»  »  » Schwarzer Tag für die Tiere: PETA übt scharfe Kritik an der Bundesregierung für neues Tierschutzgesetz

Schwarzer Tag für die Tiere: PETA übt scharfe Kritik an der Bundesregierung für neues Tierschutzgesetz

Stand Dezember 2012
Berlin / Gerlingen, 14. Dezember 2012 – Mit den Stimmen der Regierungskoalition wurde am späten Donnerstagabend die umstrittene Novelle des Tierschutzgesetzes im Bundestag verabschiedet. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. übt nun scharfe Kritik an der Bundesregierung, die sich mit der Reform offenbar dem Druck der Agrar- und Pferdezüchterlobby beugte. Selbst längst überfällige Änderungen zur Vermeidung der schmerzhaften Eingriffe, wie etwa die betäubungslose Ferkelkastration oder der Schenkelbrand bei Pferden, wurden zurückgenommen oder auf 2019 vertagt. PETA fordert angesichts des wichtigen Wahljahres 2013 die Bürger dazu auf, dem Tierschutz bei der Stimmabgabe höchste Priorität einzuräumen.

„Die Tierquälerei in Deutschlands Ställen geht weiter, damit eine kleine Gruppe Unternehmer satte Gewinne auf Kosten der Tiere einfahren können“, sagt Diplom-Zoologe Peter Höffken, Kampagnenleiter bei PETA. „Dieses Votum ist ein Beleg dafür, dass der Bundesregierung jegliche Empathie und Mitgefühl gegenüber Mitgeschöpfen fehlt.“

In Deutschland werden jedes Jahr zwischen 20 und 25 Millionen Ferkel betäubungslos kastriert, ihnen werden die Zähne abgekniffen und die Schwänze abgeschnitten. Eine Amputation mit Betäubung, so die Züchter, soll kostspieliger und aufwendiger sein. Angesichts der Aufnahme des Tierschutzes als Staatsschutzziel in die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland (Art. 20a GG) erscheint diese Argumentation jedoch als unschlüssig.

Beim Schenkelbrand wird den Fohlen ein Brandzeichen am Schenkel angebracht. Die Tiere erleiden hochgradige Verbrennungen. Die Brandnarbe bleibt als permanentes Markenzeichen, mit dem lediglich das Zuchtgebiet repräsentiert wird. Im Sinne des Tierschutzes wäre eine Kennzeichnung mittels eines Transponderchips geeignet, mit dem seit dem 1. Juli 2009 alle Fohlen EU-weit gekennzeichnet werden müssen.
Auch künftig erlaubt: Betäubungslose Kastrationen bei Ferkeln / © PETA Das Bild ist auf Anfrage auch in druckfähiger Qualität erhältlich.

Weitere Informationen:
PETA.de

Kontakt:
Bartek Langer, 07156 17828-27, BartekL@peta.de