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Schlachtfest in Jettingen: „Christen für Tiere“ spendiert 500 vegane Würstchen bei Namensänderung in „Veggie-Fest“ unter dem Motto „Tiere achten, statt schlachten“

 
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Stand Oktober 2016
Unterjettingen / Stuttgart, 27. Oktober 2016 – Töten kann nie ein Fest sein: Am vergangenen Sonntag fand ein Schlachtfest der Evangelischen Kirchengemeinde Unterjettingen statt. „Christen für Tiere“, eine Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA, schlägt dem verantwortlichen Pfarrer nun ein neues Konzept im Sinne des Tierschutzes, der Nachhaltigkeit und einer gesunden rein pflanzlichen Ernährung vor: Feiert Unterjettingen künftig ein Veggie-Fest unter dem Motto „Tiere achten, statt schlachten“, spendiert die Tierrechtsorganisation 500 vegane Würstchen und unterstützt die Gemeinde außerdem mit zahlreichen tierfreundlichen veganen Rezeptvorschlägen.
 
„Wir von ‚Christen für Tiere’ sind der Ansicht, dass Tradition nicht mit dem Leid unserer Mitgeschöpfe einhergehen muss“, so Julia Bielecki, Theologin und Betreuerin der Kampagne „Christen für Tiere“ bei PETA. „Mit einer tierleidfreien, pflanzlichen Verpflegung kann Unterjettingen auf künftigen Gemeindefesten ein klares Zeichen setzen: für den Umweltschutz und einen Wertewandel hin zu mehr Mitgefühl für alle Lebewesen.“
 
Ein Gemeindefest mit einer großen Vielfalt pflanzlicher Köstlichkeiten wäre zudem umweltfreundlicher und nachhaltiger: Einem Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) von 2006 zufolge gilt die Tierwirtschaft als Hauptverursacher der Umweltprobleme unserer Zeit [1]. Das UN-Umweltprogramm 2010 bestätigte, dass ein weltweiter Wandel hin zu einer veganen Ernährung notwendig ist, um die Auswirkungen des Klimawandels abzufedern [2]. Auch die im Mai 2015 erschienene Studie der Kammer der Evangelischen Kirche in Deutschland für nachhaltige Entwicklung „Unser tägliches Brot gib uns heute“ stimmt mit der Annahme überein, dass ein reduzierter Fleischkonsum zu einer geringeren Klimabelastung und zu weniger Ressourceneinsatz führe [3].
 
Allein in deutschen Schlachthäusern werden jedes Jahr etwa 800 Millionen fühlende Lebewesen für die Fleischproduktion getötet. Schweine leben auf harten Spaltenböden. Ferkeln werden in den ersten Lebenstagen ohne Narkose die Ringelschwänze abgeschnitten und die Eckzähne abgeschliffen. Den männlichen Ferkeln werden die Hoden herausgerissen; ihr kurzes Leben verbringen sie anschließend in viel zu großen Gruppen auf beengtem Raum und ohne Einstreu. Mutterschweine sind entweder in schmutzigen, engen Buchten oder in Kastenständen untergebracht, die so klein sind, dass das Muttertier sich nicht einmal umdrehen kann. Meist sind sie durch Gitter von ihren Kindern getrennt. All diese Praktiken sind legal. Etwa 99 Prozent der Schweine in der Fleischindustrie leben in solchen Verhältnissen – und 100 Prozent werden am Ende getötet oder sterben schon in den Ställen.

Das Christentum ist eine Religion der Ethik, die für Barmherzigkeit, Achtung vor dem Leben und Nächstenliebe eintritt. Die Kampagne „Christen für Tiere“ beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Grundwerte global umgesetzt werden können, und formuliert realisierbare ethische Leitlinien für ein friedliches Zusammenleben von Mensch, Natur und Tier – bibelnah und theologisch fundiert. Tiere sind die Brüder und Schwestern der Menschen, ihre Nächsten. Jede Nutzung von ihnen – sei es zur Nahrungsmittelproduktion, für Bekleidung, zur Unterhaltung oder in Tierversuchen – und jede Degradierung zur Ware widerspricht einer friedvollen, bewahrenden und lebensachtenden Haltung.
 
Quellen:
[1] Food and Agriculture Organization of the United Nations (2006): Livestock’s Long Shadow: Environmental Issues and Options. United Nations (UN).
[2] United Nations Environment Programme (2010): Assessing the Environmental Impacts of Consumption and Production. Priority Products and Materials.
[3] Evangelische Kirche in Deutschland (2015): Unser tägliches Brot gib uns heute. Neue Weichenstellung für Agrarentwicklung und Welternährung. Eine Studie der Kammer der EKD für nachhaltige Entwicklung.
 

Tiere sind Mitgeschöpfe: Die Kampagne „Christen für Tiere“ plädiert für tierleidfreie Gemeindefeste. / © PETA
 
Das Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
Christen-fuer-Tiere.de
Erkenne-den-Zusammenhang.de
Veganstart.de
Kontakt:
Valeria Goller, +49 (0)711 860591-521, ValeriaG@peta.de