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Schafe an Kölner Schule misshandelt

 
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PETA fordert strafrechtliche Konsequenzen für Tierquäler und kritisiert den Einsatz von Tieren als „Unterrichtsmaterial“

Stand Januar 2012
Köln-Höhenhaus / Gerlingen, 12. Januar 2012 – Am Montagabend haben drei junge Männer auf dem Gelände einer Schule im Kölner Stadtteil Höhenhaus mehrere Schafe gequält und schwer misshandelt. Eines der insgesamt zehn Schafe, deren Haltung zum pädagogischen Konzept der Schule gehört, wurde blutverschmiert und mit Kopfverletzungen aufgefunden. Den drei Tierquälern, die gefasst werden konnten, werden nun Hausfriedensbruch und Verstoß gegen das Tierschutzgesetz zur Last gelegt. Mit Blick auf den Vorfall fordert die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. eine strafrechtliche Verfolgung von Gewalttaten an Tieren sowie die Einbeziehung psychologischer Sachverständiger. PETA kritisiert darüber hinaus die Haltung von Tieren an Schulen.

„Wenn junge Menschen Tiere quälen, wird dies oft als Kinderstreich verharmlost“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA, „doch in solchen Fällen müssen Konsequenzen folgen. Kinder und Jugendliche müssen die Empathie und Wertschätzung lernen, die für ein friedliches Zusammenleben sowohl mit Menschen als auch mit Tieren notwendig ist. Polizei und Behörden sind in der Pflicht, diesen Fall von schwerer Tierquälerei ernstzunehmen.“

Psychologen, Gesetzgeber und Gerichte sind sich mittlerweile einig, dass Gewalttaten an Tieren vermehrt Aufmerksamkeit verlangen und ein erstes Anzeichen für geistiges Leiden sind. Aggressionsforscher Dr. Christoph Paulus von der Universität Saarland dazu: „Geschätzte 80-90 Prozent aller extremen Gewalttäter haben vorher bereits Tiere gequält.“

PETA kritisiert darüber hinaus die Haltung von Tieren an Schulen, die als „Unterrichtsmaterial“ missbraucht werden und deren Sicherheit und Versorgung nur schwer zu gewährleisten ist. Immer wieder werden die Tiere Opfer von Gewalttaten, sie werden vernachlässigt und nicht selten im Tierheim abgegeben, wenn sich über die Ferienzeit keine Unterbringung findet.

Fälle von grausamer Tierquälerei werden täglich in Deutschland aufgedeckt. PETA setzt regelmäßig Belohnungen aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen. Tierquälerei ist kein Kavaliersdelikt, sondern eine Straftat nach Tierschutzgesetz §17 und kann mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

PETA hat der Kölner Polizei heute Informationen zu Gewalttaten an Tieren und deren Bedeutung für das gesellschaftliche Miteinander zukommen lassen.

Interessierten Schulen empfiehlt PETA kostenloses Unterrichtsmaterial, das Empathie und Wertschätzung für Tiere vermittelt, aber auch Tierquälerei im Jugendalter behandelt.

Weitere Informationen:
www.peta.de/tierqual
www.peta.de/staatsanwalt
www.petakids.de/klassenzimmer
www.peta.de/tierischaktiv

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de