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Strafanzeige wegen Tierquälerei beim Riesenwels-Angeln

PETA zeigt Hobby-Angler aus Bocholt und Rees an

Stand September 2010
Bocholt / Rees, 9. September 2010 – Dirk D. aus Bocholt und Mischa A. aus Rees sind letzte Woche bei der Staatsanwaltschaft Kleve angezeigt worden. Die beiden Hobby-Angler haben Riesenwelse in einem Anglersee geangelt, die anschließend in ein anderes Gewässer zurückgesetzt wurden. Im Fachjargon wird dieses Vorgang „Catch & Release“ genannt. Ein Zeuge, ebenfalls Angler, hat gegenüber PETA angegeben, dass dies ein regelmäßiges Hobby der beiden Beschuldigten zu sein scheint. Laut der Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) besteht Verdacht auf Verstöße gegen §17 und §18 des Tierschutzgesetzes. „Angelvorgänge, die nicht erforderlich sind, um den Fisch als Nahrungsmittel verfügbar zu machen, haben zu unterbleiben“, heißt es jedoch in der Kommentierung zum Tierschutzgesetz. Die Anschuldigungen von PETA sind durch Presseberichte belegt, z. B. bbv-net vom 24.08.2010.

„Catch & Release ist eine einzige Tortur für Fische“, erklärt Meeresbiologin Dr. Tanja Breining von PETA. Das Eindringen des Angelhakens in die Weichteile der Fische, das Herausnehmen aus dem Wasser, der Aufenthalt an Land in Menschenhand, das Entfernen des Angelhakens sowie das Wiederhineinwerfen würden den Tieren erhebliche Schmerzen verursachen. Viele der traumatisierten Tiere sterben in der Folge, weil sie den Stress und die Verletzungen nicht überstehen. „Angeln ohne vernünftigen Grund ist in Deutschland verboten, aber leider weit verbreitet!“, so Dr. Breining. Die Meeresbiologin weist darauf hin, dass Fische vom Grundgesetz her geschützte Wirbeltiere sind. PETAs neue Kampagne gegen Angeln, die gestern bundesweit gestartet ist, finden Sie hier: www.peta.de/habenanglerkurzeruten.

Interviewkontakt: Dr. Tanja Breining, Tel. 07156 / 17828-30, TanjaB@peta.de