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Studieren ohne Tierleid: PETA Deutschland lobt die medizinische Fakultät der Universität Witten/Herdecke für fortschrittliche und tierfreundliche Lehrmethoden

 
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Stand November 2015
Witten/Herdecke / Stuttgart, 25. November 2015 – Tierversuche verbannen: Jedes Jahr werden an deutschen Universitäten Millionen sensibler Lebewesen für unwissenschaftliche Tierversuche missbraucht und getötet. In ihren Bemühungen, die tierversuchsfreie Lehre weiter voranzutreiben, bat PETA Deutschland e.V. in einem Schreiben 126 Fakultäten lebenswissenschaftlicher Studiengänge um Informationen über ihre angewandten Lehrmethoden. Die medizinische Fakultät der Universität Witten/Herdecke sicherte der Tierrechtsorganisation daraufhin schriftlich zu, dass in ihrer Lehre weder lebende noch tote Tiere zum Einsatz kommen und dass die Fakultät seit 2000 stattdessen auf die tierversuchsfreie Methode des problemorientierten Lernens (POL) setzt. PETA appelliert nun an andere Hochschulen, diesem richtungsweisenden Beispiel zu folgen und an ihren Fakultäten ebenfalls eine tierfreundliche Lehre zu etablieren. Außerdem fordert die Tierrechtsorganisation mehr Transparenz hinsichtlich der an Universitäten angewandten Methoden, damit sich Studierende und Studieninteressierte für ein Studium ohne Tierleid entscheiden können.
 
„Wir freuen uns sehr darüber, dass sich die medizinische Fakultät der Universität Witten/Herdecke für eine fortschrittliche Lehre ohne den Einsatz von Tieren entschieden hat und damit ein klares Zeichen für den Tierschutz setzt“, so Stephanie Kowalski, Tierärztin und Fachreferentin gegen Tierversuche bei PETA Deutschland e.V. „Damit ist sie Vorreiterin und ein gutes Beispiel für andere Hochschulen, die sich hoffentlich bald einer tierversuchsfreien Lehre anschließen werden.“
 
Tierversuche sind unwissenschaftlich, denn ihre Ergebnisse lassen sich nicht auf den Menschen übertragen. Daher haben Experimente mit und an Tieren im Studium keinen Mehrwert – im Gegenteil, sie vermitteln sogar falsche Lerninhalte. Auch für Studiengänge wie Biologie oder Veterinärmedizin gibt es Modelle und Simulatoren, an denen Studierende ihre Fertigkeiten verbessern und Vorgänge beliebig oft wiederholen können. Studierende, die ohne Tierversuche unterrichtet wurden, schneiden im Vergleich genauso gut oder sogar besser ab als Kommilitoninnen und Kommilitonen, die an Tieren experimentiert hatten. Angesichts der zahlreichen heute verfügbaren Möglichkeiten zur Etablierung einer fortschrittlichen und tierversuchsfreien Lehre muss in Zeiten von Computersimulationen, 3-D-Modellen und anderen Alternativmethoden kein Tier für Ausbildungszwecke leiden und sterben.
 
Insbesondere für medizinische Studiengänge empfiehlt PETA den sogenannten TraumaMan. Als eine naturgetreue Abbildung der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers, die unter anderem mit lebensechten Haut-und Gewebeschichten, Rippen und inneren Organen ausgestattet ist, rettet das moderne Ausbildungsgerät das Leben von Mensch und Tier. 2015 stellte PETA Deutschland Griechenland 22 und Zypern zwei der Simulatoren für die medizinische Ausbildung zur Verfügung.
 
PETA setzt sich dafür ein, dass Tierversuche verboten und durch humane moderne Forschungsmethoden ersetzt werden.
 
Weitere Informationen:
Studieren-ohne-Tierversuche.de
PETA.de/Tierversuche_in_der_Lehre
PETA.de/TraumaMan
 
Kontakt:
Judith Stich, +49 (0)30 6832666-04, JudithS@peta.de