Bären verlassen. Das könnte auch erklären, warum der Ost- und der Westflügel der Halle leer standen.“

19. September 2000: The Seattle Times berichtet: “Mehr als alles andere ist mir aufgefallen, wie viele Sitze leer standen, wie die “Beste Show der Welt” hier in Seattle wirklich keine tolle Show mehr hingelegt hat.”

21. Mai 2000: Die Dayton Daily News schreibt: “Aber das erstaunlichste war nicht einmal die Vorstellung von Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus. Es war, was im Rest der Arena zu sehen war, oben auf den Plätzen. Auf all den leeren Plätzen. … Die Aufführung, die wir besuchten, war nicht einmal annährend ausverkauft. Eigentlich war sie fast leer.“

19. November 1999: Die Chicago Tribune schreibt: “Bei der Vorstellung von Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus am vergangenen Donnerstag in der Allstate Arena mit 16.000 Sitzen war so wenig los, dass zwei der drei Ringe vor leeren Sitzreihen auftraten. Auch andere Vorstellungen dieser ersten Woche waren Aussagen zufolge derart schlecht besucht.“

8. November 1999: Die Chicago Sun-Times schreibt: “Als Zeremonienmeister war Johnathan Lee Iverson mit seinem kindlichen Erscheinen ein angenehmer Ringmeister bei Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus, der sich nichts anmerken ließ, sollten ihm die halbleeren Ränge etwas ausgemacht haben.“

17. September 1999: Die Indianapolis News berichtet: “Jedes Mal wenn Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus in die Stadt kommt sinken die Besucherzahlen.“

 

Kriminelle Aktivitäten

19. April 2005: Dem Centre Daily zufolge wurde Ringling Tiertrainer Sacha Houcke wegen Körperverletzung in University Park, Pennsylvania, angeklagt, nachdem “zwei Angestellte des Bryce Jordan Center anriefen und angaben gesehen zu haben, wie Houcke seine Tochter würgte, sie zu Boden stieß und sie ins Gesicht schlug während sie mit den Zirkuspferden arbeiteten.“ Am 25. Mai 2005 bekannte sich Houcke schuldig wegen Belästigung und Ruhestörung und zahlte eine $300 Strafe.

6. März 2005: Dem Cincinnati Enquirer zufolge wurde der Ringling Tierpfleger Bryan Phipps wegen eines 2001 begangenen Banküberfalls während der Zirkus in Cincinnati, Ohio, auftrat festgenommen. Phipps, der im Dezember 2001 von Ringling angestellt wurde, verbrachte in den 90ern sechs Jahre hinter Gittern in Ohio, weil er wegen Drogenschmuggels, dem Tragen einer versteckten Waffe, schweren Raubüberfalls und Kidnapping verurteilt worden war. Die Polizei gab an, dass mehrere andere Stellen einen Haftbefehl für ihn gehabt hätten, unter anderem wegen Drogenbesitzes.

24. Mai 2004: Thomas Allen Riccio, ein Ringling Clown der unter dem Namen “Spanky” auftrat, wird in Fayetteville, N.C., festgenommen und in zehn Fällen der sexuellen Ausbeutung Minderjähriger (dritten Grades) angeklagt. Berichten zufolge fanden Behörden in seinem Computer, der in seinem Zimmer in dem Zirkuszug stand, 2000 Bilder der Kinderpornographie, die Kinder ab 5 Jahren bei sexuellen Aktivitäten mit Erwachsenen zeigten.

2. Mai 2003: Einem Bericht der CBS Sendung 60 Minutes zufolge erstattete Jan Pottker, eine in einer Vorstadt lebende aufopfernde Mutter und freie Journalistin, gegen Ringling Anzeige wegen Betrugs und Verschwörung. Pottker gibt an, dass Ringling geschätzte $3 Millionen über einen Zeitraum von 8 Jahren darauf verwendet hat, ihre Schriftstellerkarriere zu sabotieren, nachdem Pottker einen negativen Bericht über den Zirkus geschrieben hatte.

26. September 2002: Der Salt Lake Tribune zufolge, wurde ein Akrobat von Ringling in Idaho wegen angeblicher sexueller Körperverletzung einer 16-jährigen festgenommen und kam ins Gefängnis. Scheinbar hatte der Akrobat das Mädchen in sein Schlafzimmer mitgeschleppt, die Tür zugeschlagen und es dann vergewaltigt. Auch der US Immigration and Naturalization Service ordnete seine Festnahme an.

10. November 2000: Ein Angestellter von Ringling wird in Rosemont, Illinois, festgenommen, nachdem ihn die Polizei mit einem Fingerabdruck überführen konnte, den er hinterlassen hatte, als einer eine Frau aus Ohio mit vorgehaltenem Messer einen Monat zuvor ausraubte. Der Zirkusmitarbeiter, der wegen schwerem Raubüberfall und Drogenmissbrauch 1989 schuldig gesprochen wurde, wurde verdächtigt, eine ganze Reihe an bewaffneten Überfällen begangen zu haben.

21. November 1998: Der Calgary Herald berichtet, dass die Ziege, die Ringling 1980 als “Einhorn” auftreten ließ von dem Massenmörder Leonard Thomas Lake stammte. Lake hatte Frauen entführt, gequält, vergewaltigt und ermordet, bevor er bei seiner Festnahme 1985 Selbstmord beging. Das „Einhorn“ war in Wahrheit eine verstümmelte Ziege, deren Hörner so verändert wurden, dass sie in der Mitte der Stirn des Tieres wuchsen.

17. März 1998: Der Mountain Xpress berichtet, dass ein Angestellter von Ringling, der nach einer 7-jährigen Freiheitsstrafe wegen Mordes in New York gesessen hatte, im Zusammenhang mit zwei Einbrüchen und Alkoholdiebstahls in Asheville, North Carolina, in einem Schnapsladen festgenommen wurde.

13. April 1997: Ein Ringling Angestellter wird in Worcester, Massachusetts, mit einem Haftbefehl wegen Fälscherei festgenommen, nachdem er sich einer Verhaftung entzogen hatte.

19. November 1994: Ringlings Vizevorsitzender der Tierpflege, Gunther Gebel-Williams wird in St. Louis festgenommen und wegen Ruhestörung angeklagt. Gebel-Williams hatte einen Polizisten angeschrien und einen anderen mit seiner Tigerpeitsche bedroht, weil sie Zirkusbesuchern Strafzettel ausstellten.

19. Oktober 1994: Ein Angestellter von Ringling in Boston, Massachusetts, wird festgenommen und wegen Körperverletzung und Überfalls mit einer gefährlichen Waffe angeklagt, als er einen Pferdetrainer mit einem Taschenmesser in den Magen stach. Es hatte sich ein Streit entwickelt, als der Angestellte versucht hatte, die Pferde dazu zu bringen, den Trainer zu treten.

19. April 1994: Ein Eisenbahnangestellter sagte aus, dass der Zuständige für die Bremsen des Zirkuszuges, der eine Sicherheitsinspektion kurz vor einer tödlichen Entgleisung eines Ringling Zuges mit durchführte, einen positiven Drogentest nach dem Unglück abgelegt hätte. Bei dem Unfall wurden ein Clown und ein Elefantentrainer getötet.

17. Januar 1994: Zwei Ringlingmitarbeiter werden in Post Orange, Florida, festgenommen und wegen illegaler Berauschung angeklagt. Einer der Männer wird auch wegen gewaltsamer Weigerung gegen die Verhaftung angeklagt, nachdem er sich zu dem zuständigen Polizisten umgedreht hatte und versuchte, das Polizeiauto auf den Polizisten zu schieben.