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Striegistal: Kater nach Beschuss durch Schrotkugeln eingeschläfert – PETA bietet 1.000 Euro Belohnung für Hinweise

 
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PETA vermutet den Täter in Jägerkreisen und fordert ein Verbot der Jagd auf Katzen

Stand November 2015
Striegistal / Stuttgart, 23. November 2015 – Suche nach Tierquäler: Medienberichten zufolge schoss ein unbekannter Täter am Sonntag, den 8.November 2015, im Striegistaler Ortsteil Arnsdorf mit Schrotkugeln auf einen Kater und verletzte ihn dadurch schwer. Das 14 Jahre alte Tier wurde gegen Mittag von seinem Halter aus dem Haus gelassen und kehrte mit tiefen Wunden im Gesicht und am Halsbereich zurück. In der Zwischenzeit hatten Zeugen Schüsse gehört. Die Verletzungen des Katers waren so gravierend, dass er eingeschläfert werden musste. Einer Pressemeldung zufolge ermittelt die Polizei wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Um die Suche nach dem Täter zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e.V. nun eine Belohnung in Höhe von 1.000 Euro für Informationen aus, die zur Ermittlung und Überführung des Tierquälers führen. Zeugen, die Hinweise beisteuern können, haben die Möglichkeit, sich telefonisch unter 01520 7373341 oder per E-Mail an PETA zu wenden – auch anonym. PETA Deutschland e.V. kritisiert, dass der Abschuss von Katzen durch Jäger in Sachsen noch immer erlaubt ist, denn er entbehrt jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Baden-Württemberg sowie Nordrhein-Westfalen haben die Jagd auf die sogenannten Haustiere aus diesem Grund mit der Einführung der neuen Jagdgesetze weitgehend verboten. Die Tierrechtsorganisation fordert die Sächsische Landesregierung nun dazu auf, gleichzuziehen und ebenfalls ein Verbot der Jagd auf Katzen zu beschließen.
 
„Es ist ein Skandal, dass der Abschuss von Katzen in Sachsen noch immer erlaubt ist“, so Vanessa Reithinger, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA Deutschland e.V. „Den Jägern geht es nicht um Arten- oder Tierschutz, sondern lediglich um die Lust am Töten.“
Schätzungen zufolge werden in Deutschland jährlich 350.000 Katzen durch Jäger getötet, verstümmelt oder angeschossen. Exakte Zahlen zu den Haustierabschüssen sind nicht erhältlich, weil in den meisten Bundesländern keine Meldepflicht besteht. Da das Töten von tierischen Mitbewohnern durch Jäger in der Bevölkerung auf breite Ablehnung stößt, werden die Vierbeiner nach dem Abschuss meist vergraben, am Straßenrand entsorgt oder sogar zusätzlich überfahren, um einen Unfalltod vorzutäuschen. Begründet wird der Abschuss damit, dass Katzen Wildtiere reißen könnten. Dabei sind es die Jäger selbst, die jährlich über fünf Millionen Wildtiere töten und durch häufige Fehlschüsse für großes Tierleid verantwortlich sind. 
 
Weitere Informationen:
PETA.de/Themen/Jagd
PETA.de/Katzenabschuss-durch-Jäger

Kontakt:
Jana Fuhrmann, +49 (0)711 860591-529, JanaF@peta.de