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Freiheit für den indischen Tempel-Elefanten Sunder

ERFOLG: Sunder ist in Freiheit!

Stand Juni 2014
Update Juni 2014
ERFOLG: Nach zweijähriger Kampagnenarbeit und mehreren von PETA Indien angestrengten Gerichtsverhandlungen wurde der misshandelte indische „Tempelelefant“ Sunder nun in die knapp 50 Hektar große Auffangstation „Bannerghatta Biological Park“ überführt. Sobald seine schweren Wunden auskuriert sind, die ihm sein Mahout über Jahre zugefügt hat, wird Sunder dort mit mehreren anderen Elefanten in einer Herde zusammenleben. PETA Indien hat sich mit Erfolg gegen politische Korruption, Erpressungsversuche und ungeheurem Druck von unterschiedlichen Gruppierungen durchgesetzt. Zahlreiche Prominente aus Indien sowie Paul Mc Cartney und Pamela Anderson haben sich öffentlich für Sunder stark gemacht. Über 220.000 Tierfreunde aus der ganzen Welt haben sich mit Protest-Emails an die indischen Behörden für die Rettung von Sunder eingesetzt. Vielen Dank an die rund 15.000 deutschen Tierfreunde, die sich über diese Seite an der Petition beteiligt haben!
 
Update April 2014
Das oberste Gericht in der indischen Stadt Mumbai hat heute zu Gunsten von PETA Indien geurteilt, dass der misshandelte Elefant Sunder in die Auffangstation „Wildlife Rescue and Rehabilitation Centre“ in Bangalore zu überführen ist. Da eine frühere Verfügung der Behörden, Sunder in die Auffangstation zu entlassen, nicht umgesetzt wurde, wird PETA Indien nun auf die zeitnahe Umsetzung des Gerichtsurteils drängen. Sobald Sunder endlich gerettet ist, informieren wir erneut an dieser Stelle.

Update Dezember 2013
Seit über einem Jahr setzt sich PETA Indien für den indischen „Tempelelefanten“ Sunder ein, um sein Leben in Ketten gegen eines in einer naturnahen Auffangstation zu ersetzen. Neue Videoaufnahmen zeigen, wie Sunder geschlagen und misshandelt wird – die typische Behandlung von Elefanten in Menschenhand.
Bitte nehmen Sie an dem nachfolgenden Aktionsaufruf teil!
Sunder lebt in Ketten © PETA India
November 2012
Der 14-jährige Elefant Sunder wird seit Jahren am Jyotiba Tempel in Kolhapur, Maharashtra, in Ketten gehalten. Obwohl der Forstminister von Maharashtra, Dr. Patangrao Kadam, vor wenigen Wochen seine Freilassung angeordnet und PETA Indien eine passende Auffangstation in Karnataka für das Tier gefunden hatte, wurde der Beschluss bislang noch nicht umgesetzt. Schuld daran ist offensichtlich ein leitender Angestellter des Principal Chief Conservator of Forests (des Forstministeriums), Shri Naqvi, der zwar eigentlich den Anordnungen des Ministers Folge zu leisten hat, dies offensichtlich jedoch nicht umsetzt. Es wird derzeit vermutet, dass Sunder von der Tempelbehörde in einem dunklen und gut bewachten Hühnerstall hinter einer Milchfabrik versteckt wird.

 

 

Mit einer grausamen Hakenkette wird Sunder kontrolliert © PETA India
Sunder darf sich nicht frei bewegen; nur sehr selten wurde er für einen kurzen Rundgang in der Nähe des Tempels ausgeführt, dann jedoch an einer Kette mit spitzen Metallzacken. PETA fand Sunder mit Wunden am ganzen Körper und einem verletzten Auge vor, vermutlich entstanden durch die grausame Behandlung seiner „Treiber“. In den vergangenen Wochen haben sich bereits Paul Mc Cartney und Pamela Anderson für Sunders Freiheit eingesetzt.

Elefanten sind hochintelligente und soziale Tiere. In freier Natur verbringen sie jeden Tag ca. 18 Stunden damit, umherzulaufen, zu essen, in Wasserlöchern zu baden und mit anderen Elefanten zu interagieren. Weibliche Elefanten leben bis zu ihrem Tod in engen Familienverbänden. In Gefangenschaft müssen die Tiere getrennt von ihrer Familie leben, der sie schon als Babys entrissen werden; es erwartet sie dann ein Leben in Einsamkeit, Langeweile und gezeichnet von Missbrauch. Die Elefanten werden dauerhaft in Ketten gehalten und so zeigen viele Anzeichen geistiger Erkrankungen, wie z.B. das ständige Hin-und-her-Schwenken des Körpers, das sogenannte Weben. Außerdem verursachen die Ketten schmerzhafte Wunden und Druckstellen, die sich leicht infizieren können. Die fehlende Bewegung und das jahrelange Stehen auf hartem Betonboden zwischen den eigenen Ausscheidungen führen dazu, dass die Elenfanten unter schmerzvollen und behindernden Fußerkrankungen und Arthritis leiden. Die extreme Form der Gefangenschaft hat bei Sunder ihre Spuren hinterlassen. Sein Verhalten ist durch die starke Frustration geprägt und so stellt er auch ein Risiko für die Besucher und Mitarbeiter des Tempels dar.