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Sir Paul McCartney: ‘Tierversuche sind unzuverlässig und grausam’

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Stand Dezember 2009
In einem Exklusiv-Interview mit PETA spricht sich Sir Paul McCartney gegen die Vivisektion aus.

Unmittelbar nachdem er ein Schreiben an die Gouverneurin von Arizona, Janet Neapolitano, mit dem dringenden Appell gesandt hatte, Covance dort für den Bau eines neuen Tierversuchslabors einen Riegel vorzuschieben, traf sich Sir Paul McCartney letzte Woche in London bei einem Tee mit Sojamilch mit PETA’s Dan Mathews zu einem Interview, um über die Sinnlosigkeit und Grausamkeit von Versuchen an Tieren zu sprechen.

Sir Paul unterstützt aktiv PETA’s Kampf gegen Tierversuche. Schon vor Jahren beteiligte er sich mit Erfolg an unserer Kampagne, die darauf abzielte, General Motors zum Einstellen ihrer veralteten Crash-Tests an Schweinen und Pavianen zu bewegen und überzeugte Gillette, Tiere nicht mehr mit Chemikalien zu vergiften und zu verätzen. Seither ist PETA’s Liste der Unternehmen, die dauerhaft Tierversuche eingestellt haben, von ein paar Dutzend auf über 600 gewachsen, und wir setzen unseren Druck auf Chemikalien- und Verbrauchsgüterhersteller mit Protesten und Aktionärsresolutionen (engl.) weiter fort. In unserem jüngsten Erfolg (engl.) erklärte sich DuPont einverstanden, mit PETA bei der Entwicklung einer Tierschutzpolitik zusammenzuarbeiten und die Zahl der Tiere, die sie einsetzen, zu reduzieren.

“Je eher wir als Verbraucher Änderungen von grausamen Firmen fordern, umso besser wird das für uns selbst sein”, meint Sir Paul und ergänzt, dass Verbraucher auch die Macht haben, Einfluss auf Wohltätigkeitsorganisationen im Gesundheitswesen (engl.) zu nehmen, die grausame und überflüssige Studien an Tieren finanzieren.

“Manchmal setzen die Leute zuviel Vertrauen in Menschen mit weißen Laborkitteln und nehmen an, dass Tierversuche tatsächlich notwendig seien, nur weil man die ja schon so lange macht”, meint er. “Ich bin der Ansicht, dass das ein Überbleibsel aus dem dunklen Zeitalter der medizinischen Forschung ist, doch aufgeklärte Wissenschaftler von heute sind der Ansicht, dass sie zuverlässigere Ergebnisse mit moderneren Methoden erhalten.”

Nach dem Tod seiner ersten Frau, die an Krebs starb, erkannte Sir Paul - so wie viele Wissenschaftler auch - dass Tiere keine guten Platzhalter für den Menschen sind. Dreißig Jahre, nachdem Präsident Nixon 1971 “Krebs den Krieg” erklärt hatte, belegen Untersuchungen fast aller Medien, dass die größten Erfolge eher auf Prävention und Früherkennung denn auf Tierversuche zurückzuführen waren, doch genau dort wurden traurigerweise all die Milliarden Dollars verschwendet.

“Tierversuche wurden immer wieder als Lösung für gesundheitliche Probleme präsentiert, doch Erkrankungen des Menschen bei Tieren nachzuahmen ist ein kostspieliger und grausamer Irrweg”, meint er. “Investierte man all das Geld, das so großzügig in Tierversuche gesteckt wird, stattdessen in Prävention, würden die Ergebnisse viel besser aussehen.”

Spenden von Sir Paul an gemeinnützige Organisationen im Kampf gegen Krebs sind von der Bedingung begleitet, dass von dieser Spende keinerlei Tierversuche finanziert werden. Mindestens zwei Krebsvereinigungen, die Garland Appeal und The Cancer Project, stecken keinen Cent in Tierversuche, sondern haben sich entschlossen, ihre Mittel lieber in effektivere und humanere Behandlungen und Heilmittel zu investieren. PETA hat dazu beigetragen, dass Unternehmen und gemeinnützige Organisationen im Gesundheitsbereich den Einsatz von Tieren einstellen, indem PETA die Entwicklung von tierversuchsfreien Testmethoden finanziell fördert.

Zu der Rolle der Regierung bei der Förderung tierversuchsfreier Methoden befragt, hatte Sir Paul eine klare Meinung. “Ich würde mir wünschen, dass die Regierung in das 21. Jahrhundert eintritt und erkennt, dass Tierversuche unzuverlässig und grausam sind”, meint er. “Ich appelliere an die Regierungen, die moderneren Verfahren zu validieren und davon Abstand zu nehmen, unsere Mitgeschöpfe zu quälen.”

Das können wir nur voll und ganz unterstützen. Die U.S. Regierung sponsert derzeit mehrere gigantische Tierversuchsprogramme (engl.), die Elend und Tod für Millionen Tiere bedeuten. In Deutschland laufen ähnliche Tierversuchsprogramme, die mit Steuergeldern vor allem über die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert werden. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern weltweit drängt PETA darauf, stattdessen tierversuchsfreie Verfahren einzusetzen, und konnte einige Behörden bereits davon überzeugen, mehrere Tierversuche einzustellen.

Bitte unterstützen Sie Sir Paul und PETA bei der Arbeit, Tierversuchslabors durch hochmoderne Forschungseinrichtungen zu ersetzen, bei denen das Retten von Leben, nicht deren Vernichtung, im Mittelpunkt steht. Hier erfahren Sie mehr (engl.).