Spenden
 »  »  » Schluss mit Stopfleber: Restaurant „Erbprinz“ in Ettlingen streicht Foie gras von der Speisekarte

Schluss mit Stopfleber: Restaurant „Erbprinz“ in Ettlingen streicht Foie gras von der Speisekarte

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge

PETA zeichnet Restaurant mit „Stopfleber-frei-Urkunde“ aus

Stand Dezember 2013
Ettlingen / Gerlingen, 2. Dezember 2013 – Sternerestaurant trifft tierfreundliche Entscheidung: Ab sofort streicht das Ettlinger Restaurant „Der Erbprinz“ Foie gras von der Speisekarte. Diesen Entschluss verkündeten die Betreiber Anfang letzter Woche in einer offiziellen Pressemitteilung auf ihrer Facebook-Seite. Für die vorbildliche Entscheidung zeichnet die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. das Sternerestaurant jetzt mit einer „Stopfleber-frei-Urkunde“ aus.
PETA hatte den Geschäftsführer im Mai und nochmals im September dieses Jahres angeschrieben und über die tierquälerische Praxis auf Stopfleberfarmen informiert. Nachdem die Leitung daraufhin nicht antwortete, rief die Organisation im Herbst zusätzlich auf ihrem Blog zur Unterstützung auf und bat PETA-Unterstützer, das Restaurant zu kontaktieren und freundlich dafür zu plädieren, die Qualpastete von der Karte zu streichen.

„Wir freuen uns vor allem im Namen der Tiere und möchten uns bei der Geschäftsführung bedanken. Durch diese tierfreundliche Entscheidung bleibt zahlreichen Gänsen und Enten die grausame Qual des Stopfens erspart“, so Dr. Tanja Breining, Biologin bei PETA. „Wir hoffen, dass sich weitere Restaurants diesem tierfreundlichen Beispiel anschließen und Stopfleber in Zukunft keinen Platz mehr auf ihrer Speisekarte einräumen werden.“

Eine Nachfrage beim Statistischen Bundesamt ergab, dass allein im Jahr 2012 77 Tonnen Stopfleber aus Frankreich, Ungarn und den Niederlanden nach Deutschland importiert wurden, für die über 100.000 Enten und Gänse sterben mussten.

Medizinisch gesehen ist die verfettete Leber (Steatosis hepatis) ein krankhaft verändertes Organ. Den betroffenen Enten und Gänsen wird mehrmals täglich ein langes Rohr in den Rachen gestoßen, über das sie mit großen Mengen Getreide zwangsgestopft werden. Den Vögeln wird die Kehle aufgeschlitzt, bevor sie an den irreversiblen Folgen des Stopfens sterben. Zu den Nebenwirkungen zählen unter anderem Verletzungen des Rachenbereichs, Atemnot, Prellungen, Knochenbrüche, Darmentzündungen, Durchfall, Leberzirrhose, Herzversagen, Nierenversagen und Leberblutungen. Die Gänsestopfleber ist folglich ein extrem geschädigtes Organ von gequälten Tieren und sollte von allen Speisekarten gestrichen werden. Daher fordert PETA ein Verkaufsverbot von Stopfleber und hat hierfür bislang fast 100.000 Unterschriften gesammelt.

Zahlreiche Prominente unterstützen PETAs Anti-Stopfleber-Kampagne, darunter James Bond-Legende Sir Roger Moore, Formel-1-Rennfahrer Adrian Sutil, Oscarpreisträgerin Kate Winslet, Model Tamara Ecclestone, Autorin Charlotte Link oder auch Gastronomieberaterin Eva Miriam Gerstner.

Menschen, die Tierleid verhindern möchten, sollten kein Geld für tierische Produkte ausgeben. Mit PETAs kostenlosem Veganstart-Programm gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, sie bewahren auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten.

Weitere Informationen:
Stopfleber.Info
PETA.de/Stopfleberrecherche2012
PETA.de/Stopfleber

Kontakt:
Anneli Ick, +49 (0) 7156 17828-27, AnneliI@peta.de