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Sommer, Sonne, Seitanschnitzel: PETA-Expertin gibt Tipps für tier- und klimafreundlichen Grillspaß

 
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Stand Juli 2015
Stuttgart, 23. Juli 2015 – Bunte Vielfalt ohne Reue: Sommerliche Temperaturen laden zu lauen Abenden mit Familie, Freunden und einem entspannten Barbecue ein. Immer mehr Verbraucher achten dabei auf die Umweltbilanz ihres Grillvergnügens. Sie verwenden beispielsweise Mehrweg-Grills, ökologisch hergestellte Kohle und vermeiden Einweggeschirr. Dabei ist es für die Menge an ausgestoßenen Treibhausgasen wesentlich entscheidender, welches Grillgut auf dem Rost landet. Im Gegensatz zu Bratwurst, Steak und Schnitzel schneiden rein pflanzliche Lebensmittel dabei wesentlich besser ab. Tierische Substanzen und Erzeugnisse haben über den gesamten Produktionsweg einen weit höheren CO2-Ausstoß als beispielsweise Gemüse – zum Teil sogar bis zu mehreren 100-mal mehr. Rein pflanzlichem Grillgut macht zudem keiner so schnell etwas in Sachen Kulinarik, Gesundheit und Tierfreundlichkeit vor. Ernährungswissenschaftlerin Felicitas Kitali von PETA Deutschland e.V. hat Tipps & Tricks für den perfekten veganen Grillabend zusammengestellt.
 
„Wer Fleisch grillt, heizt dem Klima so richtig ein. Landen dagegen Gemüsespieße, Tofuwürstchen oder Linsenbratlinge auf dem Rost, fällt die CO2-Bilanz um ein Vielfaches günstiger aus. Außerdem rettet ein veganes BBQ Tierleben“, so Felicitas Kitali. „Dazu noch ein paar knackige Salate, köstliche Soßen, fruchtige Dips, ein cremiges Avocado-Dessert und die Grillparty wird zum Hit. Mit der Wahl rein pflanzlicher Speisen minimiert sich zudem die Gefahr von Salmonelleninfektionen.“
 
Die wichtigsten Tipps für eine tier- und umweltfreundliche Grillsaison:
 
  • Es wird bunt: Wer sich auf die Suche nach veganen Grillrezepten macht, wird eine schier unendliche Vielfalt an Spießen, Kartoffel- oder Bratlingsvariationen, Pilzfüllungen, Gemüsepäckchen und Marinaden entdecken. Hinzu kommen die vielen schon grillfertig im Handel erhältlichen Soja-, Seitan- oder Lupinenprodukte. Hier lohnt sich das Ausprobieren – die Gäste werden von den verschiedenen Geschmackserlebnissen begeistert sein.
 
  • Kurz und knackig: Das pflanzliche Eiweiß in Veggie-Würstchen oder Tofu-Talern reagiert schneller auf Hitze. Das Grillgut bräunt also früher, braucht weniger Hitze und damit auch weniger Energie. Gut aufpassen, dass die Köstlichkeiten nicht schwarz werden. Bei voller Glut werden sie besser am Rand platziert oder, wenn möglich, der Rost etwas höher gehängt.
 
  • Außen knusprig, innen saftig: Viele Wurst- und Grillfleischalternativen sind bereits vorgegart. Das spart Zeit, wenn hungrige Besucher warten. Auch manche Gemüsesorten wie Maiskolben können vor dem Grillen kurz blanchiert oder gekocht werden.
  • Delikat mariniert: In dickere Scheiben geschnittene Auberginen, Zucchini, Paprika und viele weitere Gemüsesorten lassen sich ganz einfach in etwas Öl und Gewürze einlegen und können dann direkt auf den Grill gelegt werden. Zum Einpinseln eignet sich außerdem mit frischen Kräutern und Knoblauch verfeinerte Margarine. Fruchtig-scharf wird die schmelzende Mischung durch Zugabe von abgeriebener Orangenschale und Chili. Im Vergleich zu Butter ist der pflanzliche Aufstrich wesentlich klimafreundlicher: Das tierische Fett belastet die Umwelt mit rund 25kg Treibhausgasen pro Kilo – bei der gleichen Menge Margarine sind es nur 0,7kg.
 
  • Herzhaft, frisch und tierisch lecker: Vegane Mayonnaise wird ganz ohne Ei hergestellt und eignet sich zum Beispiel für die Zubereitung von herzhaften Kartoffel- oder Nudelsalaten. Besonders frischen Geschmack verleihen zudem Sojajoghurt, etwas Gewürzgurkensud, Senf und Gewürze.
 
  • Süß und doch keine Sünde: Aus Früchten wie Birnen oder Bananen und veganer Schokolade lassen sich auf dem Grill außergewöhnliche Nachspeisen zaubern. Gut gekühlt dagegen sorgen zarte Seidentofu-Desserts oder schokoladige Avocado-Cremes für ein kulinarisches Erlebnis.
 
Das Plus für die Gesundheit:
 
  • Bedenkliche Produkte: Beim Braten von gepökelten Fleisch- und Wurstwaren können Nitrosamine entstehen, bei hoher Hitze und langem Grillen weitere gesundheitsgefährdende Stoffe. Pflanzliche Lebensmittel dagegen sind nicht nur frei von Pökelsalzen, sondern auch schnell gar.
  • Achtung, Infektionen: In rohem Fleisch und Eiern können sich vorhandene Keime wie Salmonellen besonders bei sommerlichen Temperaturen geradezu explosionsartig vermehren – es drohen Lebensmittelvergiftungen. Eifreies Tiramisu oder Seitanschnitzel sollten zwar auch gekühlt aufbewahrt werden, doch die Infektionsgefahr ist bei rein pflanzlichen Speisen weitaus geringer.
  • Fleisch und Wurst enthalten reichlich gesättigte Fettsäuren, die – ebenso wie tierisches Protein – im Zusammenhang mit ernährungsmitbedingten Erkrankungen stehen. Insbesondere verarbeitete Wurstprodukte werden mit der Entstehung von Krebserkrankungen verbunden. Menschen, die sich vegan ernähren, leiden seltener an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, manchen Krebsarten und Diabetes.
 
PETA vertritt die Ansicht, dass Tiere nicht dazu da sind, gegessen zu werden. Veganer führen nicht nur ein gesünderes Leben, jeder Einzelne bewahrt auch bis zu 50 Tiere pro Jahr vor dem Tod in Tierfabriken, Schlachthöfen oder auf Fischerbooten. Mit dem kostenlosen Veganstart-Programm der Tierrechtsorganisation gelingt der Umstieg auf eine rein pflanzliche Ernährung spielend leicht. PETA Deutschland e.V. ist die größte Interessenvertretung vegan lebender Menschen in Deutschland.
 

Tier- und umweltfreundlich: Rein pflanzliches Grillgut wie marinierte Soja-Spieße / © PETA
 
Das druckfähige Motiv kann hier heruntergeladen werden.
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Umwelt
PETA.de/Klimaschutz
PETA.de/Tipps
PETA.de/gesundvegan
Veganstart.de
 
Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de