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Sechs Meter langer Netzpython in Emden ausgesetzt – PETA bietet 500 Euro Belohnung für Hinweise

 
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Stand Juni 2013
Emden / Gerlingen, 25. Juni 2013 – Ein aufmerksamer Passant entdeckte am vergangenen Freitag einen sechs Meter langen Netzpython in der Nähe des Emdener Klärwerks und informierte die Polizei. Das rund 50 Kilo schwere Tier wurde daraufhin von Mitarbeitern der Feuerwehr in das örtliche Tierheim gebracht. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. setzt nun eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ermittlung und Überführung des Halters führen. Die Organisation weist darauf hin, dass das Aussetzen von Tieren tierquälerisch ist und womöglich einen Straftatbestand darstellt – das gilt ebenso für nicht artgerechte Unterbringung und Versorgung sowie die bewusste Unterlassung notwendiger Hilfeleistung. Zeugen, die Informationen zu diesem Fall beisteuern können oder gar wissen, woher die Schlange stammt, wenden sich bitte telefonisch unter 0152 37325400 oder per E-Mail an PETA oder direkt an das zuständige Polizeirevier.

„Netzpythons sind Wildtiere und gehören nicht ins Terrarium“, sagt Kathrin Eva Schmid, Campaignerin für Missstands-Meldungen bei PETA. „Vielen neuen Haltern sind die hohen Ansprüche der Tiere an Wärme, Luftfeuchtigkeit oder Bodengrund nicht bewusst - so wachsen ihnen Aufwand und Kosten schnell über den Kopf.“

PETA fordert ein Haltungsverbot von exotischen Tieren in Privathaushalten. Eine artgerechte Haltung von Reptilien ist in Gefangenschaft nicht möglich. Zudem ist die Haltung nicht nur extrem kostspielig, sie erfordert auch ein umfangreiches Wissen. Ein Großteil der in Deutschland gehaltenen Exoten stirbt frühzeitig, weil die Tiere nicht ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden. Insbesondere im Sommer entkommen zahlreiche exotische Tiere aus ungesicherten Terrarien, darunter Schlangen, Echsen, Skorpione und Spinnen. Für einige der exotischen Tiere sind die Überlebenschancen in Freiheit in unseren Breitengraden gering, andere wiederum können heimischen Arten Konkurrenz machen. Außerdem können die exotischen Tiere auch zu einer Gefahr für Menschen werden: Wie mehrere Studien belegen, übertragen Reptilien häufig Salmonellen – etwa 90 Prozent der Tiere tragen die gefährlichen Erreger in sich. Das Robert-Koch-Institut schätzt, dass jede dritte Salmonelleninfektion bei Kleinkindern von exotischen Tieren stammt.

PETA macht darauf aufmerksam, dass das Aussetzen von Tieren laut § 3 Tierschutzgesetz verboten ist und den Straftatbestand der Tierquälerei nach § 17 Tierschutzgesetz erfüllen kann. Dies kann mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden. Wer ein Tier findet und nicht sachkundig ist, sollte es nicht anfassen und umgehend die Polizei oder den örtlichen Tierschutzverein kontaktieren.

PETA setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von Tierquälerei aus, um bei der Ermittlung der Täter zu helfen.

Weitere Informationen:
PETA.de/Tierqual
PETA.de/Haustiere
PETA.de/Exoten
PETA.de/Reptilienchronik
PETA.de/Salmonellen
PETA.de/Whistleblower
www.terraristika-info.de

Kontakt:
Judith Stich, 030 68326660-4, JudithS@peta.de