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Statement von PETA: Wiederholte Tierquälerei in Göppinger Schweinemastbetrieb – Amtsgericht spricht Landwirt trotz Videobeweis frei

 
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Stand Mai 2017
Kreis Göppingen / Stuttgart, 31. Mai 2017 –Extrem unhygienische Zustände sowie kranke und verletzte Schweine dokumentierten PETA-Ermittler im Februar 2016 im Mastbetrieb des Landwirts Siegfried Albert S. Nach umfangreicher Strafanzeige wurde Strafbefehl beantragt. Nun hat das Amtsgericht Göppingen den Landwirt trotz eindeutigen Videobeweises freigesprochen – und das, obwohl es sich um einen Wiederholungsfall handelt: Bereits im Juni 2015 wurde gegen S. ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro verhängt, nachdem PETA erhebliche Mängel in dessen inzwischen aufgegebener Muttersauenhaltung nachweisen konnte. Hierzu kommentiert Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Wissenschafts- und Rechtsabteilung bei PETA:
 
„Es ist ein Skandal, dass im Fall des Göppinger Landwirts keine Strafe ausgesprochen wurde. Schon von Beginn an wurde das Verfahren torpediert: Das Veterinäramt Göppingen stellte sich sofort vollständig auf die Seite von Siegfried S., obwohl dieser aus einem anderen Verfahren vorbelastet war. Die Staatsanwaltschaft Ulm übernahm die Schutzbehauptungen des Landwirts und des Veterinäramtes und stellte das Verfahren ein. Nur unwillig wurde dann auf Weisung der Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart ein Strafbefehl beantragt.
PETAs Video beweist eindeutig, dass in dem Göppinger Mastbetrieb erhebliche Missstände herrschten – dies konnten auch die Amtsveterinäre im Zeugenstand nicht widerlegen. Der Landwirt selbst hat zugegeben, dass die Aufnahmen aus seiner Anlage stammen. Solche massiven Verstöße gegen das Tierschutzgesetz müssen bestraft werden – dass der Landwirt seine Schweinemast mittlerweile aufgegeben hatte, ist hierbei völlig unerheblich. Dass solche Missstände in Baden-Württemberg als rechtskonform ausgeurteilt werden, sagt viel über die hiesige Justiz aus – bei jedem anderen Gericht wäre es zur Sanktionierung gekommen.“

Weitere Informationen:
PETA.de/Schweineleben-in-Deutschland

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de