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Schlagerfeuer – mehr als nur des Schlagers russische Seele!

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Stand Mai 2009
„Des Schlagers russische Seele“ - Mit diesem griffigen Slogan warb die süddeutsche Band Schlagerfeuer im Jahr 2008 um die Gunst der Zuhörer. Und das mit riesigem Erfolg! Denn die vier Musiker um Sänger Klaus Jürgen Jakob haben in den letzten Monaten in der Schlager- und Volksmusikszene für ordentlich Wirbel gesorgt. Schlagerfeuer hat als erste Band im Schlager russische Themen und Fragmente aufgegriffen und diese in zeitgemäßer Form präsentiert. Damit gelten Schlagerfeuer als Vorreiter einer neuen Stilrichtung im Musikgenre. Mit dem Song „Russische Puppen“ eroberten Schlagerfeuer die Herzen der Fans und die Charts von einschlägigen Radiosendern wie NDR1 und traten beim Herbstfest der Volkmusik mit Florian Silbereisen in der ARD auf.

 

Schlagerfeuer
Dass in Schlagerfeuer aber noch deutlich mehr steckt, als nur russische Fröhlichkeit, beweisen die Schlager-Durchstarter mit ihrem Beitrag zum Vorentscheid für den Grand Prix der Volksmusik, der am 21. Mai 2009 live im ZDF übertragen wird. "Unsere Erde" ist eine beeindruckende Ballade mit aussagekräftigem Inhalt. Schlagerfeuer eröffnen ein weiteres Kapitel ihrer noch jungen Karriere.

Für Schlagerfeuer sind Themen wie Umwelt- und Tierschutz besonders wichtig und zwei der vier Bandmitglieder sind überzeugte Veganer. Kein Wunder, dass die gesamte Band auf ihrer Homepage dazu aufruft PETA Deutschland zu unterstützen!

Es gibt also genug Gründe, mit Band-Leader Klaus Jakob zu sprechen:

 

 

Schlagerfeuers aktuelle CD "Russische Puppen"

Interview mit Sänger Klaus

Wann und warum hast Du aufgehört, Fleisch zu essen?
Vor zwei Jahren hatte ich mich schon mal entschieden, kein Fleisch mehr zu essen. Ich hatte auf einem Straßenschild „Stop eating animals“ gelesen. Seit meinem Geburtstag im letzten Jahr leb ich nun fast ausschließlich vegan.

Gab es da ein oder mehrere Ausschlag gebende Ereignisse?
Ja, Rico der seit 14 Jahren Veganer ist, kam in mein Leben. Er klärte mich richtig gut auf und ab da merkte ich richtig, wie gesundheitsschädlich und schwachsinnig das ganze Töten der Tiere ist.
Verantwortlich für sämtliche Krankheiten wie Krebs, Rheuma, Arterienverkalkung u.v.m. hatte ich sofort genug vom Tierkadaver, wie ich es heute ansehe. Ich hatte über Jahre auch jeden Tag einen Liter Milch getrunken, da ich mir von der Werbung weis machen lies, wie gesund das sei. Das Gegenteil war der Fall, ich hörte immer schlechter, da meine Atemwege bereits durch den Milchgenmuss verschleimt waren. Der Arzt hatte erst den Verdacht, es käme von der Musik, letztendlich war es aber die weiße, so gesunde Nahrung.

Wie hat Dein Umfeld damals darauf reagiert?
Von „Du siehst immer schlechter aus, seit Du kein Fleisch mehr isst“, bis zu „Das schafft kein Körper“ usw., alles habe ich gehört.
Mir geht´s auf jeden Fall blendend, habe super Normalgewicht und auch die angebotene Nahrung ist reichlich. Pflanzliche Brotaufstriche, Kartoffeln in jeder Form (außer Pommes), Gemüse, Salate, Rohkost, Soja, Tofu u.v.m.. Anfangs habe ich gedacht, da gäbe es nichts, aber jeder Supermarkt führt bereits vegane, bzw. vegetarische Nahrungsmittel in großem Umfang. Man muss nur fragen und wollen. Und: Viele Sachen schmecken zudem sehr, sehr gut.
Klaus Jakob von Schlagerfeuer
Spielt Tierschutz in der Schlagerszene eine Rolle?
Die Künstler, die mit uns unterwegs sind, interessieren sich auf jeden Fall für unsere Ernährung.
Mancher hat´s auch schon geschafft, wie die Carla und der Michael von der Gruppe „Die Schäfer“. Andere versuchen es, haben aber diverse kleine Schwierigkeiten.
Wir versuchen den Tierschutz, soweit es mangelt, auf jeden Fall in die Schlagerszene von Herzen einzubringen und geben unsere Erfahrungen jedem weiter, der sich für gesunde Ernährung und Tierschutz interessiert. Auf unserer letzten Tournee hatten schon einige Künstler wie Bata Ilic ein Gewissen bekommen, kein Fleisch mehr zu essen. Das dauerhaft Umzusetzen ist natürlich für manchen etwas schwer.

