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RWTH Aachen stellt OP-Kurs an lebenden Schweinen ein

 
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Nach Schreiben von Tierrechtsverbänden trifft Uniklinik mitfühlende Entscheidung

Stand Januar 2012
Aachen / Gerlingen, 30. Januar 2012 – Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) verzichtet mit sofortiger Wirkung auf einen OP-Kurs, bei dem Medizinstudenten an lebenden Schweinen ausgebildet werden. Man habe bereits im Laufe des Kurses entschieden, in Zukunft von solchen Übungen abzusehen, teilte die Universitätsleitung am vergangenen Freitag der Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. mit. Im Rahmen des „Advanced Skill Course“ war in der Vergangenheit an der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie des Universitätsklinikums ein „OP-Tag“ eingeplant, bei dem Studierende lebenden Schweinen unter anderem Teile des Darms, die Gallenblase, die Milz und Nieren herausschnitten, bevor die Tiere am Ende des Kurstages getötet wurden.

„Wir begrüßen diese Entscheidung“, so Christine Esch, Tierärztin und Kampagnenleiterin im Bereich Tierversuche bei PETA. „Sie ist zeitgemäß und tierfreundlich. Kein Chirurg sollte heutzutage mehr an Tieren ausgebildet werden. Es gibt längst viel präzisere und sinnvollere Lehrmethoden, die ihre Überlegenheit auch in Studien immer wieder beweisen können. Das Medizinstudium an der RWTH Aachen wird durch diese Entscheidung an Qualität gewinnen.“

PETA Deutschland, Ärzte gegen Tierversuche und AKUT e.V. sind Mitte Januar an die Verantwortlichen herangetreten und haben sie dazu aufgefordert, in Zukunft ausschließlich tierfreie Lehrmethoden in der Chirurgie einzusetzen. Begleitend wurde ihnen ein ausführliches Dossier mit Beispielen solcher Methoden für die im „Advanced Skill Course“ gelehrten Zwecke zugestellt.

Bereits im Oktober hatte die Universität Ulm – wenige Stunden nach dem Start einer Online-Kampagne von PETA und den Ärzten gegen Tierversuche – ebenfalls einen OP-Kurs an lebenden Schweinen eingestellt. Fast alle deutschen Universitäten und Hochschulen verzichten heutzutage auf chirurgische Kurse an Tieren. Längst hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass tierfreie Lehrmethoden wie Simulationen und computergesteuerte Modelle eine individuellere und präzisere Lehre ermöglichen als der Einsatz von Tieren, die für die Studenten ihr Leben lassen müssen.

PETAs Dossier über tierfreie Lehrmethoden ist auf Anfrage erhältlich.

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de