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Schächten in einem Aßlarer Schlachthof angezeigt

PETA informiert Limburger Staatsanwaltschaft

Stand Juni 2010
Aßlar / Gerlingen, 25. Juni 2010 – Am 15. Mai 2010 fand im hessischen Aßlar eine Schächtung, das heißt eine betäubungslose Tötung, von 30 Schafen statt. Tatzeitbeginn: 07.00 Uhr. Bereits das erste Lamm, gefesselt mit zwei Ketten, benötigte 13 Minuten, um bewusstlos zu werden. In diesen 13 Minuten strampelte das Tier ständig mit den Beinen, die Augen waren angstvoll erweitert, so ein Augenzeuge. Alle anderen Tiere, die nachfolgten, sahen bei der Ermordung quasi zu und rochen das Blut. Die Tat ereignete sich trotz Anwesenheit des Amtsveterinärs und des Zeugen, der sich als Journalist ausgab. Jetzt erstattet Deutschlands größte Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. (Menschen für den ethischen Umgang mit Tieren) Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Limburg wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Als Beweis legt PETA der Anzeige Fotos der Schächtung bei.

„Es geht nicht darum, ob diese Gräueltaten des betäubungslosen Schächtens an sich zulässig sind oder nicht. Auch beim Schächten sind die grundlegenden Bedingungen der Tierschutzschlacht-Verordnung anzuwenden, und zwar den Tieren alle vermeidbaren Schmerzen und Leiden zu ersparen‘. Das ist hier offensichtlich nicht der Fall!“, so Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater von PETA. Ein Schaf, welches 13 Minuten benötigt, um endlich bewusstlos zu werden und zu sterben, wird tierquälerisch getötet. Die „normale“ Zeit vom Schächt-Schnitt bis zur Bewusstlosigkeit soll bei ca. 5-15 Sekunden liegen. Doch auch bei der „normalen“ Schlachtung von so genannten „Nutztieren“ werden nach Schätzung PETAs zahlreiche Tiere nicht ordnungsgemäß betäubt. Vier bis sieben Prozent aller Rinder sind laut PETA bei der Schlachtung nicht betäubt. Bei den Schweinen geraten jährlich etwa eine halbe Millionen Tiere lebend ins Brühbad. Das bedeutet Schmerzen und Grauen jenseits menschlicher Vorstellung. PETA fordert daher eindringlich, in allen Schlachthöfen Webcams einzurichten, so dass es dem Verbraucher möglich ist, die angeblich art- und tierschutzgerechten Bedingungen vor Ort einzusehen.
Interviewkontakt: Dr. Edmund Haferbeck, Tel. 07156 / 17828-28, EdmundH@peta.de