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Schlange in Baar tot aufgefunden - PETA setzt 500 Euro Belohnung für Hinweise aus

 
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Stand März 2013
Baar (Aichach-Friedberg) / Gerlingen, 5. März 2013 – Nachdem am vergangenen Samstag in Baar ein Terrarium mit einer toten Schlange von einem Spaziergänger gefunden wurde, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Halters führen. Die Organisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren eine Tierquälerei und womöglich einen Straftatbestand darstellt – das gilt ebenso für Misshandlung, nicht artgerechte Unterbringung und Versorgung sowie die bewusste Unterlassung notwendiger Hilfeleistung. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können oder gar wissen, woher die Schlange stammt, wenden sich bitte an PETA telefonisch unter 0152 37325400 und per Mail oder direkt an das zuständige Polizeirevier.

„Sollte die Schlange ausgesetzt worden und in der Kälte erfroren sein, hat sich der Halter möglicherweise strafbar gemacht“, so Charlotte Köhler, Kampagnenleiterin bei PETA. „Immer wieder werden Tiere von verantwortungslosen Menschen wie Wegwerfware ausgesetzt. Dieses Schicksal müssen häufig auch Reptilien teilen, deren Halter keine Ahnung von den anspruchsvollen Tieren haben und sie ihnen im wahrsten Sinne über den Kopf wachsen.“

PETA fordert ein Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten. Eine artgerechte Haltung von Reptilien ist in Gefangenschaft kaum möglich. Zudem ist die Haltung nicht nur extrem kostspielig, sie erfordert auch ein umfangreiches Wissen. Ein Großteil der in Deutschland gehaltenen Exoten stirbt frühzeitig, weil sie nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Insbesondere im Sommer entkommen zahlreiche exotische Tiere aus ungesicherten Terrarien, darunter Schlangen, Echsen, Skorpione und Spinnen: für einige der exotischen Tiere sind die Überlebenschancen in Freiheit in unseren Breitengraden gering, andere wiederum können heimischen Arten Konkurrenz machen. Außerdem können die exotischen Tiere auch zu einer Gefahr für Menschen werden: Wie mehrere Studien belegen, übertragen Reptilien häufig Salmonellen – etwa 90 Prozent der Tiere tragen die gefährlichen Erreger in sich. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern von exotischen Tieren herrührt.

PETA macht darauf aufmerksam, dass das Aussetzen von Tieren laut §3 des Tierschutzgesetzes verboten ist und den Straftatbestand der Tierquälerei nach §17 des Tierschutzgesetzes erfüllen kann, was mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden kann. Wer ein Tier findet und nicht sachkundig ist, sollte es nicht anfassen und umgehend die Polizei oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Haustiere
PETA.de/Exoten
PETA.de/Reptilienchronik

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de