Spenden
 »  »  » Schwerverletzte Rinder transportiert: PETA erstattet Strafanzeige und fordert Tierhalteverbot für Hä

Schwerverletzte Rinder transportiert: PETA erstattet Strafanzeige und fordert Tierhalteverbot für Händler

 
Banner
 
 
Empfohlene Beiträge
Stand Februar 2015
Braunschweig / Stuttgart, 25. Februar 2015 – Rücksichtsloser Tiertransport: Mitte Februar entdeckte die Autobahnpolizei bei einer Kontrolle an der Ausfahrt der A 2 bei Braunschweig-Ost vier schwerverletzte Rinder in dem Anhänger eines Sprinters. Der Fahrer wollte die Tiere von Sachsen-Anhalt zu einem Fleischhandel im Landkreis Nienburg/Weser bringen. Die Behörde hat die Ermittlungen gegen den Tierhändler aufgenommen. Denn laut Polizeibericht konnte sich eine Kuh vor Schmerzen bereits nicht mehr auf den Beinen halten. Ein anderes Tier hatte offensichtlich vor kurzem ein Kalb geboren und blutete stark. Bei zwei Rindern waren die Gelenke auf Fußballgröße angeschwollen. Alle vier litten stark und mussten von ihren Qualen erlöst werden. Nun hat PETA Deutschland e.V. bei der Staatsanwaltschaft Braunschweig Strafanzeige gegen den Tierhändler erstattet. Der Vorwurf: Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutztransportverordnung. Immer wieder werden Tiere krank und verletzt zum Schlachthof gebracht. Außerdem kommt es bei Transporten regelmäßig zu tödlichen Unfällen. Die Tierrechtsorganisation fordert ein ausnahmsloses Verbot von Tiertransporten. PETA appelliert außerdem an die Behörden, gegen den Händler ein Tierhaltungsverbot auszusprechen.
 
„Es ist absolut gewissenlos, schwer verletzte Rinder bewusst den Strapazen eines Transports auszusetzen“, so Lisa Wittmann, Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA Deutschland e.V. „Doch auch wenn die Gesetze eingehalten werden, sterben Tiere während des Transports häufig aufgrund von Kreislaufzusammenbrüchen, Quetschungen oder Durst. Jeder Verbraucher, der Fleisch isst, trägt Mitschuld. Nur eine pflanzliche Ernährung ist tierleidfrei.“
 
Für Tiere sind Transporte stets mit zahlreichen Risiken verbunden: Die Verletzungsgefahr ist enorm und die ungewohnte Situation löst bei den sensiblen Lebewesen Angst und Stress aus. Außerdem leiden die Tiere unter Enge, Temperaturschwankungen, Hunger und Wassermangel. Laut Tierschutztransportverordnung ist es verboten, Tiere zu transportieren, die durch Krankheit, Verletzung oder Schwäche nicht mehr selbstständig auf den Anhänger laufen können. In der Praxis werden die Rinder, Schweine oder Schafe allerdings nicht selten durch Schläge, Stromstöße oder sogar mit Hilfe eines Frontladers auf die Fahrzeuge gezwungen.

Auch ohne den Transport leiden Tiere in der Ernährungsindustrie. Ihr in der Regel kurzes Leben verbringen die meisten Rinder in Ställen auf Spaltenböden ohne jemals auf eine grüne Wiese zu dürfen. Wegen ihrer Milch werden den Tieren ihre neugeborenen Kälber weggenommen. Dabei sind Kühe soziale und intelligente Lebewesen, die Freundschaften und eine enge Bindung zu ihrer Familie eingehen. Im Schlachthaus erleben offiziellen behördlichen Zahlen zufolge über zehn Prozent der Tiere den Schnitt durch die Kehle bei Bewusstsein, da die Betäubung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird.
 
Im Schlachthaus erleben über zehn Prozent der Tiere den Schnitt durch die Kehle bei Bewusstsein, da die Betäubung nicht ordnungsgemäß durchgeführt wird.

PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, gegessen zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht.
 

Weitere Informationen:
Veganstart.de
PETA.de/Themen/Ernährung
Veganblog.de/ausgebrochener-Stier-gekämpft-und-doch-verloren
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0) 30 - 68 32 666 04, JudithS@peta.de