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Schluss mit tödlicher Tradition: „Christen für Tiere“ plädiert zum St. Martinstag für ein Ende des „Martinsgans-Essens“

 
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Nächstenliebe und Barmherzigkeit leben

Stand November 2016
Stuttgart, 9. November 2016 – Liebe statt Leiden: Alljährlich wird am 11. November der St. Martinstag gefeiert. Während der Martinszug oder das Martinssingen auf friedliche Weise Martin von Tours gedenken, verursacht eine Tradition Schmerzen und Tod: das sogenannte „Martinsgans-Essen“. Das Leid der Tiere steht dabei in klarem Widerspruch zur Botschaft des heiligen Martin. Denn dieser war ein barmherziger Mann, der Armen, Bedürftigen und Hilflosen zur Seite stand – bis heute ist er der Inbegriff christlicher Nächstenliebe. Vor diesem Hintergrund bittet „Christen für Tiere“, eine Kampagne der Tierrechtsorganisation PETA, alle Verbraucher, Martin von Tours Beispiel zu folgen, sich allen Mitgeschöpfen gegenüber barmherzig zu zeigen und an St. Martin keine Gans zu verzehren.
 
„Tradition und Tierleid müssen nicht Hand in Hand gehen“, so Julia Bielecki, Theologin und Betreuerin der Kampagne „Christen für Tiere“ bei PETA. „Die Konsumenten können heutzutage aus einer reichen Auswahl rein pflanzlicher Köstlichkeiten wählen, für die kein Tier leiden oder getötet werden muss. So einfach lässt sich St. Martins Erbe von Güte und Selbstlosigkeit zeitgemäß fortführen.“
 
Etwa zehn Millionen Gänse werden jährlich in der Zeit zwischen dem Martinstag und Weihnachten getötet. Der Großteil des auf dem deutschen Markt erhältlichen Gänsefleischs stammt aus Polen oder Ungarn, wo die Tiere zudem meist lebendig gerupft und für die Produktion von Stopfleber zwangsernährt werden. Obwohl die Foie-gras-Herstellung in Deutschland gesetzlich verboten ist, werden jedes Jahr über 300 Tonnen Stopfleber aus anderen Ländern – insbesondere aus Frankreich – importiert, da dies nicht geahndet werden kann.
 
Das Christentum ist eine Religion der Ethik, die für Barmherzigkeit, Achtung vor dem Leben und Nächstenliebe eintritt. Die Kampagne „Christen für Tiere“ beschäftigt sich mit der Frage, wie diese Grundwerte global umgesetzt werden können, und formuliert – bibelnah und theologisch fundiert – lebbare ethische Leitlinien für ein friedliches Zusammenleben von Mensch, Natur und Tier. Die Tiere sind „unsere Brüder und Schwestern“, unsere Nächsten. Jede Nutzung von ihnen – sei es zur Nahrungsmittelproduktion, für Bekleidung, zur Unterhaltung oder in Tierversuchen – und jede Degradierung zur Ware widerspricht einer friedvollen, bewahrenden und lebensachtenden Haltung.
 
Gänse sind äußerst liebenswerte und intelligente Lebewesen: Sie wählen ihren Partner zumeist auf Lebenszeit. Werden der Partner oder die Kinder einer Gans krank oder verletzen sich, weigert sie sich häufig, von deren Seite zu weichen – selbst wenn der Winter naht und die anderen Tiere der Gruppe in den Süden fliegen. Wird der Partner einer Gans getötet oder ihre Eier zerstört, zieht sich das Tier zum Trauern zurück. Ist der Partner gestorben, verbringen manche Gänse ihr gesamtes restliches Leben als Witwen/Witwer und weigern sich, sich erneut zu paaren – und das kann eine lange Zeit sein, denn Gänse werden in Freiheit bis zu 25 Jahre alt.

Tiere sind Mitgeschöpfe: Die Kampagne „Christen für Tiere“ appelliert zum St. Martinstag für ein Ende des „Martinsgans-Essens“. / © PETA
 
Das Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
Christen-fuer-Tiere.de
PETA.de/Martinstag
Veganstart.de
Erkenne-den-Zusammenhang.de
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de