Ist das ein Thema für das sich die Zuhörer interessieren?
Bei unserer vergangenen Tournee „Traum-Melodien der Volksmusik“ bekamen wir enormen Beifall für unseren Einsatz zum Schutz der Tiere, Gewässer, Natur und für die ganze Erde. Wir bleiben an diesem Thema auf jeden Fall dran. Vielleicht klappt´s zweigleisig. Zum Einen machen wir gerne interessante, frohe und lebendige Musik wie unseren Kult-Hit „Russische Puppen“, „Zarenball“ oder „Anna Maria“, zum anderen möchten wir auch die interessante und wichtige Nische der Tierwelt und Natur u.v.m. beibehalten.
Unsere Erde krankt und wenn wir sie weiter so ausbeuten, dann kommt vieles auf uns zurück. Bei Naturkatastrophen , da fehlt kein Gott, das macht alles der Mensch ganz alleine. Was man sät, das erntet man auch. Ganz einfaches Gesetz, nur kennt es kaum jemand. Fleischverzehr kommt in Form von Krankheit zurück, Massentierhaltung kommt in Form von Klimawandel wegen des hohen CO2-Ausstoßes der Tiere auf uns zurück und aktuelles Beispiel ist die Schweinegrippe.

Für wie wichtig hältst Du Aufklärung über Veganismus und andere tierrechtliche Dinge?
Für sehr wichtig. Allerdings macht uns da wie bereits angesprochen die Pharma,- Fleisch- und Milchindustrie das Leben schwer. Man bedenke, meine Mutter war an Krebs erkrankt, ist uns nachgefolgt und ist bereits fast Veganerin. Denn schon die Ernährungsumstellung, d.h. die Vermeidung von allen tierischen Eiweißen, hemmt den Krebs an seiner Entstehung, bzw. am Weitermachen.

Wie stehst Du zum gegenwärtigen Trend zur „biologisch bewusst Ernährung“?
Das finde ich prima. Persönlich würde ich mir wünschen, dass es viele Menschen so schnell wie möglich kapieren, was auf der Erde so läuft. Wenn wir die Nahrungsmittel und das Wasser, abgesehen vom ganzen Treibhauseffekt, was die ganze Massentierhaltung mit sich bringt, direkt uns zuführen würden, dann gäbe es weltweit keinen Mangel. Was eine Kuh, bis sie schlachtreif ist, an tausenden Litern Wasser, an Mais, an Nahrung überhaupt benötigt, könnte ein Vielfaches der Menschheit direkt mit sehr viel Nahrung bedient werden. Wir gehen aber immer noch die treibhausschädlichen Umwege.
Bis ein Kilo Fleisch auf den Tisch kommt, könnten viele Menschen aus direkten Quellen schon ernährt sein. Die Überdüngung der Felder durch Gülle und die dadurch zum Tode verurteilten Kleintiere, so wie das Grundwasser sind ein weiterer Aspekt, alles Tierische abzulehnen. Biologisch bewusste Ernährung heißt bewusst aufpassen und handeln und das finde ich natürlich gut.

In eurem Song „Unsere Erde“ geht es um Umweltschutz. Gerade die Produktion von Fleisch ist maßgeblich am Klimawandel beteiligt. Was wäre in Deinen Augen der beste Weg auf individueller Ebene etwas gegen den Klimawandel zu tun?
Ganz klar, wie erwähnt, so gut es geht, auf tierische Produkte verzichten. Fleisch, Käse, Milch sind Klimakiller schlechthin. Leider fahre ich noch einen Spritfresser und hoffe auch den bald zu beseitigen können und wünsche mir natürlich den Fortschritt von sehr umweltfreundlichen Motoren. Auch die Ausbeutung der Mineralien bleibt meines Erachtens an der Menschheit hängen. Wer mit offenen Augen durch´s Leben geht, erkennt bald, was die Erde für uns ist. Etwas Einzigartiges. Für viele leider nicht.

Was denkst Du über Tierversuche und über das Tragen von Pelzen?
Na ja, was soll man da schon noch sagen. Für mich sind das arme Menschen, die jegliches Gefühl zur Schöpfung verloren haben. Was die den Tieren antun, ein normal denkender Mensch ist dazu nicht in der Lage. Nochmal: Die Krankheiten kommen von uns ganz alleine in Form von Fehlernährung etc.. Erst isst man die Tiere, dann wird an Ihnen geforscht um die künstlich hergestellte Krankheit wieder zu heilen.
Die Träger der Pelze werden die Nächsten sein. Alles kommt zurück. Ursache und Wirkung, Aktion und Reaktion, die Natur kennt Ihre Feinde und schlägt auch hier zurück.
Vancouver, die Sport-(Mordstätte) der olympischen Spiele, auf jeden Fall nicht für Tierfreunde.


Was ist Deine Meinung zum Gebrauch von Wildtieren wie Bären, Elefanten oder Löwen in Zirkussen?
Da fehlt es auch an jeder Achtung der Schöpfung. Ganz einfach: Zoos, Zirkusse, und alles was dazugehört boykottieren.