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Schwimm nicht mit Delfinen

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Stand Juli 2007
Wenn Dich Deine Sommerurlaubspläne dazu veranlasst haben sollten Eintrittskarten für einen Meeressäugerpark oder ein Delfin-Schwimmen zu kaufen, dann sei vorgewarnt: Du könntest dabei helfen Delfin-Wildjäger mitzufinanzieren. Dies ist das kleine schmutzige Geheimnis der Tierindustrie.

Jedes Jahr werden in Japan tausende von Delfinen durch grausame Treibjagden getötet. Dabei landen die meisten der Delfine als Fleisch im lokalen Supermarkt. Einige von ihnen enden allerdings auch in Folge dieser staatlich-subventionierten Machenschaften (sog „oikomi“) in ewiger Gefangenschaft, so in Aquarien oder in Unterhaltungsparks. Dabei finanziert eine handvoll lebender Delfine den Tod aller anderer.

Im Oktober und November 2006 beobachtete der Fotojournalist Boyd Harnell die Treibjagd in Taiji, Japan. „Es war ein abscheuliches und barbarisches Ereignis“, sagte Harnell später. Im Oktober beobachtete Harnell ein Duzend von Fischereibooten die eine Delfinschule verfolgten. Dabei schlugen die Crewmitglieder Metallstangen unter Wasser gegeneinander um so eine Geräuschmauer zu erzeugen. Durch die Metallklänge werden Delfine orientierungslos, während die Boote dann jede Fluchtmöglichkeit versperren und die panischen Meeressäuger in eine kleine „Gefangenen-Bucht“ zusammen treiben. Dabei werden einige der Delfine über Stunden verfolgt. „Es war wie eine Militäroperation“, schrieb Harnell später. „Die Jagd war unerbittlich“.

Einige der Delfine haben die Möglichkeit zu entwischen, „aber die anderen inklusive der Kälber werden eingefangen und hyperventilieren“ sagt Harnell später. Dabei sind nicht alle der Kälber in der Lage durchzuhalten - sie werden von ihren Müttern getrennt. Letzten Endes werden diese Delfinkälber zurückgelassen und sterben entweder einen qualvollen Hungertod oder aber werden von Haien gefressen.

Am Morgen nach der ersten Treibjagd konnte Harnell beobachten, wie die Fischer - mit langen Messern bewaffnet - das Massaker begannen. Mehrere Netze wurden dabei benutzt um die Delfine in die „Gefangenen-Bucht“ zu zwängen. Dort wurden sie entweder mit Hilfe von langen Messerklingen aufgespießt oder aber ihnen wurden ihre Kehlen aufgeschlitzt. Videofilmaufnahmen vergangener Treibjagden zeigen, dass Delfine in ihrem eigenen Blut über mehrere quälende Minuten hinweg verenden. Danach werden ihre toten Körper in lokale Schlachthäuser gebracht und in Stücke zerhackt.
Dieses “Spektakel” wird dann von September bis März immer und immer wieder durchgeführt. Alleine in den letzten zwei Jahrzehnten fielen insgesamt 400.000 Delfine diesem Massaker zum Opfer. Ansässige Fischer sehen in Delfinen die Ursache für den schwindenden Fischbestand und betrachten das grausame und gewalttätige „oikomi“ schlicht und ergreifend als „Pest-Kontrolle“.

Aber nicht alle der Delfine werden getötet. Jedes Jahr wird eine unbestimmte Anzahl von jungen Delfinen, die während der Treibjagd gefangen genommen werden, an die Tierunterhaltungsindustrie verkauft. Einige von den Delfinen enden dann in Aquarien. Andere fristen in Delfin-Schwimm-Programmen oder aber in Unterhaltungsparks ihr trauriges Dasein.

Einem im letzten Jahr erschienenem Bericht der „Whale and Dolphin Conservation Society“ zu Folge wurden Delfine, die während der brutalen Treibjagd gefangen genommen worden sind, an Aquarien in der ganzen Welt verkauft. An diesen Machenschaften sind sogar Länder beteiligt, die sich gegen einen Import von Delfinen aus der Treibjagd ausgesprochen haben. Die Delfine werden dann entweder vor Ausspruch des Importverbotes bezogen oder aber über Drittländer eingeführt. So wurde beispielsweise in den USA im Jahre 1993 ein Importverbot für in der Treibjagd gefangen genommenen Delfine ausgesprochen - vorher wurden aber noch mindestens 20 Delfine zu amerikanischen Zwecken eingekauft.

Wenn Sie diese barbarische Jagd nicht unterstützen wollen dann nehmen Sie bitte keinesfalls am Delfin-Schwimmen teil, noch besuchen Sie Unterhaltungsparks in denen Delfine zur Schau gestellt werden. Man weiß schon lange, dass die Gefangenschaft von Meeressäugern ein sicheres Todesurteil für diese bedeutet. Nun wissen wir auch, dass das Delfin-Schwimmen nur ein Teil der Qual ist, den jeder einzelne Delfin erleiden muss, ist.

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